Archiv

Aus dem Wigwam – Verwandlungen

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Zwanzig Sagen
Mitgeteilt von Kah-ge-ga-gah-bowh

Verwandlungen

m Detroit River befinden sich mehrere kleine Inseln, die von den Indianern nur während des Winters besucht werden. Dort fangen die Indianer Waschbären, von denen es eine Unzahl gibt. Im Frühjahr betritt jedoch kein Indianer jene Inseln, da sie von Schlangen wimmeln. Die Schlangen aber sind verwandelte Waschbären, woher sich auch ihre große Menge erklärt.

Im Winter, wenn die Schlangen nicht gut leben können, nehmen sie wieder die Gestalt der Waschbären an.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 113

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Auf der Walkmühle bei Lauter

schnitten einmal bei den dortigen reichen Müllersleuten Arbeiter aus dem Vogelsberg die Sommerfrucht. Über dem Rat, den sie miteinander führten, beachteten sie es nicht sonderlich, dass ein ganz artlicher schwarzer Vogel, so groß wie eine Sprieme (Star) währenddessen vor ihnen auf und ab hüpfte und alle Tage da war, als ob er auch dazu gehörte. Nach etlichen Tagen aber schändete (schalt) sie die Frau rechtschaffen aus, wenn sie abends heimkamen, dass sie garstige Leute wären, nicht zufrieden mit der Kost, die sie bekämen, und sie darüber zurecht Weiterlesen →

Ein Ostseepirat Band 2 – Kapitel 5

Carl Schmeling
Ein Ostseepirat
Historischer Roman
Zweiter Band

V. Unter Møns Klint

Zu den dänischen Inseln gehört auch die Insel Møn.

Møn gleicht einem Mondviertel in der Gestalt oder, wenn man will, einer Sichel. Diese Küsten umschließen daher einen Meeresbusen, welcher sich von Südost in das Land schiebt.

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Des Teufels Abenteuer in München im Sommer 1876 – I

Des Teufels Ankunft

In der Frauenkirche zu München befindet sich die Spur eines Fußes, die nach der Sage der Teufel eingedrückt hat. Setzt man in diese Spur seinen eigenen Fuß, so sieht man in der ganzen Kirche kein Fenster, was offenbar Teufelsspuk ist.

Jüngst wurde es nun in der Hölle recht langweilig. Es kam keine Seele, die einiges Interesse erregt und den Teufeln Unterhaltung geboten hätte. Nicht einmal Abdul Aziz, auf den sich besonders das weibliche Geschlecht freute, sollte der Hölle zufallen, denn Mohamed, der Prophet, erwischte ihn gerade noch rechtzeitig, um ihn des Teufels Klauen zu entreißen.

Da fasste der Oberste der Teufel, auch Luzifer genannt, den Beschluss, sich einmal etwas auf der Erde Weiterlesen →

Das Buch vom Rübezahl – Teil 2

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

2. Wie Rübezahl mit den Wurzelgräbern verfährt

I

Es war einmal ein Wurzelmann, der allezeit Kräuter und Wurzeln in die Apotheken trug. Dieser Mann wusste den Weg zu Rübezahls Garten, der in einem tiefen Grund liegt, welcher der Teufelsgrund heißt.

Dort hat der Berggeist seine absonderlich schönen Kräuter und Wurzeln, aber kein Mensch bekommt sie, Weiterlesen →