Archiv

Professor Zamorra Band 1200 – Tanz des Satyrs

Thilo Schwichtenberg
Professor Zamorra Band 1200
Tanz des Satyrs

Horror/Mystery, Heftroman, Bastei Lübbe AG, Köln, 26. Mai 2020, 68 Seiten, 1,90 Euro, Covermotiv: Néstor Taylor/Bassols
Extras: Miniposter des Titelbilds, Wer ist wer bei Professor Zamorra, 6 Seiten Mystery Times mit Interview und Gewinnspiel

Seltsames geht in den Weinbergen am Château Montagne und im Park hinter dem Schloss vor. Die Pflanzen scheinen von einer seltsamen Krankheit befallen zu sein.
Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 79

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

93. Die weiße Riesenfrau zu Kortryk

Zu Kortryk wohnte ein Gerber, das war ein gar wollüstiger Mensch und der konnte trinken trotz dem besten Schulmeister. Eines Tages kam er nachts zwischen zwölf und eins aus der Schenke und wollte nach Hause gehen. Auf dem Weg hörte er plötzlich Tritte hinter sich und als er sich umsah, bemerkte er eine weiß gekleidete Frau, die in einiger Entfernung hinter ihm kam. Da dachte er, er wolle die Frau mit sich nehmen und ihre Gunst genießen, und ging langsamer, damit sie ihn bald einholen könne. Dabei sah er sich öfters um, ob sie noch nicht bei ihm Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Awaschank

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Awaschank

ine faulere und hässlichere Jungfrau als Awaschank gab es sicherlich nicht auf der ganzen Erde. Sie schielte mit beiden Augen und ihre Nase war so lang und dünn, dass sie wie ein in das Gesicht gesteckter Stock aussah. Ihre Zähne standen weit aus dem schief geschnittenen Mund hervor und ihre Ohren waren so lang, dass sie ihr bis auf die Schultern hingen. Ihre Arme waren nichts als fleischlose Knochen und ihre Beine waren so krumm wie ein straff gespannter Bogen. Wo sie sich nur sehen ließ, wurde sie ausgelacht und verhöhnt. Aber eine Eigenschaft hatte sie, in der ihr niemand gleichkam: Sie konnte außerordentlich schön singen.

Oft saß sie tagelang auf ihrem Lieblingsplatz, einem kleinen Hügel im Wald, und sang. Ihre liebliche Stimme hallte so Weiterlesen →

Die Hexen von Forres – Kapitel 11

Die Hexen von Forres
Oder: Der unglückliche König Stuart Robert III. und seine Söhne
Eine wahre Schauergeschichte aus alter Zeit
Elftes Kapitel

Der Königsmord und seine Rache

Im Taumel der festlichen Freuden zu Perth vergaß man alsbald die drohenden Worte der Hexe am Fluss Earn und gab sich mit ganzer Seele allen Lustbarkeiten hin. Der König selbst legte diese Zeit hindurch alle ernste Beschäftigung beiseite und verlegte sich ganz und gar auf unterhaltende Spiele.

Besonders machte es ihm Vergnügen, im großen Klosterhof zu seiner Erholung nach dem Essen Ball zu schlagen. Weiterlesen →

Allerhand Geister – Zum schönen Brunnen – Teil 1

Allerhand Geister
Geschichten von Edmund Hoefer
Stuttgart. Verlag der I. G. Cotta’schen Buchhandlung. 1876

Zum schönen Brunnen
Eine Kneip- und Spukgeschichte

1.
Ein alter Gast

Zwar Nürnberg heißt die Stadt nicht, in welche wir unsere Leser führen; vielmehr ist es ein kleiner, sehr bescheidener und wenig bekannter Ort, der in einem Winkel des Landes, zwischen dunkeln Waldbergen fast Weiterlesen →