Archiv

Literatur

Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel V, Teil 3

Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.

Kapitel V, Teil 3

Beide ließen sich nun unbemerkt in den Weinbergen in der Nähe des Bopser nieder und begaben sich durch die Charlottenstraße, über die Planie und den Schlossplatz gehend, an den Ort, wo die neugierige Menge dem Abbruch der Häuser zusah.

»Was gibt es denn da zu sehen?«, fragte Michel einen neben ihm stehenden ältlichen Mann.

Weiterlesen →

Das Gespenst im alten Schloss – Kapitel II

Das Gespenst im alten Schloss
Oder: Ein Verbrecher verrät sich selbst

II.

Ein herrlicher Morgen brach an. Noch waren erst die Höhen der Berge von den Sonnenstrahlen beleuchtet. Da plätscherte etwas im Wasser, da teilte sich das Röhricht am Ufer, eine rüstige Mannesgestalt sprang, ein totes Reh auf starken Schultern tragend, auf den Feldweg und lief in gebückter Haltung um die Biegung des alten Turmes. Nun erschütterte ein Schuss und ein zweiter die Luft. Darauf folgte ein Hohngelächter und der Verfolger blickte ärgerlich und scheltend nach allen Seiten, ohne den Gegner oder seine Spur zu entdecken. Aber einen Schrei, einen lauten Schrei hatte er auf seine verfehlten Schüsse gehört. Ein Mädchen, das sich ängstlich umsah und Weiterlesen →

Der Fluch von Capistrano – Kapitel 6

Johnston McCulley
Der Fluch von Capistrano
New York. Frank A. Munsey Company. 1919
Ursprünglich in fünf Teilen in der All-Story Weekly ab der Ausgabe vom 9. August 1919 als Serie veröffentlicht.
Kapitel 6
Diego sucht eine Braut

Don Diego nippte langsam an seinem Wein und blickte über das Hochplateau hinaus. Don Carlos sah ihn verwirrt an und erkannte, dass etwas auf ihn zukam, und wusste kaum, was ihn erwartete.

»Ich bin nicht durch die verdammte Sonne und den Staub geritten, um mit Ihnen über diesen Señor Zorro oder Weiterlesen →

Eine Räuberfamilie – Neuntes Kapitel

Emilie Heinrichs
Eine Räuberfamilie
Erzählung der Neuzeit nach wahren Tatsachen
Verlag von A. Sacco Nachfolger, Berlin, 1867
Neuntes Kapitel

Ahnungen

Es war in der nächsten Mitternacht, genau wie Michel Rapo es seiner Schwester mitgeteilt hatte, als der Räuber Carlo Schiavone mit seinem Gefangenen allein das Haus des Pfarrers Rapo und die Stadt verließ.

Leonhardt saß auf einem niedrigen Wagen, vor welchen ein Esel gespannt war. Seine Augen waren mit einer Weiterlesen →

Dreizehn Jahre im Wilden Westen – Kapitel XXVII

Dreizehn Jahre im Wilden Westen
Oder: Abenteuer des Häuptlings Sombrero
Nürnberg, 1877

XXVII. Henrietta. Fischfang. Mokassin-Schlange. Depesche nach Whaly’s Ranch. Begegnung mit Kiowa.

Wir waren kaum von Buffalo Springs zurück, als wir schon wieder fort mussten. Dieses Mal ging es nach Henrietta, einer verlassenen, seiner Zeit von Indianern zerstörten Ansiedlung, um die dort herumstreifenden Indianer aufzusuchen. Wir machten unser Hauptlager am Fluss Little Wichita, wo wir sehr viele Fische fingen, besonders zwei Cad-Fische, von denen jeder fünfundsiebzig Pfund wog, aber weil sie zu fett und ölig, nicht gut zu essen waren. Wir machten ein großes Netz aus Kornsäcken, zogen es durch die tiefen Löcher und holten eine ungeheure Weiterlesen →