Ausschreibung

Dark End

Story-Tipps

Starke Gefühle

Download-Tipps

Paraforce Band 35

Archive
Folgt uns auch auf

Im Gespräch mit Jonathan Maberry

Im Gespräch mit Jonathan Maberry

Die Romankarriere von Jonathan Maberry startete relativ spät – aber dann umso rasanter: Nachdem er zunächst vor allem als Kampfkünstler und Autor thematisch entsprechender Sachbücher von sich reden machte, veröffentlichte er im Alter von 48 Jahren seinen Debütroman Ghost Road Blues. Prompt gewann er damit 2007 seinen ersten von inzwischen fünf Bram Stoker Awards. Seither hat Vielschreiber Maberry über zwanzig Romane und Comics veröffentlicht, ganz zu schweigen von zahlreichen Kurzgeschichten und Sachbüchern. Viele seiner Romane haben zudem Comic- oder Filmadaptionen erhalten, weitere sind geplant.

In seiner Heimat, den USA, gehört Maberry damit derzeit zu den erfolgreichsten Autoren seiner Zunft. Reihen wie Rot & Ruin, Joe Ledger und die Pine Deep Trilogy haben ihm zahlreiche Fans verschafft, denen er sich auf einer Fülle von Lesungen, Conventions und über soziale Netzwerke widmet.

Im deutschsprachigen Raum gilt er derzeit eher noch als Geheimtipp. Dabei wurden inzwischen schon fünf seiner Werke auf Deutsch veröffentlicht: Bei Thienemann sind drei Bände seiner Zombie-Serie Lost Land (engl. Rot & Ruin) erschienen, Heyne brachte den ersten Joe Ledger-Band Patient Null als E-Book heraus und im März veröffentlichte Cross Cult mit Die Blutrote Königin den ersten Band der Vampir-Comicreihe V-Wars (Übersetzer war hier übrigens Horus W. Odenthal).

Zwischen Con und Starbucks-Schreibsessions hat Jonathan Maberry sich bereit erklärt, uns einige Fragen zu beantworten.


Für die entsprechende Version des Interviews bitte Flagge anklicken.


Geisterspiegel: In den USA dürften Sie derzeit zu den erfolgreichsten Horrorautoren zählen, beispielsweise haben Sie erst kürzlich Ihren fünften Bram Stoker-Award gewonnen. In Deutschland sind Sie vor allem für Ihre Lost Land-Reihe bekannt, von der bislang drei Bände ins Deutsche übersetzt wurden. Sie beginnt zunächst auf eine für Zombieromane recht klassisch-postapokalyptische Art, ehe sie sich mehr in Richtung Jugenddystopie wandelt. War diese Entwicklung bewusst geplant?

Jonathan Maberry: Lost Land begann als Novelle für eine Zombie-Anthologie für Erwachsene. Christopher Golden, der Herausgeber, bat jeden der Autoren, sich an eine Geschichte zu wagen, die dessen übliche Erzählweise aufbrach. Bis dahin hatte ich mich noch nie an einer postapokalyptischen oder dystopischen Erzählung versucht, geschweige denn an einem Teenie-Protagonisten. Das Resultat, The Family Business, kam gut an und meine Agentin meinte, sie lese sich wie das Intro zu einem Buch für junge Erwachsene. Sie wollte einen Verleger dafür finden. Ich war einverstanden und kurz darauf hatte ich einen Vertrag über vier Bücher bei Simon & Schuster hier in den USA in der Tasche.

Beim Plotten musste ich über das altbekannte Zombie-Apokalypsen-Szenario hinausdenken und mir überlegen, wie die Welt viele Jahre später aussehen würde. Lost Land steigt 14 Jahre nach dem Aufstieg der Toten in die Handlung ein. Es gibt sieben Milliarden Zombies und nur noch etwa 30.000 Menschen. Aber die Lage hat sich einigermaßen normalisiert: Die Welt ist nun eben so, wie sie ist, besonders für die Teenager, die sie nicht anders kennen. Das Dystopische daran sind natürlich zum einen die Zombies, die immerwährende Bedrohung. Doch auch der Umstand, dass alle Erwachsenen mit posttraumatischer Belastungsstörung in unterschiedlichen Stadien zu kämpfen haben, trägt zur Atmosphäre bei. Viele weigern sich, die Welt in ihrer jetzigen Form anzunehmen. Die Kids haben keine PTBS, weil sie die Apokalypse nicht bewusst miterlebt haben. Die Welt ist nicht untergegangen. Das ist nun ihre Welt. Für sie ist sie dysfunktional, aber nicht dystopisch. Sie sind optimistisch, hoffen auf ein besseres Leben, und während sie diese Welt zu verstehen lernen und beginnen, die Kontrolle über ihr eigenes Leben zu erlangen, suchen sie nach einer Zukunft, die es wert ist, gelebt zu werden.

Geisterspiegel: Mit Tom Imura, einer der Figuren aus der Lost Land-Reihe, haben Sie eine sehr ikonische, populäre Figur erschaffen, die sich vieler Fans erfreut. Hätten Sie das bei ihm erwartet? Und was haben Sie nach Lost Land 2Der Aufbruch für Fanreaktionen bekommen? 😉

Jonathan Maberry: Tom Imura ist eine dieser Figuren, über die ich schon als Kind schreiben wollte. Mit sechs Jahren habe ich mit Kampfsport angefangen und ich wollte schon immer Schriftsteller werden. Da lag es nahe, dass ich mich Jahrzehntelang mit dem Gedanken eines starken, ehrverpflichteten, rechtschaffenen Helden trug. Als ich mich daran machte, die Geschichte für die Zombie-Anthologie zu Papier zu bringen, erkannte ich, dass Tom endlich ein Tor aus meiner Fantasie in die Seiten eines Buchs gefunden hatte. Es ergab sich einfach, dass ich aus der Sicht Bennys, seines jüngeren Bruders, zu schreiben begann. Benny verlieh Tom eine Stimme und machte ihn real.

Was die Reaktionen der Fans auf die Ereignisse in Der Aufbruch angeht … Nun ja, ich habe unzählige Briefe, E-Mails und Textnachrichten bekommen und noch einmal so viele Posts in sozialen Netzwerken. Einige Fans wollten mich brennen sehen. Wenn junge Leser mich danach fragen, warum ich mit Tom getan habe, was ich getan habe, frage ich sie, was sie denn denken. Sie kommen fast immer auf die richtige Antwort.

Geisterspiegel: In der Reihe tauchen auch ein paar reale Menschen auf, beispielsweise der Künstler Rob Sacchetto. Was sagen diese Leute dazu, wenn sie zu Zombiefutter gemacht werden?

Jonathan Maberry: Rob Sacchetto zähle ich ebenso zu meinen Freunden wie einige andere reale Personen aus den Lost Land-Büchern wie Solomon Jones, Mr. Lafferty, den Greenman, Captain Strunk, Bürgermeister Kirsch und die surfenden Zombiejäger J-Dog und Dr. Skillz. Ich frage meine Freunde immer vorher, ob sie meiner Geschichte die Ehre erweisen möchten, und bisher hat noch niemand abgelehnt.

Gelegentlich baue ich auch die Sieger von Gewinnspielen in meine Geschichten ein – meist Teenager, die bei einem meiner Gewinnspiele in sozialen Netzwerken mitgemacht haben. Sie und ihre Freunde machen sich daraus einen Spaß und den Erzählungen verleiht es einen stärkeren Bezug zur Realität.

Geisterspiegel: Viele Ihrer Romanreihen sind miteinander verwoben – beispielsweise taucht Joe Ledger auch in Bänden der Lost Land-Reihe auf. Worin liegt für Sie der Reiz solcher Cross-over?

Jonathan Maberry: In meiner Fantasie gibt es diese riesige, eigenartige, komplizierte Welt und alles, was ich schreibe, ist auf die eine oder andere Art verbunden. Allerdings nicht auf eine Weise, die voraussetzt, dass man alles gelesen haben muss, was ich geschrieben habe, um meine Geschichten zu verstehen. Es ist eher so, dass die Figuren in meinen Geschichten ein- und auswandern. Joe Ledger ist der Held einer noch nicht abgeschlossenen Reihe von Weird-Science Action-Thrillern und die einzige Figur, von der ich absolut überzeugt bin, dass sie die Zombie-Apokalypse überleben wird. Die Joe Ledger-Bücher werden unter der Regie eines der Produzenten von The Equalizer gerade fürs Fernsehen adaptiert.

Geisterspiegel: In ihrem Portfolio finden sich auch einige Marvel-Comics. Wie fühlt es sich an, Teil einer solch populären Reihe zu sein?

Jonathan Maberry: Ich bin mit Marvel aufgewachsen und war immer schon ein Fan der Comics. Als der Chefredakteur, Axel Alonso, mich eines Tages anrief und fragte, ob ich Lust hätte, für Marvel zu schreiben, war ich begeistert. Ich durfte an elf Marvel-Projekten arbeiten und dabei über einige meiner Lieblingshelden schreiben, darunter der Punisher, Wolverine, Captain America, Spiderman, die Avengers, Black Panther, Doctor Doom, die X-Men und Hulk. Es hat mir großen Spaß gemacht.

Inzwischen schreibe ich für Dark Horse und IDW, weil ich Comics mit meinen eigenen Figuren erfinden wollte, obwohl ich mit Axel und dem Marvel-Team weiterhin gut befreundet bin. Mein erstes eigenes Projekt war Bad Blood, ein pessimistischer Vampir-Comic um einen todkranken Teenager, der in eine Schlacht mit Vampiren verwickelt wird. Dafür habe ich den Bram Stoker Award für die beste Graphic Novel gewonnen. Danach kamen meine Comic-Adaptionen von Rot & Ruin und V-Wars, einer Reihe von Anthologien zum Thema Vampir-Apokalypse, die gerade verfilmt werden.

Geisterspiegel: Bekanntlich haben Sie zunächst Karriere als Kampfkünstler gemacht, ehe Sie Autor wurden. In Deutschland zeigt sich in den letzten Jahren eine zunehmende Verbindung zwischen der Fantasy- und der Kampfkunstszene. Einige Autoren haben einen entsprechenden Hintergrund, außerdem werden fernöstliche Kampfkünste auf die ein oder andere Art in Romanen thematisiert. Sehen Sie eine ähnliche Verbindung in den USA?

Jonathan Maberry: Die Kampfkünste machen in den USA gerade eine eigenartige Wandlung durch. Viele der traditionellen Kampfsportarten kommen aus der Mode, weil sie relativ schwierig zu erlernen und noch schwieriger zu perfektionieren sind. Außerdem sehen sie nicht gerade elegant aus. An ihre Stelle treten Kampfsportarten, die visuell mehr hermachen und weniger kompliziert sind. In der Folge verkommen die meisten Kampfkünste mehr und mehr zu Schlägereien. Nicht mein Ding. Ich bin durch die harte Schule der traditionellen japanischen Kampfsportarten Jujutsu und Kenjutsu gegangen. Ich habe den achten Meistergrad (achter schwarzer Gürtel) erreicht, habe als Bodyguard gearbeitet und war in beratender Funktion für den Bezirksstaatsanwalt von Philadelphia bei Mordfällen unter Einsatz von Kampfsportarten tätig. Ich habe Kampfkunst an der Temple University gelehrt und viele Hundert Artikel sowie über zwei Duzend Sachbücher über Kampfkunst und Selbstverteidigung verfasst.

In der Populärkultur haben die Kampfkünste vor diesem Hintergrund einen Aufwärtstrend erfahren. Dank sozialer Netzwerke und des Internets erfreuen sie sich – zumindest in der Hollywood-Version – inzwischen großer Bekanntheit. Kampfchoreografien in Film, Fernsehen, Games und Romanen befeuern die Handlung mit Spannung und sprechen für das Können der Figuren. Außerdem ist es langweilig, bloß zu beschreiben, wie sich zwei Figuren die Schädel einschlagen. Durch Kampfkünste werden die Choreographien vielseitiger, das gilt auch für literarische Werke.

Ich gebe Schreibworkshops zu Kampf- und Actionszenen und das macht mir großen Spaß. Ich möchte Autoren dabei helfen, dynamische Szenen zu entwickeln, die so realistisch und schlüssig wie möglich sind, selbst wenn es sich um einen Kampf zwischen einem Menschen und einem Vampir oder zwischen zwei Monstern handelt.

Geisterspiegel: In einem anderen Interview habe ich gelesen, Sie würden für jedes Genre einen anderen Starbucks als Schreibort auswählen – offenbar gibt es an Ihrem Wohnort einige davon! Schreiben Sie also ausschließlich in Cafés beziehungsweise Starbucks? Haben Sie weitere Schreibrituale?

Jonathan Maberry: Als Berufsautor bedeutet Schreiben für mich »zur Arbeit zu gehen«. Typischerweise beginne ich meinen Arbeitsalltag in einem Restaurant oder Café und schreibe nachmittags in meinem Heimbüro weiter. Meistens schreibe ich acht Stunden pro Tag – vier morgens und vier nachmittags – und trainiere dazwischen zwei Stunden in der Turnhalle und im Pool. Wenn ich auf Lesereise gehe, schreibe ich im Flugzeug, im Hotel oder zwischen den Veranstaltungen. Ich nehme mir niemals frei – zum einen deshalb, weil meine Karriere gerade wahnsinnig schnell voranschreitet und zum anderen, weil ich das Schreiben liebe. Derzeit ist mein Output vier bis fünf Bücher pro Jahr, dazu noch Comics und Kurzgeschichten.

Ansonsten habe ich nicht viele Schreibrituale, außer den zehn Minuten pro Arbeitsstunde, die ich jeweils für Beiträge in sozialen Medien aufwende. Ich bin auf Facebook, Twitter, GoodReads, LinkedIn, Pinterest, Tumblr und in anderen Netzwerken aktiv. Schließlich ist dies das 21. Jahrhundert und die Community meiner Leser ist vernetzt und auf die ganze Welt verteilt. Ich bin gerne ein Teil von ihr.

Geisterspiegel: Wissen Sie, ob weitere Übersetzungen Ihrer Bücher ins Deutsche geplant sind? Und wird man Sie vielleicht mal hier erleben können?

Jonathan Maberry: Die Verhandlungen zur Übersetzung der restlichen Lost Land-Bücher laufen gerade, insgesamt gibt es fünf Bücher, die zu dieser Reihe gehören: die vier Bücher um den Hauptplot und Bits & Pieces, eine Kursgeschichtensammlung, die zeitlich parallel zur Reihe spielt. Auch andere Buchübersetzungen stehen zur Debatte.

Ich hoffe, dass ich 2016 dazu komme, Deutschland zu besuchen. Das wollte ich immer schon. Freunde und Kollegen, die dort waren, erzählen, dass Deutschland eines der schönsten und kulturreichsten Länder der Welt sei. Und die Leute dort LESEN! Das hat natürlich eine starke Anziehungskraft für jemanden wie mich, der alles liebt, was mit der literarischen Welt zu tun hat.

Geisterspiegel: Zuletzt die wichtigste aller Fragen – welche Überlebenschancen rechnen Sie sich bei einer Zombieapokalypse aus?

Jonathan Maberry: Solange es die Zombies von der langsamen, wankenden Sorte wären, würde ich mich wohl ganz gut schlagen. Meine Überlebensstrategie habe ich mir zum ersten Mal zurechtgelegt, als ich zehn Jahre alt war und mich in das Kino meines Heimatorts schlich, um mir die Weltpremiere von Die Nacht der lebenden Toten anzusehen. Die Frage beschäftigt mich also schon eine ganze Weile. Viele meiner Gedanken habe ich in meine Zombie-Romane einfließen lassen, z. B. in die beiden Bücher Dead of Night und Fall of Night, die in Deutschland noch nicht veröffentlicht wurden. Sie handeln davon, wie es zur Apokalypse kommt.

Wenn die Zombies schnell sind wie in World War Z oder 28 Days Later … Nun ja, dann habe ich wohl ein Problem. Ich kann zwar kämpfen, aber nicht schnell rennen.


Nach oben


Geisterspiegel: You‘re probably one of the most successful horror writers in the US, only recently winning your fifth Bram Stoker Award. In Germany, people tend to associate you with the Rot & Ruin series. Three novels from this series have been translated into German so far. They start out with what you could call a rather traditional post-apocalyptic zombie setting before turning into a dystopia for young readers. Did you deliberately plan the story to develop into this direction?

Jonathan Maberry: Rot & Ruin began its life as a novella for anthology of zombie fiction for adults. The editor of that book, Christopher Golden, asked each writer to tackle a story that was outside of their normal comfort zone. Until that time I’d never written a post-apocalyptic or dystopian story, nor had I done anything with a teen as the lead character. The story, The Family Business got a lot of attention and my agent said that it read like the opening of a young adult book. She asked if she could shop it to publishers. I agreed and she landed me a four book deal with Simon & Schuster here in the States.

In the process of plotting it out, I had to think past the typical zombie apocalypse scenario and speculate on how the world might be many years later. I set Rot & Ruin fourteen years after the dead rose. There are seven billion zombies and about thirty thousand humans left. But things have more or less stabilizing, with that being the world as everyone –particularly the teens—understands it. It’s dystopian for a few reasons. The zombies, naturally, are the abiding threat. But all of the adults have varying degrees of post-traumatic stress disorder. Many are in denial about the specifics of the world that is now around them. The kids, on the other hand, don’t have PTSD because they didn’t live through the apocalypse. Their world did not end. This is their world. They see the world around them as dysfunctional but not actually dystopic. They have optimism that there is a chance for a better life, and as they begin to understand this world and as they gain power over the course of their lives, they go looking for a future worth living.

Geisterspiegel: Tom Imura, one of the protagonists of the Rot & Ruin series, tuned out a pretty iconic and popular character with a big fan following. Did you expect that to happen when you first created him? And what kind of fan reactions did Dust & Decay spur? 😉

Jonathan Maberry: Tom Imura is one of those characters who has been lurking around in my writer brain since I was a kid. I’ve been involved in martial arts since age six, and I’ve always wanted to write. So I’ve been toying with stories about a strong, honorable, moral hero for decades. When I sat down to draft out the story for that adult anthology, I knew that Tom had finally found his doorway from my imagination to the printed page. It just happened to be that his younger brother, Benny, became the point-of-view character. Benny allowed Tom to step forward and become real.

As for the fan reaction to the events at the end of Dust & Decay, I’ve gotten thousands of letters, emails and text-messages, and there have been thousands of social media posts. Some fans wanted to burn me at the stake. But when young readers demand to know why I did what I did with Tom, I ask them to explain it to me. They almost always come up with the right answer.

Geisterspiegel: The story features a couple of real-life persons such as the artist Rob Sacchetto. How do people react when you turn them into zombie fodder?

Jonathan Maberry: Rob Sacchetto is a friend, as are some of the other real world characters in Rot & Ruin, like Solomon Jones, Mr. Lafferty, The Green Man, Captain Strunk, Mayor Kirsch, and the zombie-hunting surfer boys J-Dog and Dr. Skillz. I always ask my friends if they’d like to step into my stories, and I’ve never had any of them turn me down.

There are also quite a few contest winners in the stories. Mostly teens who have entered one of the many contests I run on social media. It’s fun for them and their friends. And having real people in the stories reinforces the reality of the tales.

Geisterspiegel: Your book series tend to be interconnected. Joe Ledger, for instance, is also featured in the Rot & Ruin series. What do you appreciate about these kinds of crossovers?

Jonathan Maberry: There is a big, strange, complicated world inside my imagination. Almost everything I write is connected in one way or another – though not in ways that require that readers read all of what I’ve written. So, characters tend to wander in and out of one story into another. As for Joe Ledger, he is the hero of my ongoing series of weird-science action thrillers, and he is the one character I am absolutely sure will survive the zombie apocalypse. The Joe Ledger novels are now in development for TV under the guidance of one of the producers of The Equalizer.

Geisterspiegel: You‘ve also written a couple of Marvel comics. How does it make you feel being part of such a tremendously successful series?

Jonathan Maberry: I grew up reading Marvel Comics and have always been a fan. When the editor-in-chief, Axel Alonso, rang me up one day and asked if I wanted to write for comics, I was delighted. I did eleven projects for Marvel and that allowed me to use some of my favorite characters including the Punisher, Wolverine, Captain America, Spider-man, the Avengers, Black Panther, Doctor Doom, the X-Men, the Hulk and others. It was great fun.

I’ve since moved onto Dark Horse and IDW because I wanted to do comics featuring my own characters, though I’m still friends with Axel and the whole Marvel crew. My first non-Marvel project was Bad Blood, a downbeat vampire comic featuring a terminally ill teenager who finds himself in a fight with vampires. That won the Bram Stoker Award for Best Graphic Novel. After that I worked on comic book adaptations of Rot & Ruin and my vampire apocalypse anthology series V-Wars, which is in development for TV.

Geisterspiegel: You’re famous for being a martial artist before turning to writing. The last years have seen an increasing connection between the fantasy and martial arts scenes, at least here in Germany. A couple of writers started out as martial artists and eastern fighting styles are being featured in many novels. Do you experience a similar development in the USA?

Jonathan Maberry: There is a strange evolution in the martial arts world in the USA. Many of the traditional arts are fading in popularity, largely because they are difficult to learn, even harder to master, and they aren’t glamorous. They’ve been upstaged by flashier and less complicated arts. The result is that martial arts are disintegrating into brawling. I’m not a fan. I was raised in the harsh disciplines of traditional Japanese jujutsu and kenjutsu. I am an advanced instructor (8th degree black belt), a former bodyguard, and a former Expert Witness for the Philadelphia District Attorney’s Office for murder cases involving martial arts. I taught martial arts history at temple University and have written many hundreds of feature articles on martial arts and self-defense, as well as over two dozen nonfiction books.

That said, I have seen an uptic in martial arts in popular culture. Because of social media and the Internet, martial arts have become very well known. At least the ‘Hollywood’ versions of them. The fight choreography in films, TV, games and novels is flashy and exciting, and it carries with it a suggestion of competence on the part of the characters. Plus, it’s boring to write a scene with two people just punching each other. Using martial arts allows for greater variety in the choreography, even in the written scene.

I teach workshops on writing fight and action scenes, and that’s a lot of fun. My goal is to help writers craft dynamic scenes that are as realistic and logical as possible, even when it’s a fight between a human and a vampire, or even between two monsters.

Geisterspiegel: I read in another interview that you tend to write your stories in Starbuck restaurants, preferably choosing a different one for every genre. Fortunately you live in a place that’s not short of Starbuck cafés! Do you have more writing rituals like that?

Jonathan Maberry: I am a professional writer, so when I begin my writing day I am ‘going to work’. I generally start off at a restaurant or coffee shop in the mornings and return to my home office in the afternoons. I typically write eight hours a day. Four hours in the morning, followed by two hours in the gym and the pool, and then four hours in the afternoon. If I’m on book tour, I write on the plane, in hotels, and between events. I don’t take days off. Partly because my career is moving forward very quickly, and partly because I love to write. Right now I’m writing four to five novels per year, plus comics and short stories.

As for other rituals … I don’t have many except that I devote ten minutes out of every writing hour for social media. I maintain an active presence on Facebook, Twitter, GoodReads, LinkedIn, Pinterest, Tumblr and others. This is the 21st Century and the community of readers is wired in and global. I love being part of that community.

Geisterspiegel: Do you know if there are plans to have more of your books translated into German? And is there any chance you’ll be giving a reading here in Germany any time soon?

Jonathan Maberry: We are in active discussions to have the rest of the Rot & Ruin series translated – there are a total of five books in the series: the four book master story arc, and Bits & Pieces, a collection of short stories that parallels the series. Other book projects are also being discussed.

I hope to visit Germany sometime in 2016. I’ve always wanted to go there. My friends and colleagues who have been there tell me that it is one of the most beautiful and culturally-rich places on Earth. And people there READ! That’s a massive draw for someone like me who loves everything about the world of literature.

Geisterspiegel: And last but not least, the most important question of all: How are the chances you’d survive a zombie apocalypse, what do you think?

Jonathan Maberry: As long as the zombies are the slow shuffling variety I’d do well. I’ve been thinking about how I’d survive since I was ten years old, when I snuck into a local movie theater to see the world premier of Night of the Living Dead. So…I’ve given it a great deal of thought. A lot of my planning has gone into my various zombie novels, including two (not yet published in Germany), Dead of Night and Fall of Night, which showcase how the apocalypse might happen.

If the zombies are fast, like they are in World War Z or 28 Days Later …well, then I’m in trouble. I can fight, but I can’t run very fast.

Das Interview führte Alessandra Ress.

Übersetzung: Sarah Ress

Autorenfoto: Sara Jo West; Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Autors


Nach oben


Ein Kommentar zu Im Gespräch mit Jonathan Maberry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.