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Die Geheimnisse Londons – Band 1- Prolog

George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Prolog

Zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert zog sich die Zivilisation aus Ägypten und Syrien zurück, ruhte sich eine Weile in Konstantinopel aus und übertrug dann ihre Herrschaft auf die westlichen Gebiete Europas.

Seit dieser Zeit sind diese Gegenden das große Laboratorium, in dem die Zivilisation jede Kunst und jede Wissenschaft verfeinert und ihren Segen über die ganze Erde verbreitet hat. Sie lehrte den Handel und ermöglichte es einer Handvoll disziplinierter Krieger, die mächtigen Heere orientalischer Fürsten zu unterwerfen. Ihre wagemutigen Söhne stellten ihre Fahnen inmitten des ewigen Eises der Pole auf. Sie hat die Urwälder Amerikas abgeholzt, den Handel ins Innere Afrikas getragen und mithilfe der Dampfkraft Zeit und Entfernung vernichtet. Nun überlegt sie, wie sie sich einen Weg durch Suez und Panama bahnen kann.

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Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 1 – Kapitel 2

Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 1
Einem schrecklichen Tod entkommen
Kapitel 2
Ein rätselhafter Mord

Tu Tsjings letzte Antwort schlug ein wie ein Blitz.

Es herrschte einige Augenblicke lang bedrückende Stille, dann überschütteten alle den berühmten Detektiv mit Fragen. Jeder wollte seine Meinung zu dem rätselhaften Gerät hören und erfahren, wie er den Russen entlarven wollte. Doch Harry Dickson wich lächelnd aus. Zusammen mit den anderen Gästen ließ er sich von der Gräfin in den Raum führen, in dem das Abendessen serviert wurde.

Die Diskussionen darüber, wie die Antworten zustande gekommen sein könnten, waren so lebhaft, dass weder der Besitzer noch Weiterlesen

Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 3 – Der rote Messias – 1. Teil

Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 3
Der rote Messias
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901

Kapitel 1
Das Indianerterritorium

In der Einleitung des ersten Heftes wurde gesagt, dass Richard seine Erlebnisse im Traum als Geschichte für seine jungen Freunde niederschreibt. Eine solche Erzählung liegt hier vor. Bevor wir jedoch mit dieser beginnen, wollen wir zunächst sehen, wie es mit den heutigen Indianern aussieht, unter denen die Geschichte spielt.

Im Jahr 1825 wurde im Kongress in Washington beschlossen, dem indianischen Raubwesen ein Ende zu machen. Denjenigen Weiterlesen

Der lustige Kirmesbruder – Teil 8

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Der lustige Kirmesbruder
welcher durch listige Ränke auf den Kirmessen die Bauern und andere Personen unterhalten und vergnügt gemacht hat

Siebente Kirmes

Wie der lustige Kirmesbruder verschiedene Wetten abschließt und gewinnt

Je mehr Kirmesfeste ich besuchte, desto bekannter wurde ich. Das war auch der Grund, weshalb ich an verschiedene Orte eingeladen wurde, um den Gästen mit meinen kurzweiligen Scherzen die Zeit zu vertreiben. In dieser Absicht nahm man mich einstmals auch mit nach Wetzelfeld zu einem sehr reichen Bauern, der uns aufs Herrlichste bewirtete. Bei dieser Kirmes suchte man sich vornehmlich mit Wetten zu belustigen. So wettete ich zuerst um einen halben Gulden, dass David Springer, wenn er unter den Tisch kriechen würde, drei Schläge, die ich mit der Hand auf den Tisch tun wollte, nicht aushalten könnte.

David Springer, der sich viel zutraute, machte sich daran, die Wette ganz sicher zu gewinnen, und begab sich deshalb unter den Weiterlesen

Das Buch vom Rübezahl – Teil 29

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

29. Wie Rübezahl sein Testament macht

Zu einer Zeit, in der in einem benachbarten Städtchen Jahrmarkt war, bekam Rübezahl Lust, einen Krämer zu spielen. Er fuhr mit seinem Kasten, wie die anderen Krämer, auf einem Schubkarren zum Markt. Bei seiner Ankunft ging er gleich in ein Wirtshaus und bat den Wirt um ein eigenes Kämmerlein, damit seine Habe sicher sei. Nachdem er zwei Tage im Wirtshaus verbracht hatte, stellte sich Rübezahl plötzlich krank, ließ den Wirt und die Wirtin zu sich kommen, gab ihnen den Schlüssel zu seinem Kasten und gestattete ihnen, die Sachen, die darin lagen, zu betrachten. Zu ihrer großen Verwunderung sahen sie eine Menge Gold und Silber, Schaustücke, Löffel und Becher sowie prächtige seidene Stoffe.

Als Rübezahl sah, dass ihnen diese Kostbarkeiten so gut gefielen, sagte er: »Ich spüre deutlich, dass ich es hier nicht mehr lange Weiterlesen