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Literatur

Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel VIII, Teil 4

Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.

Kapitel VIII, Teil 4

»Dies hier ist der Strafort für unsinnige Ketzer- und Re­ligionsverfolger«, erläuterte Asmodi, »die jedoch nicht gerade morde­ten, und für Inquisitionsrichter, unnatürliche Wollüstlinge, die durch Verbrechen ihre schändlichen Absichten erzwangen, Wucherer, die keine Art des Betrugs scheuten, ihre Habgier und Gewinnsucht zu befriedigen. Die Schmerzen, welche dieses Pechmeer ver­ursacht, sind indessen bedeutend geringer als die des Blutmeeres.­ Hier siehst du gleich vorne den berüchtigten chinesischen Kaiser Tcheu-sin nebst seiner Gattin Tang-ki, welche eine große marmorne Pyramide, der Hirschturm genannt, in einem Zeitraum von zehn Jahren erbauen und dann alle ihre erpressten Schätze dahin bringen ließ, um hier in aller Sicherheit ihr wüstes Schandleben in Gemeinschaft mit ihrem Gatten führen zu können. Das Innere dieses Gebäudes ließ sie durch viele Tausend Fackeln und Laternen erleuchten, junge Leute beiderlei Geschlechts mit Gewalt hierherbringen, welche sich dann in ihrer Gegenwart den unnatürlichsten Wollüsten überlassen mussten und Weiterlesen →

Der Wildschütz – Kapitel 31

Th. Neumeister
Der Wildschütz
oder: Die Verbrechen im Böhmerwald
Raub- und Wilddiebgeschichten
Dresden, ca. 1875

Einundreißigstes Kapitel

Das Schicksal misst immer billig

Während die Liebenden sich nicht genug über das fröhliche Ereignis zu freuen vermochten, dessen Ursache ein Rätsel für sie blieb, saß der Rechtsanwalt Herr Lorenz wie gewöhnlich unter seinen Büchern vertieft. Er hatte die Angelegenheit über den Mord des Pächter Andreas bereits in seine Hände genommen und die Sache war schon so weit gediehen, dass der Termin festgesetzt werden sollte, an welchem Curt seine Aussage vor Gericht wiederholen sollte.
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Der Märkische Eulenspiegel 2

Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe

Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin

Wie es Clauert erging, als er von seinem Meister auf die Wanderschaft ging

Als Clauert das Schlosserhandwerk gelernt hatte und von seinem Meister entlassen worden war, wo er noch viele seltsame Streiche spielte, ging er auf die Wanderschaft, konnte aber immer noch keine Arbeit finden. Da er nun sein Geld verzehrt hatte, kam er eines Abends in ein Dorf, wo gerade eine Hochzeit gefeiert wurde. Der Schmied des Dorfes war mit seiner Frau und seiner Tochter eingeladen. Clauert fragte den Schmied nach einer Herberge.
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Auf den Spuren der Wegbereiter 02

George Bird Grinnell
Auf den Suren der Wegbereiter
Originaltitel: Trails of the Pathfinders. New York. Charles Scribner’s Sons. 1911

Kapitel 2

Alexander Heinrich II.

Die französische Regierung hatte den Pelzhandel in Kanada reglementiert. Als Henry 1765 zu seiner zweiten Expedition aufbrach, waren einige Elemente des alten Systems noch in Kraft. Niemand durfte das Land nordwestlich von Detroit ohne Lizenz betreten. Die militärischen Befehlshaber hatten das Privileg, jedem Einzelnen den Handel in bestimmten Gebieten exklusiv zu gestatten. Zu dieser Zeit waren Biber zwei Schilling und sechs Pence pro Pfund wert, Otterfelle sechs Schilling pro Stück und Marderfelle einen Schilling und sechs Pence, alles in der offiziellen Währung von Michilimackinac, obwohl hier noch Pelze die übliche Währung waren. Henry belud seine vier Kanus mit zehntausend Pfund guter und handelsüblicher Biberfelle. Als Proviant kaufte er fünfzig Scheffel Mais zum Preis von Weiterlesen →

Der Detektiv – Band 27 – Die Uhrkette des Bill Hamilton – Teil 5

Walter Kabel
Der Detektiv
Band 27
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Uhrkette des Bill Hamilton

Teil 5

»Lassen wir das alles jetzt, Melprove. Hören Sie also: Sie werden zu Montag die zwei Millionen auftreiben. Sie gehorchen in allem. Es wird Ihnen dann ein Fischerboot begegnen, von dem zwei Chinesen rechtzeitig sich ins Wasser gleiten lassen und unbemerkt zu Ihnen an Bord kommen werden. Sorgen Sie dafür, dass dies auch wirklich ganz unauffällig geschehen kann. Dann richten Sie an Schliepner von mir am Weiterlesen →