Rübezahl – Das Glück durch Scherben
Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Das Glück durch Scherben
Es war ein harter Winter, da machten zwei arme Weber aus selbst gefertigtem Leinen einen tragbaren Pack, nahmen den starken Knotenstock in die Hand und gingen zusammen über die Berge Böhmen zu. Zu Hause litten sie mit Frau und Kindern Not, denn der Herbst war sehr karg gewesen, aber in Böhmen sollte es besser sein. Es konnte immerhin sein, dass einer zu Ostern dort Hochzeit machte, und da kann man in Böhmen gutes Hausmacherleinen wohl brauchen, wie anderswo auch. Aber viel Mut und Zuversicht hatten die beiden armen Teufel nicht, und mit leerem Magen, dünner Kleidung und schadhaften Schuhen reiste sich’s im Winter schlecht. Weiterlesen
Rübezahl – Der Wegweiser
Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Der Wegweiser
Zwei Handwerksburschen waren auf dem Gebirge angelangt und unterhielten sich laut und lebhaft, um sich die Zeit zu verkürzen, aber auch, um sich gegenseitig zu belehren und, wenn es nottäte, zu bekehren. Es waren keine von der gewöhnlichen Sorte, sie trugen sich fein, hatten gute Manieren und wollten für etwas Besseres gelten.
Dabei war der eine ein Schneider, der andere ein Buchdrucker, der Erstere aus Sachsenhausen vor Frankfurt am Weiterlesen
Sagen- und Märchengestalten – Die Alchemie (Goldmacherkunst) – Teil 2
Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Die Alchemie (Goldmacherkunst) – Teil 2
Das 16. und 17. Jahrhundert, bis tief in das 18., weisen eine Unzahl Fürsten auf, deren geheimnisvolle Beschäftigung immer eine Menge Abenteurer in das Land und an den Hof lockte, überaus schlau gesponnene Betrügereien veranlasste und dem Staat schwere Summen kostete. Nicht alle verfuhren dabei so sparsam wie Kaiser Rudolf II., welcher von 1576 bis 1612 regierte. Er teilte ganz die Neigungen eines reichen Privatmannes, Weiterlesen
Rübezahl – Ein schlechtes Geschäft
Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Ein schlechtes Geschäft
Hoch im Gebirge stand eine geräumige Baude an der Straße, die von Prag aus nach Breslau führt und von vielen Wanderern und Fuhrleuten tagtäglich benutzt wird. Der Besitzer, Jobst hieß er, hatte eine schöne Erbschaft gemacht und seine Frau, die Kathrine, auch, und während sie früher einfach und anspruchslos gewesen waren, zog mit dem Besitz jetzt der Habsuchtsteufel in ihre Herzen. Sie wollten nicht nur wohlhabende Leute sein, sondern die reichsten auf dreißig Wegstunden im Umkreis. Also richteten sie eine Gastwirtschaft ein, damit die vielen Wanderer, die vorbei mussten, da einkehrten und ihnen ihr Geld ließen.
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Schwäbische Sagen 8
Die Blechstücke
Eine mündliche Überlieferung aus Pfullingen
Auf dem Urschelberg bei Pfullingen ist ein Platz am Weg, den man die »Geiststelle« nennt. Hier hat der Hans aus Pfullingen einmal bei Nacht auf einem Ameisenhaufen zwei glänzende Stücke Blech gefunden und hat sie mitgenommen und fünfzehn Jahre lang aufbewahrt. Seitdem ging es ihm beständig gut. Endlich verkaufte seine Frau diese Blechschnitzel und bekam für jedes Stückchen Weiterlesen


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