Das schwarze Schiff – Kapitel 10
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 10
Aus dem Gefängnis, und doch nicht frei
Es war mittlerweile weit nach Mitternacht, aber niemand dachte daran, den Besuch im Gefängnis zu verschieben. Seine Lage war in jeder Hinsicht vorteilhaft. Und obwohl das Gefängnis gut bewacht wurde, würde Johns Charakter, den er so leicht annehmen konnte, ihn sicher hindurchbringen, da Dutch Peter oft spät in der Nacht herumstreifte.
»Wir sind fast da, Ronald«, bemerkte sein Begleiter schließlich und durchbrach damit das Schweigen. »Wie ich schon sagte, ich weiß, dass Mr. Merton sich in diesem Gebäude befindet, aber in welchem Teil, weiß ich nicht.«
»Nun gut«, antwortete der Schotte entmutigt. »Was sollen wir dann tun?«
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Al Capone – Band 26
Al Capone
Band 26
Ed Wellers Befreiung
1. Kapitel
Capones Vorschlag
Al Capone betrat seine Privatwohnung. Dort vollbrachten seine geübten Hände eine ganz bestimmte Manipulation an dem sehr komplizierten Schloss eines großen Geldschrankes.
In diesem Geldschrank, über den man sich in ganz Chicago Geschichten erzählte, bewahrte Al Capone häufig riesige Summen auf, deren Höhe manchmal fantastisch war.
Aus diesem berühmten Geldschrank holte Al Capone nun die Summe von einer Million Dollar heraus. Er stellte sie aus Banknoten desselben Betrags zusammen, wie sie ihm Big Jim Colosimo ausgehändigt hatte, um im äußersten Fall die unglaubliche Geldgier Weiterlesen
Die Gespenster – Vierter Teil – 32. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Zweiundreißigste Erzählung
Das Kind des Baruch Wesel in Breslau
Auch in Breslau fehlte es im Winter des Jahres 1798 nicht an frommen Menschen, die bereit waren, einen Scheintoten zu ermorden. Es war die Scheinleiche eines jüdischen Säuglings, der erst vor wenigen Tagen das Licht der Welt erblickt hatte, die man lebendig begraben wollte, wenn nicht die zufällig einbrechende Nacht dies verhindert hätte.
Die Frau des Baruch Wesel kam in der Nacht vom 1. zum 2. November des genannten Jahres mit Drillingen zur Welt. Eines der drei Weiterlesen
Gesetzlose und Desperados – Morde im frühen Clayton, NM
Wie alle Siedlungen des fernen Westens in frühen Zeiten war auch Clayton nicht von Schießereien und unnötigen Morden verschont. Die meisten Morde wurden von sogenannten üblen Kerlen, Glücksspielern und Saloonbesuchern im betrunkenen Zustand begangen. Cowboys, die von Viehtrieben, Viehlagern und Rinderwagen in die Stadt ritten, frönten üblicherweise dem Trinken, Monte, Faro, Roulette und anderen Glücksspielen, die in den Saloons der Stadt verlockend angeboten wurden. Die Cowboys, die in den 1890er und 1900er Jahren zu Dutzenden in Clayton einritten, richteten im Großen und Ganzen wenig Schaden an. Ihr Abschied vom Dorf nach wenigen Stunden Erholung wurde meist von wilden Kojoten-ähnlichen Schreien und großzügigen Schussabgaben aus ihren Gewehren begleitet, aber soweit ich mich erinnere, wurden bei diesen Späßen nur wenige Männer verletzt. Bald kehrte nach dem Lärm, den die Reiter der Prärie verursachten, Ruhe ein.
Schafhirten, die Clayton in frühen Zeiten besuchten, waren fast ausschließlich spanisch-amerikanische, gemeinhin als Mexikaner bezeichnete, Männer. Mit mehreren Monaten Lohn in der Tasche, nach ihrer Ankunft in der Stadt vom Schaflager, löste der Hirte seine Schecks ein, ging sofort in einen Saloon, nahm ein paar Drinks Aguardiente und befand sich bald in einem glückseligen Weiterlesen
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 12
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 7
Wir versetzen uns in das bescheidene Empfangszimmer der Villa von Sir Edward Clane – für einen Mann mit solchen Einkünften war es zumindest bescheiden eingerichtet. Denn wenn er es sich leisten konnte, dann ließ sich dieser Rechtsanwalt sehr gut für seine Verteidigung bezahlen – aber nicht für sich selbst. Er übergab alles einer Arbeitsanstalt für entlassene Sträflinge. Er selbst war völlig anspruchslos. In seinem Beruf hatte er nicht einmal Zeit zum Heiraten. Eine alte Köchin und ein Diener genügten ihm. Und die große Villa benötigte er nur wegen seiner reichen Büchersammlung.
»Fred M. Beken, Philadelphia«, stand auf der Visitenkarte, die der Gentleman abgegeben hatte. Er wartete in einer Vormittagsstunde in diesem Empfangszimmer auf die Rückkehr des Dieners oder den Eintritt des Hausherrn.

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