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Im Original W. Fr. Wuest

Schinderhannes – Elftes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Elftes Kapitel

Schinderhannes hält sich nimmer sicher auf dem rechten Rheinufer.

Die Baierthaler Geschichte hatte dem Schinderhannes solchen Schrecken eingejagt, dass er, wie schon erzählt worden war, eine größere Reise machte, um sich wieder zu erholen. Nun nahm er sich vor, da auf der rechten Seite des Rheins nicht so gut stehlen sei wie drüben, sich mehr auf der linken Seite zu halten, wo er eine große Menge sicherer Schlupfwinkel wusste. Vorderhand blieb er noch so lange da, bis er auf einigen Märkten seine Waren Weiterlesen

Schinderhannes – Zehntes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Zehntes Kapitel

Schinderhannes ist bald links, bald rechts vom Rhein.

Nun ging es immer hinüber und wieder herüber und stets wurde der Aufenthaltsort gewechselt.

Ein verlumpter Müller, Jakob Porn, kam unterwegs zu der Bande und führte sie nachts vor das Haus eines Juden in Ulmet. Die Haustür wurde mit einem Balken eingestoßen und die Gesellen verfuhren gar wild und unartig mit dem Weiterlesen

Schinderhannes – Neuntes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Neuntes Kapitel

Da Schinderhannes Gesellschaft liebte, so warb er einige Landstreicher an und ging mit ihnen vor Ostern 1801 bei Bingen über den Rhein hinüber. Gern hätte er zuerst einen Besuch bei seinem Vater gemacht, weil er ihn lange nicht gesehen hatte, aber seine Begleiter waren gar tatendurstig und er musste ihnen nachgeben, wenn er sie bei guter Laune erhalten wollte. Wo etwas zu machen sei, das wurde dieses Mal durch einen besonderen Umstand bestimmt.
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Schinderhannes – Achtes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Achtes Kapitel

Was Schinderhannes seit einem Jahr zusammengebracht hatte, das wollte er nun in Sicherheit bringen und ging deshalb mit seiner Frau auf das rechte Rheinufer. Nun war er wieder der Krämer Jakob Ofenloch und fuhr mit eigenem Karren und Pferd auf die Jahrmärkte in Städten und Dörfern. Auch nun wieder hatte er sich vorgenommen, ein ehrlicher Mann zu sein und sich von seinem Handel zu ernähren. Freilich hatte er auch dieses Mal wieder zunächst gestohlene Waren zu verkaufen. Darum hätte auch seine Kasse täglich wachsen können. Dem Weiterlesen

Schinderhannes – Siebentes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Siebentes Kapitel

Jakob Ofenloch wird wieder Schinderhannes.

Plötzlich erschien Schinderhannes wieder auf der linken Seite des Rheins und ging in die Wälder des Hunsrücks. Unter seinen alten Bekannten war Benzel der Erste, den er traf, und der kam ihm gerade zu rechter Zeit. Es war nämlich Markt in Kreuznach, auf dem sich immer noch viele Kaufleute einfanden. Da war ein Fang zu machen. Die Räuber stellten sich auf die Lauer. Richtig ritt ein Kaufmann aus Sobernheim des Weges daher. Dem forderten sie Weiterlesen

Schinderhannes – Sechstes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Sechstes Kapitel

Schinderhannes geht auf das rechte Rheinufer und wird Krämer.

Schinderhannes war nun 20 Jahre alt und hatte sich durch seine Räubereien so viel erworben, dass er ruhig und sorgenlos leben konnte. Auf dem linken Rheinufer kannte man ihn überall, da war es also nichts für ihn. Deshalb ließ er sich bei Bingen über den Rhein setzen. Sobald er sich auf dem rechten Rheinufer befand, war er ein ganz anderer Mann. Um in Städten und Dörfern öffentlich erscheinen und mit ehrlichen Leuten in Verbindung treten zu Weiterlesen