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Sagen der mittleren Werra 5

Sagen-der-mittleren-Werra

Der Geisterspuk auf der Maienluft bei Wasungen

In einer Sommernacht schritten einstmals drei Mäher aus Wasungen den steilen Schlossberg hinauf, um jenseits desselben im Bremgrund recht frühzeitig an die Arbeit zu gehen. Als sie in der Nähe der vor dem alten Grafenschloss Maienluft gelegenen Pächterwohnung angekommen waren, bemerkten sie zu ihrem Erstaunen, dass die Wohnstube desselben ganz ungewöhnlich hell Weiterlesen →

Im Gespräch mit Olaf Brill über WEGA 5: Die Mission des Wurms

Alexandra Trinley: Du hast Band 5 sehr schnell nach Band 3 geschrieben. Würdest du das wieder so machen?

Olaf Brill: Jederzeit. Die schnelle Abfolge der beiden Romanaufträge war kein Problem. Ich habe einfach zwei Tage Pause gemacht und bin dann wieder frisch ans Werk gegangen, wie jeder andere, der am Montag eine neue Arbeitswoche beginnt.

Ich hatte auch nicht den Eindruck, ich würde einen großen Roman »durchschreiben«: Band 3 und Band 5 waren zwei klar unterschiedene Werke, die jeweils eine andere Struktur, Funktion innerhalb der Serie und inhaltliche Ausrichtung haben. Diese beiden Bände sind also auch kein »Doppelband«. Eher bilden Ben Calvin Harys Band 2 und mein Dreier eine Einheit, sowie mein Fünfer und Dietmar Schmidts Band 6.

Ich habe jetzt zehn Miniserien-Romane geschrieben, die letzten beiden in knapp zweieinhalb Monaten. Das war ein Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Wawanosch und seine Tochter

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Wawanosch und seine Tochter

or vielen Jahren lebte am Ufer des Superiorsees ein Tschippewä-Krieger, namens Wawanosch. Er stammte aus einer sehr berühmten Familie und hatte sich auch selber durch kühne Taten seinen Vorfahren würdig gezeigt.

Wawanosch war ein großer, stattlicher Mann, wegen seiner Stärke und Kriegstüchtigkeit allgemein bekannt und geehrt, weshalb man ihm auch gern in den Ratsversammlungen das erste Wort ließ.

Er hatte eine einzige Tochter, ein schönes Mädchen von achtzehn Som­mern, das von einem jungen Mann zur Ehe begehrt wurde.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 99

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Schlosshund zu Habertshausen

Es war in der seligen Adventszeit, als vorlängst einmal ein Maulbacher Mann aus Ober-Gleen, wo er seinen Gevattersleuten geschlachtet hatte, heimkehren wollte.

Mitternacht hatte es noch nicht gehürnt, und er ging also ganz getürst (mutig) in der mondhellen Nacht seinen einsamen Weg durch den wohlbekannten Wald. Dabei kam er denn auf die sogenannte Husaren-Heeg, wo nach der Aussage vieler ehedem das Dorf Habertshausen gelegen hatte, von dem aber nichts mehr übrig ist. Da stand Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Die drei Preiselbeeren

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Die drei Preiselbeeren

rei Preiselbeeren wohnten zusammen in einer Hütte. Die eine war grün, die andere weiß und die dritte rot. Sie waren Geschwister. Es lag Schnee, und da die Männer alle ausgegangen waren, fürchteten sie sich. Die eine sagte: »Was sollen wir tun, wenn der Wolf kommt?«

»Ich«, erwiderte die grüne, »werde die Pechtanne hinaufklettern.«

»Und ich«, sagte die weiße, »werde mich in dem Kessel mit Maisbrei verkriechen.«

»Ich«, sagte die rote, »werde mich unter dem Schnee verstecken.«
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