Archiv

Die Sternkammer – Band 4 – Kapitel 4

William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 4
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854

Viertes Kapitel

Das alte Fleetgefängnis

Es wird ein Gefängnis erwähnt, welches schon unter der Regierung Richard des Ersten in der Nähe der Fleetbrücke stand, und dies war einer der ersten Kerker in London, da die ersten Oberaufseher derselben, deren Namen erwähnt werden, Nathanael de Leveland und sein Sohn Robert, im Jahr 1198 die eine Taxe von sechzig Mark für Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 124

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

163. Apfel bricht den Zauber

Zwei Leutchen in Kortryk hatten ein wunderschönes Kind. Eines Abends spät saß die Mutter noch bei der Wiege, als sie auf einmal – kloff, kloff, kloff –  jemand mit Holzschuhen durch die stille Straße laufen hörte. An ihrem Haus hielt er an. Zu gleicher Zeit tat das Kind einen lauten Schrei und wand sich in der Wiege. Als die Mutter zusah, hatte es hinten und vorne einen Buckel. Kloff, kloff, kloff scholl es wieder von der Straße und der Jemand lief weg. Die Frau war in Angst und Not und lief überall hin, zu allen Doktoren, aber keiner konnte dem Kind helfen. Es war Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Die Seeschlange und die Steinriesen

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Die Seeschlange und die Steinriesen

ls die fliegenden Köpfe verschwunden waren, erschien eine neue Plage in Gestalt einer großen Seeschlange, die sich zwischen die Dörfer legte und so den Verkehr der Stämme miteinander behinderte. Wo sie sich nur sehen ließ, richtete sie großes Unheil an. Während die Irokesen beratschlagten, wie sie diesen schrecklichen Feind am sichersten aus dem Wege räumten, erschien auf einmal ein noch viel schrecklicherer Feind auf dem Schauplatz, nämlich die sogenannten Steinriesen. Diese waren groß, stark und so tapfer, dass jeder Widerstand vergeblich war. Auch waren sie Kannibalen und aßen alle Männer, Frauen und Kinder auf, deren sie nur habhaft werden konnten.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 104

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Kröten verwandelt

Im Oberwald sind viele Orte, wo man Gold und Silber finden könnte unter der Erde. Auch ist schon dick danach gesucht worden. Drei Männer in Michelbach kannten solch eine Stelle, wo ein Schatz geblüht hatte, und beschlossen, denselben zu heben. Weil aber einer von ihnen , ein armer Flickschuster, eine dringende Abhaltung hatte, so gingen die zwei anderen allein hinauf. Doch statt Geld zu finden, krochen an dem Platz viele scheußliche Kröten umher, eine dicker und glotzäugiger als die andere. Ihr Ärger war nicht gering, zudem sie noch Säcke Weiterlesen →

Ein Ostseepirat Band 1 – Der Lotse

Carl Schmeling
Ein Ostseepirat
Historischer Roman
Erster Band

XXVIII. Der Lotse

Ein Schlag auf der Stelle, wo ein früherer getroffen , erneuert zwar den ersten Schmerz, vermehrt ihn auch wohl, aber er hebt die Erinnerung an den ersten wie seine alleinige Wirkung einigermaßen auf, und dies empfand auch der Major, als er sich der Kommission des Gouvernements entzogen hatte.

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