B.C. Schiller – Dunkelsteig: Schuld
B.C. Schiller – Dunkelsteig: Schuld
Felicitas Laudon, Journalistin aus Berlin, kehrt zum Anlass des Todes ihres Vaters zurück nach Dunkelsteig in das Haus ihrer Mutter. Dunkelsteig ist ein kleiner Ort in den Alpen, nicht weit von Salzburg. In seiner Nähe liegt der Teufelsspalt, ein tiefer Spalt im Berg, in welchem schon eine Reihe von Menschen verschwanden, die niemals wieder gesehen wurden.
Dieses Phänomen hängt der Sage nach damit zusammen, dass einst die Magd Cäcilia aus Furcht vor den Dorfbewohnern, die sie jagten, weil ihr Kind angeblich vom Teufel war, mit ihrem Säugling in den Teufelsspalt sprang. An jenem Tag verfluchte sie die Bewohner von Dunkelsteig, und es verschwanden immer wieder Leute im Spalt.
Dunkelsteig ist ein düsterer Ort. Die eng aneinander gepressten Häuser der Bewohner, die aus je einem gemauerten Erdgeschoss und einem Holzaufbau bestehen, wirken niedrig und trostlos, insbesondere dann, wenn der Himmel grau und die Sonne kaum zu sehen ist.
Felicitas Laudon kennt die Dorfbewohner größtenteils noch aus ihrer Kindheit und Jugend, die sie im Dorf verbrachte. Als Jugendliche hatte sie zusammen mit den Jungen Adrian und Johannes und der hübschen Manuela eine Clique.
Der Detektiv – Band 27 – Die Wahrsagerin von Jorjakara – Teil 2
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 27
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zweite Geschichte des Bandes
Die Wahrsagerin von Jorjakara
Teil 2
»Wenn man auch auf die geringste Kleinigkeit achtet, aber auch nur dann, findet man stets etwas wie das Ende eines Fädchens, an dem man sich weiter dem verhüllten Ziel entgegentasten kann«, sagte Harald Harst zu mir in unserem reservierten Abteil, als der Zug sich gerade wieder wie ein Maulwurf in einem der Tunnel verkroch, die auf der Strecke Semarang – Surakarta so häufig sind.
Harst hatte obige Sätze unvermittelt gesprochen, ohne dass irgendein Gespräch vorausgegangen wäre, zu dem sie in Beziehung Weiterlesen
Der Märkische Eulenspiegel 4
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert Arbeit sucht, aber keine findet und sich deshalb zu den Spitzbuben gesellt.
So musste nun Clauert kläglich von seinem Herrn Abschied nehmen und wusste für die Zukunft nichts weiter anzufangen, als seinem Handwerk nachzugehen. Dieses wollte ihm jedoch keinen Gewinn bringen und der Bauch wollte gleichwohl gesättigt sein. Deshalb begab sich Clauert zu einer Rotte, die man Spitzbuben nennt, und erlernte von denselben ihre Kunst so fertig, dass er mit Recht ein Meister derselben hätte genannt werden können.
Der Detektiv – Band 27 – Die Wahrsagerin von Jorjakara – Teil 1
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 27
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zweite Geschichte des Bandes
Die Wahrsagerin von Jorjakara
Teil 1
Oft genug sind Harald Harst und ich lediglich durch einen Zufall zu einem neuen Abenteuer, einem neuen Problem gekommen, meist dann auf sehr merkwürdige Art, sobald es sich um einen solchen Zufall handelte.
Am seltsamsten jedenfalls war in dieser Beziehung die Verkettung von Umständen, die uns nach Jorjakara führte, wo wir vom Union-Klub zu einem Herrendiner eingeladen waren, das um 5 Uhr nachmittags begann und dessen letzter Gang etwa um 9 Uhr abends Weiterlesen
Die Gespenster – Vierter Teil – 12. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Zwölfte Erzählung
Ein bannender Nachtgeist in der Kirche Greifenberg
Der im Jahr 1795 verstorbene Prediger des Städtchens Greifenberg in der Uckermark, Herr Wesenberg, hatte sich, einige Jahre vor seinem Tod, einmal mit der Vorbereitung zur Predigt des nächsten Sonntags sehr verspätet und studierte daher diesen Sonnabend, wider seine sonstige Gewohnheit, bis in die späte Nacht hinein. Eben weil dies bei ihm eine Ausnahme von der Regel war, hatte man ihm nicht gehörig mit Licht versehen. Alles um ihn her lag bereits im ersten tiefen Schlaf, als der Rest seines Lichtes nahe daran war, Weiterlesen
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