Hexengeschichten – Furia infernalis – Kapitel 2
Ludwig Bechstein
Hexengeschichten
Halle, C. E. Pfeffer. 1854
Furia infernalis
Kapitel 2
Die einförmigen Tage, die im Schloss zu Krementschuk nach dem Scheiden des einzigen Sohnes vom Haus kamen und gingen, wurden, als schon der Winter nahte, von einem Ereignis unterbrochen, das in mancher Brust den stillen Frieden störte.
Agaphonika hielt eine Anzahl Lieblingstauben und war gewohnt, sie selbst zu füttern. Galten nun ohnehin in jenem Weiterlesen
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 34. Blatt
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871
Eulenspiegels Schalkheit an den Schneidergesellen zu Hamburg
a sich Eulenspiegel jetzt von Berlin entfernt hatte, reiste er nach Hamburg, wo er sich ungefähr vierzehn Tage aufhielt. Seiner Herberge gegenüber wohnte ein Schneidermeister, welcher drei Gesellen vor den Fenstern auf dem Laden sitzen hatte. Zu der Zeit war es Mode, dass die Schneider sich bei gutem Wetter vor die Fenster auf eine dazu eingerichtete Werkstätte setzten, die man einen Laden nannte, welcher von vier Pfosten getragen wurde. Hier, dachte Eulenspiegel, musst du einen Spaß machen. Zuerst neckte er die Gesellen, diese waren aber um Antworten niemals verlegen und hatten ihn wieder derb zum Besten. Dies verdross ihn, und er erdachte einen plumpen Schelmenstreich, wodurch die Schneidergesellen von vielen Leuten ausgelacht würden. Das Haus stand nämlich an Weiterlesen
Die drei Musketiere 08
Alexander Dumas d. Ä.
Die drei Musketiere
1. bis 3. Bändchen
Historischer Roman, aus dem Französischen von August Zoller, Stuttgart 1844, überarbeitet nach der neuen deutschen Rechtschreibung
VIII.
Eine Hofintrige
Die vierzig Pistolen von König Ludwig XIII. nahmen, wie alle Dinge dieser Welt, nachdem sie einen Anfang gehabt hatten, auch ein Ende, und seit diesem Ende waren unsere vier Gefährten in eine Klemme geraten. Einige Zeit Weiterlesen
Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel IV, Teil 3
Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.
Kapitel IV, Teil 3
Werfen wir zuerst unsere Blicke auf Sparta und Athen, diese so hoch gerühmten Freistaaten des alten Griechenlands. Waren sie nicht der Sitz der schmachvollsten, die Menschheit entehrendsten Sklaverei? Wurden hier nicht die Menschen wie die Schweine, Rinder, Kälber und anderes Vieh verhandelt und oft noch schlimmer behandelt? Namentlich die unglücklichen Heloten. Waren ihre Schicksale, ihre gesunden Gliedmaßen, ja ihr Leben nicht in den Händen eines jeden, der so viel Obolen besaß, ein so unglückliches Geschöpf kaufen zu können, und Weiterlesen
Sammlung bergmännischer Sagen Teil 30
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
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