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Phänomene und Legenden

Sagen- und Märchengestalten – Der Vampir

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Der Vampir

Einer blutroten, düsteren Wolke gleich ruht die Gestalt des Vampirs über der lieblichen Elbensage. Auch er schleicht in dunkler Nacht zu den Gemächern, in denen Schlafende ruhen und träumen. Aber sein Nahen bringt den Tod, sein Odem ist Mord, aus seinen Blicken flammt eine so wilde, wüste Sinnlichkeit, dass die keusche Saga ihr in ewiger Jugend und Schöne strahlendes Antlitz entsetzt von dem schauerlichen Gebilde abwendet und es kaum als einen echten Spross jenes mächtigen Stammes anerkennen mag, der im innersten, frischen Leben des Volkes Wurzel geschlagen.
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Expedition in den Tod

Expedition in den Tod

Im Jahr 1860 gab die Regierung Victorias eine Expedition in Auftrag, um das australische Hinterland zu erforschen und neue fruchtbare Landschaften und Weidegebiete für die Schafherden zu erkunden.

Die geplante Route verlief von der Stadt Melbourne aus Richtung Norden zum etwa 3250 Kilometer entfernten Golf von Carpentaria. Unterstützt von Regierungsmitteln, dem Geld von Privatpersonen und finanziellen Zuwendungen der Royal Society of Victoria, der heute ältesten Gelehrtengesellschaft im australischen Bundesstaat Victoria, wurde das Unternehmen zur bestausgerüsteten Expedition der damaligen Zeit.

Am Tag vor der Abreise umfasste die Expedition 29 Männer, 20 Tonnen Ausrüstung, 23 Pferde, 6 Wagen und 26 Dromedare.
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Hessische Sagen 19

Der Schatz unter dem Kirchturm

Unter dem Turm einer alten Kirche in der Niddagegend (Wetterau) lag ein Schatz und der konnte nur zu einer gewissen Zeit im Jahre um Mitternacht gehoben werden. Nun war ein Mann, der wollte ihn heben, ging vor Mitternacht hin mit Pickel und Spaten und brach auf und grub aus. Schon war er bis auf den Schatz gekommen und sah die Goldstücke blinken, aber da war es ihm auf Weiterlesen →

Sagen- und Märchengestalten – Der Alp

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Der Alp

Einst lebte in Assyrien die stolze und schöne Königin Albiona mit ihren einunddreißig Schwestern. Groß war die Macht des Königs, ihres Gemahls, der über ein weites Reich herrschte, dem sich die Nachbarfürsten nur demutsvoll und mit köstlichen Geschenken reich beladen zu nahen wagten. Die Schwestern seines Weibes hatte er den Großen im Land zur Ehe gegeben, damit ihr Stamm emporwachse zu einer nimmer wankenden Stütze seines Thrones.

Allein die Königin war nicht nur schön und stolz, sie war auch herrschsüchtig über alle Maßen. Ihr Herz wurde von Zorn und Neid Weiterlesen →

Der Greenbrier Geist

Der Greenbrier Geist

Am 23. Januar 1897 wurde die Leiche von Elva Zona Heaster Shue in ihrem Haus gefunden.

Wenige Monate zuvor hatte sie den Herumtreiber Erasmus Stribbling Trout Shue kennengelernt, der als Schmied in ihrem Dorf, im Greenbrier County, West Virginia, arbeitete. Trotz Bedenken ihrer Mutter heiratete sie den Mann. Zu diesem Zeitpunkt war sie ungefähr 23 Jahre alt.

Am besagten Tag arbeitete Shue in der Schmiede und schickte einen Jungen für einen Botengang ins Haus zu seiner Frau. Der Junge fand Zona am Treppenaufgang mit starren Augen liegen. Er lief nach Hause, um Hilfe zu holen. Es dauerte etwa eine Stunde, bis der örtliche Arzt und Gerichtsmediziner Dr. George W. Knapp im Haus eintraf. Inzwischen hatte Shue seine tote Frau in das Schlafzimmer gebracht und kleidete sie in ein festliches Gewand. Üblicherweise richteten die alten Frauen des Dorfes die Verstorbenen für das Begräbnis zurecht. Während der Arzt Weiterlesen →