Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 2 – Kapitel 7
Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 2
Das verrufene Hotel in Kairo
Kapitel 7
Das Drama in Nummer 20
Es war noch nicht viel Zeit vergangen, da wurde die Klingel des Hotels Le Crocodile so heftig betätigt, dass der Portier, der bereits geschlafen hatte, beim Geräusch einige laute Flüche ausstieß.
»Das sind sicherlich die beiden neuen Gäste von heute Abend«, knurrte er zwischen zusammengebissenen Zähnen. »Diese unverbesserlichen Zecher! Können die nicht einmal zu einer angemessenen Uhrzeit schlafen gehen? Zum Glück sind sie die einzigen Nachzügler in dieser Nacht.«
Wütend drehte er den Schlüssel um. Durch die angelehnte Tür traten Dickson und Tom Wills, Arm in Arm, ein. Sie brüllten ein Weiterlesen
Der Mythos Sweeney Todd und die Ära der Penny Dreadfuls
Der Mythos Sweeney Todd und die Ära der Penny Dreadfuls
Im nebelverhüllten London der viktorianischen Zeit betritt ein ahnungsloser Kunde einen unscheinbaren Friseursalon in der Fleet Street. Er nimmt auf dem Rasierstuhl Platz – doch plötzlich löst ein Mechanismus aus, der Stuhl kippt nach hinten und der Kunde stürzt in den tödlichen Abgrund des Kellers. Seine sterblichen Überreste enden als makabre Zutat: Sie werden von der geschäftstüchtigen Nachbarin Mrs. Lovett zu Fleischpasteten verarbeitet.
Diese düstere Geschichte um den Barbier Sweeney Todd gehört zu den bekanntesten und verstörendsten Großstadtlegenden der englischen Literatur. Sie vereint pechschwarzen Humor mit Rachefantasien und tief verwurzelten gesellschaftlichen Ängsten. Bis heute funktioniert der Stoff auf mehreren Ebenen: als packender Krimi, als tiefgründige Charakterstudie eines zerstörten Geistes und als beißende Sozialkritik an der urbanen Vereinsamung.
Die Geburtsstunde der Groschenromane
Ihren Ursprung hat die Legende in den sogenannten Penny Dreadfuls. Zu Beginn der viktorianischen Epoche wuchs die Weiterlesen
Varney, der Vampir – Kapitel 68
Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest
Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.
Kapitel 68
Marchdales heimtückischer Anschlag und sein Ergebnis
Varney der Vampir verließ das Verlies von Charles Holland inmitten der grauen Ruinen in der festen Überzeugung, dass der junge Mann sein Wort halten und vor Ablauf der festgelegten Zeit keinen Fluchtversuch wagen würde.
Diese Zuversicht war vollkommen berechtigt: Da Charles Holland einmal sein Wort gegeben hatte, zu bleiben, bis er die Uhr einer nahe gelegenen Kirche zwei schlagen hören würde, dachte er keinen Augenblick daran, sein Versprechen zu brechen. Es war zwar Weiterlesen
Einbrecher aus Leidenschaft – Einen Dieb fangen III
III
Raffles stand über mir, als ich wieder zu Bewusstsein kam. Ich lag auf dem Bett ausgestreckt, über das dieser Ganove Belville seinen fürchterlichen Schlag geführt hatte. Der Koffer lag auf dem Boden, aber sein niederträchtiger Besitzer war verschwunden.
»Ist er weg?«, war meine erste schwache Frage.
»Gott sei Dank du jedenfalls nicht!«, antwortete Raffles mit etwas, das mir damals als reine Leichtfertigkeit erschien. Ich schaffte es, mich auf einen Ellbogen zu stützen.
»Ich meinte Lord Ernest Belville«, sagte ich mit Würde. »Bist du ganz sicher, dass er über alle Berge ist?«
Raffles winkte mit der Hand in Richtung des Fensters, das weit offen zu den Sommersternen stand.
Ein Freund und Mitstreiter ist von uns gegangen
Ein Freund und Mitstreiter ist von uns gegangen
Torsten Low war nicht nur ein leidenschaftlicher Verleger, sondern vor allem ein zutiefst geschätzter Freund, eine tragende Säule der deutschen Phantastik-Szene und darüber hinaus. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen ist.
Mit seinem Verlag hat er über Jahre hinweg bewiesen, dass Phantastik – ob Fantasy, Science-Fiction oder Horror – weit mehr ist als nur Unterhaltung. Torsten brannte für die Geschichten, die er verlegte, und vor allem für die Menschen, die sie schrieben.
Er war kein Verleger, der sich hinter Verträgen und Zahlen versteckte. Man fand ihn dort, wo das Herz der Szene schlug: auf Messen, Conventions und Lesungen. Für unzählige Autorinnen und Autoren war er der erste große Förderer, ein geduldiger Mentor und ein verlässlicher Partner auf Augenhöhe. Mit unermüdlichem Engagement, Herzblut und einem unverkennbaren Gespür für verborgene Talente hat er die deutschsprachige Phantastik Weiterlesen


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