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Sagen- und Märchengestalten – Der Teufel

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Der Teufel

Unter all den wunderbaren Gebilden, welche die Fantasie erschuf, um den unermesslich weiten Raum, der Himmel und Erde voneinander scheidet, zu bevölkern, nimmt der Teufel unstreitig den ersten Rang ein.

Eine Geschichte des Teufels wird notwendigerweise auch ein Abriss von der Kulturgeschichte der Menschheit sein. Von allen märchenhaften Gestalten, wie sie im Glauben des Volkes Wurzel fassten, ist keine so mannigfach ausgeschmückt worden, keine so eigentümlichen Wandlungen unterworfen gewesen, als diejenige des bösen Geistes, welche uns wie in einem Zauberspiegel die geistige Entwicklung der Völker mit allen ihren Licht- und Schattenseiten Weiterlesen →

Hessische Sagen 14

Zwetschenheinrich

Am Rhein bei Gernsheim liegt eine Mühle, die hat zwölf Gänge. Als diese gebaut wurde und das erste Stockwerk fertig war, ging dem Müller das Geld aus. Als der Mann nun so traurig an den Mauern herumschlich und nicht wusste, wie er sich helfen solle, stand plötzlich der Zwetschenheinrich (Teufel) vor ihm und sprach: »Verschreib mir was, dann geb ich dir augenblicklich einen Mehlsack voll Geld.«
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Faust – Die Rockoper auf dem Brocken

Faust – Die Rockoper auf dem Brocken

Der mit 1142 Metern höchste Berg im Harz dürfte seit der Schulpflichtlektüre von Goethes Faust  jedem Leser bekannt sein. Darüber hinaus ist der Brocken Schauplatz in der Walpurgisnacht für alle Hexen und Teufel unter uns. Seit 1996 aber wird auf dem Brocken ein kulturelles Rundumpaket angeboten, das in der Form sicher seinesgleichen sucht: Faust – Die Rockoper!

Am 2. Mai 2015 hatte ich die Möglichkeit, mir die Rockoper anzusehen oder besser gesagt, dieses Spektakel zu erleben. Grandios!

Die Eintrittskarte für ca. 90 Euro scheint zunächst nicht gerade preiswert. Aber was man dafür alles geboten bekommt, ist diesen Preis mehr als wert. Doch fangen wir mal ganz von vorne an …
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Hessische Sagen 13

Der Korndrache

Der Bauer Edel in einem Dorf am Rhein war in kurzer Zeit so reich geworden, dass er kein Ende des Geldes wusste. Die Leute zischelten sich allerhand darüber zu, aber keiner konnte so recht klug daraus werden. Eines Tages ging Edel auf eine Hochzeit Weiterlesen →

Die Sage von den Hexen des Brockens – Teil 5

Die Sage von den Hexen des Brockens – Teil 5
und deren Entstehen in vorchristlicher Zeit durch die Verehrung des Melybogs und der Frau Holle
Historische bearbeitet von Ludwig Wilhelm Schrader

Kapitel 23

Von den eingewanderten Deutschen wurden nun aber nicht nur die Priester der bösen Gottheiten mit dem Namen Hexen belegt, sondern auch alle diejenigen, welche diesen Priestern anhingen und die Unholde als die Hauptgötter ihrer Verehrung ansahen. Einzelne Orte, die von diesen Anhängern der Unholde bewohnt waren, bekamen daher ebenfalls ihre Bezeichnung von den Hexen, und so mag auch der Ort Geseke in Westfalen den Namen Hexen-Geseke erhalten haben. Es findet sich aber das Wort Hexe noch in einer nicht geringen Zahl von Ortsnamen, wenn gleich nicht in unveränderter Gestalt. Die in die Gegenden des Harzes zuletzt eingewanderten Völker hatten nämlich die Weiterlesen →