Archiv

Deutsche Märchen und Sagen 92

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

114. Das Schloss von Vinderhouthem

Einer der Herren von Vinderhouthem hatte keine Kinder. Da wandte er sich nach langem und vergeblichem Hoffen und Harren endlich an die heilige Mutter Anna und gelobte, falls er Kinder bekäme, dieselben bis zum siebenten Jahr in Ordenskleider zu kleiden, die Knaben als Minderbrüder, die Mädchen als Nonnen und außerdem der Heiligen auch noch eine Kapelle zu bauen. Bald darauf war die Gräfin gesegneten Leibes und sie schenkte ihm einen Sohn und eine Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Der Himmel der Delawaren

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Der Himmel der Delawaren

ie Delawaren, welche die Stammväter aller anderen Nationen sind, glauben, dass sich hinter dem Himmel die Wohnung der Geister befände und der Weg dahin über einen schrecklichen Felsen, auf welchem sich das Firma­ment mit donnerähnlichem Getöse hin und her bewege, führe. Aber wie wissen sie das, werdet ihr fragen. Ich will es euch sagen.

Einst waren in dem Stamm der Unami oder Schildkröten, der mächtigsten Familie der Delawaren, zwei brave Krieger, die nichts mehr fürchteten als Verachtung und Schande. Der eine davon liebte ein schönes Mädchen desselben Stammes und wurde von ihr wieder geliebt. Diese äußerte eines Tages den Weiterlesen →

Geister-Schocker – Folge 34

Geister-Schocker – Folge 34
Der Fluch von Alcatraz
Nach einer Ideevon Frederic Sinclair

Hörspiel, Grusel, Romantruhe, Kerpen-Türnich, 02.11.2012, Audio-CD, ca. 50 Minuten, 6,99 EUR, ISBN: 9783864730337

Buch: Markus Auge
Produktion und Regie: Markus Auge, Simeon Hrissomallis
Sounddesign und End-Mix: Tom Steinbrecher
Illustration: Ugurcan Yüce
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 74

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Lichtermann

In der Adventszeit sieht man viele Heerwische fliegen, die nennt man auch feurige Männer, oder sagt von ihnen allen: »Der Lichtermann geht um.« Das sind die Geister von Menschen, welche ungerechterweise bei nächtlicher Weile die Grenzsteine verrückt haben. Wenn man einen Irrwisch fliegen sieht, ruft man ihm den Spottreim zu:

Irrwisch, bernst (brennst) wie Hawwerstroh,
komm und leucht mir aach e so.
Wenn du mich kräist vor der Tür,
darfst, du mir geben ein Tritt hinne für.

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Die Riffpiraten – Kapitel 19

Heinrich Klaenfoth
Die Riffpiraten
Verlag Albert Jaceo, Berlin, um 1851

Kapitel 19

Der Seelenhandel

Nach Verlauf von einigen Tagen wurden wir, die Negerin und ich, in das Zimmer des Inspektors beschieden. Wir traten in dasselbe mit klopfenden Herzen ein, wo wir eine dicke Frau mit dem Inspektor der Anstalt in lebhaftem Gespräch begriffen fanden.

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