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Im Original William Makepeace Thackeray

Die Virginier – Erster Band – 16. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
16. Kapitel
In welchem Gumbo seine Geschicklichkeit mit der alten englischen Waffe beweist

Da unser junger Virginier diese Geldbeträge von seinem Vetter und dem Schlossprediger gewonnen hatte, war er ehrenwörtlich verpflichtet, ihnen eine Gelegenheit zu geben, ihr Geld zurückzugewinnen; und ich fürchte, seine Mama und andere strenggesinnte Moralisten hätten seinen Lebenswandel kaum gebilligt. Er spielt viel zu viel Karten. Neben dem täglichen Whist oder Quadrille mit den Damen, das bald nach dem Mittagessen um drei Uhr begann und bis zum Abendessen dauerte, gab es Spiele, bei denen ganz erhebliche Summen gewonnen oder verloren wurden und an denen alle Herren, einschließlich Mylord, teilnahmen. Seit ihrem Sonntagsgespräch war Sein Lordship mit seinem Verwandten leutseliger und vertraulicher als zuvor, wettete ganz umgänglich mit ihm und verwickelte ihn in Partien von Backgammon und Piquet. Mr. William und der Schlossprediger schätzten ein kleines Hasardspiel; Weiterlesen →

Die Virginier – Erster Band – 15. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
15. Kapitel

Ein Sonntag in Castlewood

Der zweite Tag nach Harrys Ankunft in Castlewood war ein Sonntag. Die zum Schloss gehörende Kapelle war gleichzeitig die Dorfkirche. Eine Tür vom Haus aus führte zu einem großen Prunkgestühl, welches die Familie einnahm, und hier nahmen sie nach gegebener Zeit alle der Reihe nach ihre Plätze ein, während eine recht zahlreiche Gemeinde aus dem Dorf die Bänke darunter füllte. Einige wenige alte, staubige Banner hingen vom Kirchendach, und Harry fand Gefallen an der Vorstellung, dass sie von Gefolgsleuten seiner Familie in den Kriegen des Commonwealth getragen worden waren, an denen seine Vorfahren, wie er wohl wusste, einen loyalen und glanzvollen Anteil genommen hatten.

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Die Virginier – Erster Band – 14. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
14. Kapitel

Harry in England

Als der berühmte trojanische Wanderer der Königin Dido seine Flucht und Abenteuer schilderte, zeigte Ihre Majestät, wie wir lesen, größtes Interesse an dem faszinierenden Geschichtenerzähler, der so beredt von seinen Gefahren berichtete. Es folgte eine Geschichte, die rührender war als alle vorangegangenen Ereignisse im Leben des frommen Äneas, und die arme Prinzessin hatte Grund, den Tag zu bereuen, an dem sie jenem glatten und gefährlichen Redner gelauscht hatte.

Harry Warrington besaß nicht die Redegewalt des frommen Äneas, und seine betagte Tante war, wie wir vermuten dürfen, keineswegs Weiterlesen →

Die Virginier – Erster Band – 13. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
13. Kapitel

Vergebliche Suche

Je weiter Harry Warrington nach Pennsylvania vorrückte, desto größer wurden die Berichte über die britische Katastrophe und desto mehr bestätigten sie sich. Diese beiden berühmten Regimenter, die in den schottischen und kontinentalen Kriegen gekämpft hatten, waren vor einem fast unsichtbaren Feind geflohen. Ihre gepriesene Disziplin und Tapferkeit hatten ihnen nichts genützt, als sie sich einer Bande von Wilden und ein paar französischen Infanteristen stellen mussten. Der unglückliche Befehlshaber der Expedition hatte äußerste Tapferkeit und Entschlossenheit gezeigt. Viermal war sein Pferd unter ihm erschossen worden. Zweimal war er verwundet worden, das letzte Mal tödlich, was drei Tage nach der Schlacht sein Leben beendete. Mehr als einer von Harrys Informanten hatte Weiterlesen →

Die Virginier – Erster Band – 12. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
12. Kapitel

Nachrichten aus dem Felde

Wir müssen uns vorstellen, dass der Abschied zwischen den Brüdern vorüber ist, dass George seine Stellung in Mr. Braddocks Gefolge eingenommen hat und Harry nach Castlewood und zu seiner Pflicht heimgekehrt ist. Sein Herz weilt bei der Armee, und seine Beschäftigungen zu Hause bedeuten dem Jungen keine Freude. Er muss sich eingestehen, wie lief enttäuscht er sich fühlt bei der Verpflichtung, unter dem stillen, heimischen Dach auszuharren, wo es ihm trau­riger denn je scheint, seit George fort ist. Harry geht an eines Bruders leerem Zimmer nur abgewandten Blickes vorbei; er sitzt auf Georges Platz oben am Tisch und seufzt, wenn er aus seinem silbernen Becher trinkt. Madame Warington bringt jeden Tag standhaft die Gesundheit des Königs aus; und am Sonntag, wenn Weiterlesen →