Archiv

Mythen & Wirklichkeiten

Oberhessisches Sagenbuch Teil 44

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Hexentanzplatz

Auf der Pfingstweide zu Volkartshain stand ehedem ein uralter, großer Lindenbaum, den nannte man nur den Hexenbaum. Jedes Mal am Walberstag,… Weiterlesen →

Der Konstanzer Hans Teil 19

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Neunzehntes Kapitel

Hans bekommt neue Kameradschaft.

Da Hans auf dem Martinimarkt in Tübingen früher schon gute Geschäfte gemacht hatte, so wollte er dort sein Glück noch einmal versuchen. Er begab sich am Ende mit Peter auf den Weg dorthin. Zu Bondorf im Gäu trafen sie nicht nur Hans’ Eltern und Schwester, sondern auch Peters Stiefvater, den sogenannten Schinder-Martin, und die Weiterlesen →

Bau und Einrichtung von Burgen im Mittelalter – Teil V

Der Palas

Unter den Wohngebäuden der eigentlichen Burg ist vor allen der Palas zu nennen. Er wurde auch das Herrenhaus oder Ritterhaus genannt und war sowohl dem Gebrauch als auch dem Umfang nach das Hauptgebäude, nahm in der Regel die eine Seite des Burghofes ein, stand in der Nähe der Pforte und war je nach dem Vermögen und Stand des Burgherrn mehr oder weniger geräumig und schön ein­gerichtet.

Äußere Beschaffenheit des Palas

Der Palas war unter allen Gebäuden der Burg mit Ausnahme des Bergfriedes der höchste Bau und ganz aus Stein. Wo das Terrain nicht eng und unregelmäßig war, zeigte er, an die Ringmauer angelehnt oder vielmehr auf ihr ruhend, einen oblongen, rechteckigen Grundriss oder auch die Hufeisenform und bestand aus dem in Weiterlesen →

Elbsagen 44

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

44. Der letzte Bischof von Meißen

Am 26. Mai 1595 ist zu Mügeln auf Schloss Rügethal Johann IX., der 46. und letzte Bischof zu Meißen, aus dem Geschlecht derer zu Haugwitz im Alter von 71 Jahren verstorben. Weil dieser Bischof nach dem Passauer Vertrag zum lutherischen Glauben übergetreten war, als ein Geistlicher sich in den Stand der Ehe begeben und noch dazu seine Pate, die er aus der Taufe gehoben, geehelicht hatte, hatte man gesagt, er habe drei Sünden getan, die ihm Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Der Donnervogel der Makah

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Donnervogel der Makah

n der Hütte eines der Häuptlinge an der Niah-Bay im Territorium Washington befindet sich ein großes Brett, welches von einem Clyoquot mit drei merkwürdigen Figuren bemalt ist. Dieselben repräsentieren T’hlukluts, den Donnervogel, Chetupuk, den Walfisch, und Hahektoak, ein fabelhaftes Geschöpf, welches den Blitz hervorbringen soll.

Die betreffenden Indianer glauben nämlich, dass das Geräusch des Don­ners und die Verdunklung des Himmels beim Gewitter von den großen Flügeln eines Vogels herrühren, der unter dem Namen Katait, T’hlukluts und Tutusch bekannt ist. Derselbe soll eigentlich ein Riese sein und sich nur auf den höchsten Wipfeln der Berge aufhalten.

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