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TSB John Sinclair – Folge 81

Geisterjäger John Sinclair
Der unsichtbare Mönch

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 024, 1988, ca. 52:44 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Nadine Berger: Christiane Pauli, Jeff Roberts: Gisbert Rüschkamp, Schwarzer Tod: Erwin Scherschel, Ned Parker: Pit Krüger, Suko: Peter Niemeyer, Jane Collins: Margit Wolff, Nadine Berger: Charlotte Acklin, Konstabler: Hagen Marks u.a.

Synopsis:
Jahrhundertelang hatte er in seinem Sarkophag gelegen. Dann schreckte ihn ein Ereignis aus seiner Ruhe auf. Der rote Mönch erwachte, verließ seine Gruft, und mit ihm kehrte das Grauen auf die Erde zurück …

Eine Filmcrew reist an, um einen Gruselfilm über die düstere Legende des Roten Mönches zu drehen – einen unheimlichen Mönch, der in der Vergangenheit gemeinsam mit dem Grafen die Landbevölkerung terrorisierte, bis er von gläubigen Mönchen lebendig in einen Sarkophag verbannt wurde. Die Dreharbeiten rufen jedoch finstere Mächte auf den Plan: Der Schwarze Tod erweckt den Roten Mönch zu untotem Leben.

Die Hauptdarstellerin Nadine Berger bittet Geisterjäger John Sinclair, sie zum Set zu begleiten. Auch Jane Collins, die von Eifersucht geplagt ist, reist mit. Während John vor Ort Recherchen bei einem Einheimischen anstellt, begleitet Jane die Hauptdarstellerin zum Dreh ins alte Kloster. Dort verhindert Jane in letzter Sekunde, dass Nadine von einem herabstürzenden Balken erschlagen wird, den der Rote Mönch mit seinen magischen Kräften gelockert hat.

Als John Sinclair im Kloster eintrifft und die unheimlichen Gänge durchsucht, lockt ihn der Dämon in eine Falle und sperrt ihn hinter einem Eisengitter ein. Hier zeigen sich die Grenzen der üblichen Bewaffnung: Gegen die geweihten Silberkugeln ist der Rote Mönch immun, nur das heilige Kreuz vermag ihn zu vertreiben.

Unterdessen setzt die ahnungslose Filmmannschaft die Dreharbeiten fort und filmt die Szene mit dem Mönch – nicht wissend, dass sie den echten Untoten vor der Kamera haben, da der eigentliche Hauptdarsteller bereits ermordet wurde. Jane findet dessen Leiche, wird jedoch vom Dämon überwältigt und zu dem eingesperrten John geschleppt. Kurz bevor der Mönch Jane vor Johns Augen töten kann, gelingt es Sinclair, das Monster mit dem Kreuz in die Flucht zu schlagen.

Mithilfe von Jane kann sich John aus der Falle befreien. Die Verfolgung führt das Duo zu einer nahegelegenen Walddisco, wohin die Filmcrew wegen eines aufziehenden Unwetters für Innenaufnahmen ausgewichen ist. Nachdem auch der Besitzer der Disco sowie ein weiterer Schauspieler tot aufgefunden werden, lässt John die Disco räumen. Im darauffolgenden Entscheidungskampf gelingt die Rettung: Jane schießt mit den Silberkugeln auf den Dämon, um ihn zu schwächen – das Kreuz erledigt schließlich den Rest.

Das Hörspiel weist trotz seiner schauerlichen Grundstimmung und starken Passagen einige deutliche inszenatorische Schwächen auf, die das Hörerlebnis spürbar trüben. Bereits zu Beginn stößt die Produktion durch das recht aufgesetzte und alberne Beziehungsgeplänkel zwischen John Sinclair und Jane Collins negativ auf. Anstatt direkt eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen, wird der Erzählfluss durch die eifersüchtige Dynamik frühzeitig ausgebremst. Verstärkt wird dieses Ärgernis durch die musikalische Untermalung: Ein enervierendes, nervtötendes Geklimper im Hintergrund wirkt musikalisch deplatziert und zieht die Einstiegsszene unnötig in die Länge.

Auch im weiteren Verlauf offenbart das Skript dramaturgische Lücken. Insbesondere der Schauplatzwechsel in die Walddisco entpuppt sich als Schwachstelle der Inszenierung. Die Szene, in der John Sinclair nach den mysteriösen Todesfällen den großen Macker heraushängen lässt und eigenmächtig das Lokal räumt, wirkt in ihrem Tonfall unpassend. Das Macho-Gehabe des Geisterjägers bricht mit der mühsam aufgebauten Schauerromantik des alten Klosters. Diese Sequenz wirkt künstlich gestreckt und hätte ohne Verlust für die Haupthandlung ersatzlos gestrichen werden können.

Schließlich enttäuscht der dramaturgische Schluss der Geschichte. Nachdem zuvor viel Zeit für Nebenhandlungen und den Discobesuch aufgewendet wurde, wirkt das eigentliche Finale extrem überhastet abgehandelt. Der entscheidende Kampf gegen den Dämon verpufft im Eiltempo: Ein paar schwächende Schüsse mit Silberkugeln von Jane und der abschließende Einsatz des Kreuzes reichen aus, um den Roten Mönch zu vernichten. Hier fehlt es an echter Bedrohung, inszenatorischer Tiefe und einem ausgefeilten Spannungsaufbau für den Showdown.

(wb)

Hörprobe

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