Archiv

Literatur

Die Sternkammer – Band 1 – Kapitel 16

William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 1
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854

Sechzehntes Kapitel

Von dem Zeichen, welches der Puritaner der Versammlung gab

Inzwischen hatte sich eine große Menge unter dem Fenster versammelt. Obwohl man den Redner nicht unterbrach, konnte man doch an den zornigen Gesichtern seiner Zuhörer leicht die Wirkung der Anrede auf sie bemerken. Als Hugo Calveley ausgeredet hatte, faltete er seine Arme über die Brust zusammen und sah die Versammlung streng Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 78

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

90. Sankta Orilla

Auf der Burg, welche zur Mittagsseite der Stadt Lindau im See neben der Schiffbrücke und dem Gerätehaus liegt, ruht der Leib einer heiligen Jungfrau, Sankta Orilla oder Aurelia genannt. So geht die gemeine Sage. Die soll zu einer Zeit der Durchächtung in einem Schritt von Fußach, welches Dorf, jenseits des Sees auf eine Meile Abstand gelegen, davon den Namen empfing, bis nach Lindau auf gemeldete Burg geschritten sein. Man zeigt ihr Grab noch heute.
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Der Detektiv – Die Zauberhand der Matani – 2. Kapitel

Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Harald Harst gegen Cecil Warbatty
Des berühmten Liebhaberdetektivs Abenteuer im Orient
Die Zauberhand der Matani

2. Kapitel

Das braune Mädchen

Wir warteten, bis der Dampfer ein gut Stück von uns ab war, zogen dann die Ruder ein, und Harst begann nun Weiterlesen →

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 39

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Die Venediger und der Hirtenknabe

In der Nähe des Weingartenlochs weidete einst ein Hirt seine Kühe.

Da die Sonne so sengend heiß herniederstrahlte, dass selbst das Vieh sich Schutz im Schatten einiger Bäume suchte, legte auch ihr Hüter sich müde hinter ein dichtes Gebüsch. Schon wollten ihm die Augen zufallen, als er Schritte hörte und durch die Zweige spähend ein paar Männer gewahrte, die aus dem Weingartenloch kamen und sich dicht davor auf einen großen Stein setzten. Aus einem Krug tranken sie abwechselnd. Als sie den Hirten in seinem Versteck gewahrten, riefen die beiden, er solle nur kommen und mittrinken.
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Eine Räuberfamilie – Achtes Kapitel

Emilie Heinrichs
Eine Räuberfamilie
Erzählung der Neuzeit nach wahren Tatsachen
Verlag von A. Sacco Nachfolger, Berlin, 1867
Achtes Kapitel

Das Schwert des Damokles

Am nächsten Tag wusste man es in ganz Bisaccia, dass der Major der Garnison auf offener Landstraße gefährlich verwundet worden sei, und nun, von Signor Rapo aufgefunden, in seiner Villa gepflegt werde.

Man kannte vielfach seine Leidenschaft für Seraphine Rapo, und so fiel der nächste Verdacht auf Lupparelli, den Weiterlesen →