Ein Ostseepirat Band 1 – Das Herzensgeheimnis
Marshal Crown – Band 47
Es war kurz vor Mittag, als ein Mann mit tief in die Stirn gezogenem Hut die Schalterhalle der City-Bank von Amarillo betrat. Außer dem Kassierer und einem älteren, grauhaarigen Kunden war um diese Zeit deshalb niemand mehr in der Bank.
Der Mann, der die typische Tracht eines Weidereiters trug, blickte sich einen Moment lang um und ging dann mit federnden Schritten auf den vergitterten Kassenschalter zu, wo Bob Wellingham, der Kassierer der City-Bank, gerade einen missmutigen Blick auf seine silberne Taschenuhr warf.
Es gab nichts, was Wellingham mehr hasste als Leute, die eine Minute vor Schalterschluss noch die Bank betraten, und erst recht hasste er es, wenn es sich dabei auch noch um einen Fremden handelte. Solcherlei Weiterlesen
Otto III. lässt sich die Gruft Karl des Großen öffnen (1000)
Otto III. lässt sich die Gruft Karl des Großen öffnen (1000)
Nachdem das von der fränkischen Monarchie durch den Vertrag zu Verdun losgerissene Frankenreich nach der Absetzung Karl des Dicken im Jahr 887 ein Wahlreich, als für sich bestehend geworden ist, gelangte es durch die Tüchtigkeit seiner Regenten bald zu einer überwiegenden Größe in dem europäischen Völkerverband und trug als Preis seiner Macht die Kaiserkrone davon, welche eigentlich nur den Franken bestimmt war.
Nach dem Tode Konrads von Franken, dem ersten Wahlkönig, gelangte das sächsische Haus durch die Wahl der Fürsten auf den Kaiserthron, und Heinrich I., beigenannt der Vogelsteller, war aus demselben der erste und auch würdige Regent.
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Gespensternovellen 3
Vilhelm Bergsøe
Gespensternovellen
Aus dem Dänischen übersetzt von Adolf Strothmann
Autorisierte Ausgabe, Verlag Otto Janke, Berlin 1873
Der geraubte Arm – Teil 1
Es war Weihnachtsabend. Draußen auf den Feldern lag der Schnee dick und dicht in sanften Wellenlinien über der Erde. Er hing wie ein Silbertuch auf den schwarzen Dornhecken, von welchen dann und wann ein aus seiner Nachtruhe emporgescheuchter Vogel aufflog; emporgescheucht durch das Schellengeläut eines Schlittens, der sich in rascher Fahrt dem Pfarrhaus näherte, dessen Fenster am Ende der Dorfstraße blinkten.
Der Detektiv – Schattenbilder – Teil 4
Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Schattenbilder
Teil 4
»Noch einen Augenblick Palperlon!« Harsts Stimme war ruhig und klar wie bisher. »Ich möchte Sie warnen. Dieser ganze Häuserblock ist von der Kriminalpolizei umstellt. Keine Maus entschlüpft von hier. Es handelt sich für meinen Freund Bechert nicht lediglich um das Verschwinden meiner Mutter, sondern auch um den Mord an Miss Edith Shangarol. Ah, Sie zucken nun doch zusammen. Und Ihr Kumpane da machte eine Bewegung, als wollte er nach dem Zuluspeer greifen und mir die Kehle schleunigst durchstoßen. Diese Anzeichen eines schlechten Gewissens Weiterlesen




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