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Literatur

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 33

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Das versunkene Schloss

Wo jetzt hinter dem Glockenberg im Gerlachsbach der große Bruch ist, soll vor vielen Jahren ein mächtiges Schloss gestanden haben. Die Besitzerin desselben war eine unverheiratete Frau. Unzählige Mädchen und Frauen hatte sie zu ihrer Bedienung. Aber keine dieser Personen sah heiter und zufrieden aus. Alle gingen trübe ihren Beschäftigungen nach und nie schallte Lachen, nie ein munteres Lied durch die weiten Räume.

All die Dienerinnen der Schlossfrau waren nämlich Gefangene, die von ihren Häschern aufgegriffen wurden, sobald sie sich an einem wenig belebten Ort in der Nähe blicken ließen. Sie schleppten die armen Geschöpfe ins Schloss, Weiterlesen →

Gold Band 3 – Kapitel 8.3

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 8.3

Robins hatte indessen den Landsleuten, unter denen er mehrere Bekannte traf, erzählt, wie er mit dem Engländer zusammengearbeitet habe und krank geworden wäre, und wie wacker sich jener seiner angenommen, ja sogar seinen Verdienst die Zeit mit ihm trotz alles Sträubens geteilt habe. Nun hatte er Macalomes verlassen wollen und war nur durch einen Zufall noch in der Nachbarschaft aufgehalten worden, wo er Nolten und dem jungen Deutschen begegnete. Nolten kannte ihn aber und wusste, dass er des Engländers Compagnon gewesen sei. Als er die Anklage gegen diesen hörte, hatte er sich ohne Weiteres auf sein Pferd geschwungen, um als Zeuge für ihn Weiterlesen →

Eine Räuberfamilie – Fünftes Kapitel

Emilie Heinrichs
Eine Räuberfamilie
Erzählung der Neuzeit nach wahren Tatsachen
Verlag von A. Sacco Nachfolger, Berlin, 1867
Fünftes Kapitel

Daheim in Deutschland

Im Land unweit der Elbe, wo sich die Lüneburger Heide, diese an lieblichen Oasen so reiche Wüste, meilenweit erstreckt, um nach und nach mit ihrer haidschmucken Romantik der alles erobernden Kultur zur Beute zu werden, liegt ein einsames Gut, dessen stattliches Herrenhaus mit seinen Balkonen und blitzenden Fenstern weit hinaus in Weiterlesen →

Dreizehn Jahre im Wilden Westen – Kapitel XXI

Dreizehn Jahre im Wilden Westen
Oder: Abenteuer des Häuptlings Sombrero
Nürnberg, 1877

XXI. Wache an der Poststation Johnson. Schlangen, Pumas, Indianer.

Ich wurde nun mit drei Mann zu der Station Johnson kommandiert, um die Poststation zu bewachen. Sie liegt am Concho River, fünfunddreißig Meilen vom Fort, besteht aus einem kleinen Haus, von Baumstämmen gebaut, wo wir wohnten nebst einem Mann, der die vier wilden Maultiere der Post zu versorgen hatte. Dazu gehört noch ein starker Korral für die Tiere. Die Post kam nur zwei Mal die Woche auf dem Weg nach El Paso und zurück. Außerdem kam hie und da eine Herde Vieh, die über die Staked Plains nach New Mexiko und Colorado getrieben Weiterlesen →

Die Sternkammer – Band 1 – Kapitel 13

William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 1
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854

Dreizehntes Kapitel

Wie Jocelyn Mounchensey auf Stamford Hill einem maskierten Reiter begegnete.

Zwei Tage nach den zuletzt erwähnten Ereignissen nahm ein Reiter Stamford Hill hinauf seinen Weg. Ihm folgte ein berittener Diener in respektvoller Entfernung. Er war jung und von sehr einnehmender Erscheinung, sein Gesicht, voll Feuer und Geist, blühte in Gesundheit. Es war leicht zu sehen, dass er sein Leben auf dem Land und in Weiterlesen →