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Literatur

Varney, der Vampir – Kapitel 58

Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest

Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.

Kapitel 58

Die Ankunft von Jack Pringle – Mitternacht und der Vampyr – Der geheimnisvolle Hut

»Du meine Güte! Was ist das?«, fragte Mr. Chillingworth. »Was für ein seltsames Geräusch.«

»Seien Sie still«, entgegnete der Admiral. »Haben Sie das noch nie gehört?«

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Mörder und Gespenster – Band 1 – 20. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder

Kapitel 1

In jenem alten Haus, das mit einer Seite dem Marktplatz des Städtchens und mit der anderen einem engen Gässchen zugewendet ist, will seit fünfzig Jahren niemand einziehen. Das Haus zeigt von außen ein wohlhabendes, wohnliches Aussehen und wahrlich, seine ehemaligen Bewohner gehörten zu den reichsten und angesehensten Bürgern der Stadt. Die Fenster sind blank und ganz, die Dachsteine wohlgefügt, der äußere Anstrich sauber und neu. Es fehlt nichts, was Käufer oder Mieter anlocken könnte, doch niemand kommt, der Lust dazu hätte.

»In dem Haus geht es um«, ist die allgemeine Sage. Zwar kein böser Geist, wird dann hinzugefügt, aber man erschrickt doch Weiterlesen →

Das Geisterschiff – Kapitel 27

John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 27

Ich reise nach Venezuela

»Sie sollten besser bei uns bleiben«, sagte der Kapitän zu Oberst Vereker. Dieser wollte den nächsten Cunard-Dampfer nehmen, der laut Ankündigung am nächsten Tag auslaufen sollte, während die STAR OF THE NORTH im Dock unserer Reederei am East River anlegte. »Ich werde nur so lange hier bleiben, bis wir unsere Ladung entladen und eine neue geladen haben, die bereits bereitsteht und auf uns wartet. Dann, Sir, werden wir, wie unsere Freunde, die Yankees, sagen, die Sporen anlegen, und so schnell, wie Dampf und Segel die alte Bark tragen können, über den Heringsteich nach Liverpool fahren. Bleiben Sie lieber bei uns, Colonel, und sehen Sie sich die Reise an.«

»In Ordnung, Señor Applegarth«, antwortete der Oberst, der seine spanische Ausdrucksweise nicht auf einmal ablegen konnte, Weiterlesen →

Deutsche Hausmärchen – 1. Märchen

Johann Wilhelm Wolf (Hrsg.)
Deutsche Hausmärchen
Göttingen, Leipzig 1851
1. Märchen
Der Fischersohn, der Rappe und der Schimmel

In einem großen Wald lag ein großer See, an dem ein Fischer mit seiner Frau wohnte. Gott hatte ihnen fünf Söhne geschenkt, von denen jeder schöner war als der andere. Jeden Morgen zog der Fischer zu dem See, warf seine Netze aus und abends zog er sie wieder ein. Stets waren sie voller schöner, guter Fische. Es war, als ob ein besonderer Segen auf seiner Arbeit ruhte. Dieser schien von einem kleinen grauen Männchen zu kommen, das sich jeden Tag am See zeigte und in dem Kahn und an den Netzen herumhüpfte, als ob es die Fische locke.

Als die Söhne größer wurden, mussten sie nacheinander mit auf den Fischfang ausziehen. Die übrigen vier trugen derweil die Fische in die Stadt und verkauften sie für viel Geld. Eines Tages zog auch der Jüngste, der gerade zwanzig Jahre alt geworden Weiterlesen →

Das Astoria-Abenteuer – Teil 4

Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912

Bei den Zebramenschen – Ein Pferdehandel

War die Fahrt auf dem Missouri für den Naturfreund bisher schon außerordentlich genussreich, so wurden die landschaftlichen Szenerien von jetzt an immer eigenartiger, ursprünglicher und schöner. Es ging immer tiefer hinein in die vom Leben und Treiben der Bleichgesichter noch völlig unberührte Wildnis.

Hatte der Frühling das Grün jungfrisch hervorbrechen lassen, so glichen die Prärien nun herrlichen Teppichen in den wunderbarsten Farben, denn überall, wohin das Auge blickte, blühten die prächtigsten Blumen. Auch die zahlreichen Inseln im Fluss, an denen die Boote gewöhnlich anlegten, waren entweder bewaldet oder boten den Anblick von blühenden Gärten. Häufig rankten sich blühende Wildreben an den Bäumen empor, kletterten bis ins äußerste Geäst und senkten sich dann in langen Fäden weit über die Ufer hinaus auf die Wasserfläche, wobei sie herrliche balsamische Gerüche und Düfte Weiterlesen →