Der Marone – Der arme Mensch
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 5
Der arme Mensch
Welchen Eindruck das Lesen des Briefes auch auf Käthchen Vaughan hervorgebracht haben mochte, sicherlich war es nicht Unwillen. Im Gegenteil, ein Ausdruck des Mitgefühls schlich über ihr Gesicht, als sie den Inhalt des Briefes musterte. Als sie ihn beendet, kam über ihren Lippen gleichsam unwillkürlich und gerade noch hörbar der Ausruf: »Der arme Mensch!«
Sie wusste in der Tat von Herbert Vaughan kaum etwas als den Namen, und dass er ihr Vetter sei. Aber das Wort Vetter besaß besonders in dem Ohr junger Leute einen anziehenden Ton, der an Interesse dem einer Schwester oder eines Weiterlesen
Farmer und Goldsucher – Kapitel 7
Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien
Kapitel 7
Ein Monat war seit unserer Ankunft in Kalifornien verflossen. Die unversöhnlichsten Leidenschaften waren unter dieser, an einem Ort und zu einem Zweck vereinigten Menge ausgebrochen: Habsucht, Gier, Mutlosigkeit und Furcht übten ihre verderblichen Folgen aus. Der Charakter des Amerikaners hatte sich sozusagen total gewandelt. Ein vermischtes Geschlecht schien unter meinen Augen entstanden zu sein. Die Geradheit und der männliche Ernst der angelsächsischen Rasse waren einer vollständigen Ruchlosigkeit und Sittenverderbnis gewichen. Man fand hier nun alle Laster der ihrer angeborenen Gutmütigkeit beraubten Mexikaner. Unter dem Himmel Kaliforniens, rings umgeben von Felsen mit strotzenden Goldadern, befreiten sich die von den Ufern des Ohio und Hudson hierher Weiterlesen
Crossover – es wird dich verändern
Crossover – es wird dich verändern
Man kommt an ihnen nicht mehr vorbei. Sie sind nicht zu übersehen. Seit der Gründung von Smashwords durch Mark Coker im Jahr 2008 hat sich ein Sinneswandel in puncto Selbstverlag vollzogen. Self-Publishing Dienstleister schießen wie Pilze aus dem Boden und bieten ihren Service an. Die Beweggründe von Autoren, ihre Werke nicht in einem klassischen Verlag zu veröffentlichen, sind vielschichtiger geworden. Höhere Flexibilität und günstige Konditionen sind unter anderem wichtige Gründe dafür, diesen Schritt einzuschlagen. Doch bei allem technischen Know-how der Self-Publishing-Dienstleister ist es für den Autor unvermeidbar, ein in hoher Qualität erarbeitetes Manuskript zu liefern. Und dazu gehört unumstritten das Redigieren des zu veröffentlichenden Werkes. Dass dies durchaus entweder mit der nötigen Selbstdisziplin oder über ein professionelles Lektorat/Korrektorat machbar ist und prinzipiell die gleichen Arbeitsschritte erforderlich sind, als ob man das Werk bei einem Verlag veröffentlicht, beweist der Autor Fred Ink in seinem Horrorthriller Crossover – es wird dich verändern, welchen ich gern vorstellen möchte.
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Curumilla – Erstes Buch, Kapitel 10
Gustave Aimard
Curumilla
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 10 – Die Gesandten
Das von dem Peonen übergebene Papier, welches den Capitaine de Laville in große Aufregung versetzte, enthielt nichts weiter als einen Namen, aber einen in Guetzalli wohlbekannten Namen, nämlich den des Grafen Maxime Eduard Louis de Prébois-Crancé.
Die Bewohner von Guetzalli hatten von Weitem von der in San Francisco angeworbenen französischen Compagnie gehört, welche die unerschöpflichen Minen von la Plancha de Plata auszudeuten beabsichtige. Sie wussten, dass die Compagnie Guaymas erreicht hatte. Von da an aber fehlten ihnen jegliche weitere Informationen.
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Robert der Teufel – Kapitel 9
Auf der Rückseite des Beinhauses auf dem Kirchhof lauerte Robert der Teufel mit seiner Rotte, ohne die leiseste Ahnung von dem, was in der Residenz vorgefallen war, seitdem er sie verlassen hatte. Von dort aus sah er den festlichen Einzug der Herzogin Eleonore in das Nonnenkloster, welches nur der Kirchhof von ihm trennte und das Abladen und Hineinbringen von Geldfässchen, Kisten und Schränken.
»Wär’s nicht viel bequemer«, sagte Robert, »sie hätten alle diese Sachen lieber gleich in unser Paradies gebracht, um uns alle weitere Mühe zu ersparen.«
»Die neue Äbtissin auch?«, erwiderte Lucia neckend.
»Ich hätte sie schon nachträglich geholt.«
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