Stephen King – Kein Zurück
Roman, Hardcover, Heyne Verlag, München, Juni 2025, 640 Seiten, 28 Euro, ISBN: 9783453274341. Ebenfalls als E-Book (21,99 Euro) sowie als ungekürztes Hörbuch als Download (27,95 Euro) oder auf 3 CDs (mp3, 28 Euro) erhältlich. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Dr. Bernhard Kleinschmidt
Es sind Aufgaben, die sie nicht so richtig reizen, aber die ein wenig Geld einbringen: Die Privatermittlerin Holly Gibney hat sich mit ihrem Detektivbüro namens Finders Keepers vor einer Weile selbstständig gemacht, jagt hier und da einmal Kautionsflüchtigen nach und findet Verlorenes wieder auf. Dabei hilft ihr als Mensch mit einer Autismus-Spektrums-Störung ein scharfer und logischer Verstand, der oft Verbindungen herstellt, wo andere sie nicht erkennen können. Deshalb – und weil sie in der Vergangenheit diese Fähigkeiten bereits mehrmals unter Beweis gestellt hat – greift man auch bei der Polizei von Buckeye City ab und zu auf sie zurück: inoffiziell beratend, sozusagen.
Mörder und Gespenster – Band 1 – 4. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Werwolf
Kapitel 4
Nach langer Zeit – es mochten einige Stunden vergangen sein – sank Simon, der Werwolf, erschöpft auf einen Steinhaufen. Die fieberhafte Aufregung, die ihn so plötzlich ergriffen hatte, war verflogen und hatte eine Erschöpfung zur Folge. Da lag nun das entsetzliche Gespenst am Weg, doch niemand war da, der sich vor ihm fürchten wollte. Selbst war es so hilfsbedürftig, von Hunger und inneren Schmerzen gefoltert. Er wollte sich an der Menschheit rächen, die ihn verstoßen und mit dem Bannfluch belegt hatte. In diesem Augenblick hätte ihm sein ärgster Feind entgegenkommen können, ohne dass er ihm etwas zugefügt hätte. Anstelle von Hass gegenüber anderen fühlte er Mitleid und Bedauern mit sich selbst. Stille Wehmut war in sein Herz Weiterlesen
Frank Reade Library – Eine Einführung Teil 3
Frank Reade Library
Eine Einführung
Teil 3
Im Rahmen der Diskussion über die Frank-Reade-Geschichten wird für gewöhnlich auf die Figur des Frank Reade Jr. Bezug genommen, während die Darstellung des Frank Reade Sr. in der Regel eine untergeordnete Rolle einnimmt. Letzterer ist im Vergleich zu seinem Sohn als weniger signifikant einzustufen und hat sich in der Regel darauf beschränkt, für Tousey einen Seriennamen zu etablieren und einen berühmteren Namensvetter hervorzubringen.
Im Jahr 1879 wurde die Frank-Reade-Serie von Senarens übernommen, woraufhin eine Vielzahl an Änderungen in der Struktur der Geschichten vorgenommen wurden. Die vorgenommenen Änderungen könnten darauf abzielen, potenzielle Probleme mit Enton zu antizipieren, der ein Anspruch auf Eigentum erheben könnte. Es besteht die Möglichkeit, dass sie sich aus einer Neubewertung der Marktwünsche ergaben oder schlichtweg ungeplante Zufallsprodukte waren.
Deutsche Märchen und Sagen 199
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
276. Bischof Wulfhelm
Kaiser Ludwig II., auch der Deutsche genannt, verirrte sich eines Tages bei der Jagd und kam spät abends in den Ort Katzenhausen. Dort kehrte er in der Wohnung des Pfarrers ein. Der Pfarrer war ein schlichter, armer Mann, aber von gutem Herzen. Er empfing den Kaiser freundlich und liebevoll und ließ ihn in seinem eigenen Bett schlafen. Er hatte nur dieses eine, doch das machte ihm nichts aus: »Ich schlafe ebenso gut auf meinem Strohsack«, sprach er. Auch kochte er ihm einen guten Brei. Am anderen Morgen brachte er ihm nach der Messe Brot und Butter und einen Becher frisches, klares Wasser.
Als der Kaiser nun wieder aufbrechen wollte, sprach er zu dem Pfarrer: »Sagt mir, Herr, welchen Dienst ich Euch erweisen kann; Ihr habt mir so viel Liebes erwiesen.«
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Die Virginier Erster Band – 11. Kapitel
William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
11. Kapitel
In welchem sich die beiden Georges zum Blutvergießen rüsten
Der Oberst weilte in einer Kammer der Schenke und war mit trüben Vorbereitungen für das bevorstehende Treffen beschäftigt. Sein Gegner im anderen Zimmer dachte ebenfalls daran, seine letztwilligen Verfügungen zu treffen, und diktierte einem gehorsamen Bruder und Sekretär einen hochtrabenden Brief an seine Mutter, von der er in diesem Schreiben feierlich Abschied nahm. Sie würde, so glaubte er, den Plan, den sie im Auge hatte, nach dem Ereignis dieses Morgens kaum weiterverfolgen, wenn er fallen sollte, was wahrscheinlich war.

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