Hessische Sagen 3
Der wilde Jäger
Mit erschrecklichem Lärm zog vor Zeiten vom Vogelsberg her der wilde Jäger durch das Tal der Nidda in Richtung der Berge. Da kam jedes Mal aus dem Turm in der alten Burgmauer zu Staden, auf der Seite nach dem Wingertsberg zu, eine lange, lange Weiterlesen
Das Kindleinwiegen
Das Kindleinwiegen – der älteste Weihnachtsbrauch
Der Christbaum ist geschmückt und leuchtet in seiner Pracht. Unter ihm liegen schon die ersten Geschenke. Viele Familien haben die Gudd Stubb seit Tagen weihnachtlich dekoriert, darunter sicherlich auch eine Krippe unterschiedlichster Art. Doch keines dieser Bräuche reicht bis ins Mittelalter zurück. Der älteste unter den Weihnachtsbräuchen, das Kindleinwiegen hat im liturgischen Wechselgesang des Mittelalters seine Wurzeln. Wie verbreitet diese Spiele schon im zwölften Jahrhundert waren, bekundet der Chorherr Gerhoh von Reichersberg, der in seiner Schrift De investigatione Antichristi im Jahre 1162 klagt, dass die Kirchen mit mimischen Darstellungen erfüllt werden; er wendet sich namentlich gegen das Weihnachtsspiel mit der Krippe des Herrn, der mütterlichen Jungfrau und dem Stern von Bethlehem. Eine der wichtigsten Quellen ist der Briefwechsel der Dominikanerin Margaretha Ebner aus Maria Medingen bei Dillingen mit Heinrich von Nördlingen, dem sie 1344 unter anderem schreibt, daz mir wart gesendet von Wiene ain minneklichez Weiterlesen
Ein mutiger Pater
Das Leben in Klöstern war geprägt von Stille, Abgeschiedenheit, Beten, körperlicher Arbeit und dem Studium für Männer. Die Regeln bestimmte der jeweilige Orden. Wer einmal das Ordensgelübte ablegte, war bis an sein Lebensende daran gebunden. Ein Austritt war schwierig. Dass nicht alle Kirchenmitglieder das Wort Gottes mit Liebe und Sanftmut weitergaben, ist allgemein bekannt. Nonnen und Mönche, die gegen die Klosterregeln verstießen, wurden auf das Grausamste bestraft. Von Härte und Unbarmherzigkeit, aber auch Mut, erzählt die folgende Geschichte.
Weiterlesen
Der Mythos Tempelritter – Teil 2
Einst waren sie im Hochmittelalter die mächtigste Organisation auf Gottes Erden. Sie waren führend im Bankwesen, sie besaßen die größte Flotte des Abendlandes. Zeugen ihrer schier übermächtigen Größe und ihres Reichtums findet man noch heute: Der Weiterlesen
Eine tragische Liebe
Der Schriftsteller Moriz Bermann erzählt in seinen Werken von einer dramatischen Liebesgeschichte, die sich Anfang des 14. Jahrhunderts in Wien zugetragen haben soll.
Die heutige Annagasse im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt, zwischen der Kärntner Straße und der Seilerstätte zählt zu den alten Barockstraßen Wiens. Der historische Name lautete Pippingerstraße, nach dem Geschlecht der Pippinger.
Albrecht Pippinger, der in jener Straße in einem herrschaftlichen Haus lebte, war trotz seines Reichtums ein unzufriedener Mann, Weiterlesen





Neueste Kommentare