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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 66

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Der Eisenmeister heilt mit Fliegengift.

Zwei Kinder eines Bürgers in Günzburg – zwischen sieben und neun Jahren alt, wurden 1786 mit einem starken Ausschlag am Kopf befallen. Die Mutter kam zum Eisenmeister (sonst Kerkermeister), welcher, so wie andernorts die Schinder oder Abdecker, in die Arzneikunde pfuschte, und nun eben eine Salbe aus sogenanntem Fliegengift und frischer Butter bereitete. Die Frau klagte den Zustand ihrer Kinder. Der Quacksalber versicherte, dass eben die Salbe, die er nun verfertige, das unfehlbarste Mittel gegen die Ausschläge am Kopf sei. Die getröstete Mutter brachte eilends eine gute Portion frischer Butter und erhielt dagegen die gewünschte Salbe, womit sie sodann die Köpfe ihrer kranken Kinder wacker beschmierte, und, um es recht gut zu machen, auch hinter den Ohren und am Hals die Wundersalbe nicht fehlen ließ. Die Kinder wurden darauf immer kränker. Das Jüngere starb 24 Stunden, das Ältere 48 Stunden nach dieser Salbung von ihrer eigenen Mutter. Als man den Arzt berief, war es zu spät, ihnen zu helfen. Das Gift hatte schon die inneren und feineren Nerven im Hals angegriffen.

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