Deutsche Märchen und Sagen 133
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
173. Gottvertrauen belohnt
Im Jahr 1539 lebte im Sachsenland eine ehrbare Witwe mit zwei Söhnen. Es war in dem Jahr eine große Hungersnot und die Frau wusste kein Brot mehr für die Kinder und sich zu beschaffen.
Da kleidete sie eines Morgens sich und die Söhne in ihre besten Kleider und ging auf eine nahe Quelle zu, um dort Gott zu bitten, dass er sich ihrer erbarmen möge. Indem sie vor die Tür trat, sah sie einen ehrenhaften Mann, der sie freundlich grüßte und nach einigen Worten sie fragte, ob sie an jenem Quell Essen zu finden glaube.
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Ein Ostseepirat Band 2 – Kapitel 6
Carl Schmeling
Ein Ostseepirat
Historischer RomanZweiter Band
VI. Eine Sinnesänderung
Der Major von der Grieben hatte sich in sein Schicksal ergeben. Er war darauf gefasst, Unannehmlichkeiten zu erfahren, hoffte jedoch auf eine standesgemäße und rücksichtsvolle Behandlung.
Solange er sich in dem Schiff befand, sollte er sich auch nicht getäuscht haben. Die Mitglieder der Kommission, wie der Führer des Ersteren, benahmen sich höflich gegen ihn. Man tat, als sei er ein Passagier des Fahrzeugs.
Das Buch vom Rübezahl – Teil 3
Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852
3. Rübezahl und der Schuhknecht
Zwei Meilen vom Riesengebirge ist ein Städtchen gelegen, woselbst ein Schuhknecht bei einem Meister in Arbeit stand. Dieser Geselle hatte die Gewohnheit, wenn er mit anderen seinesgleichen einen guten Montag gemacht hatte, zum Gebirge zu spazieren, wobei er als ein lustiger und vorwitziger Kopf es nicht lassen konnte, Rübezahl ohne Aufhören zu necken, herauszufordern und mit allerlei Schimpfnamen zu verhöhnen.
»Komm herunter«, rief er ihm zu, »komm herunter, Rübenschwanz, zeig, was du für Künste kannst!«
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Der Detektiv – Der Löwe von Flandern – Teil 9
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 20
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Löwe von Flandern
Die Horna-Fee Teil 4
Kapitän und Steuermann des Old England verrieten durch ihr Benehmen bei ihrer Verhaftung ihr schlechtes Gewissen. Aber auch sie schwiegen genau so hartnäckig wie Preegrave und der Spanier.
Dem ersten Verhör durch den Ortsvorsteher wohnten wir bei. Wenn Blicke hätten töten können, so wären wir Weiterlesen
Die drei Musketiere – Zwanzig Jahre danach – 7. – 10. Bändchen – Kapitel I
Alexandre Dumas
Zwanzig Jahre danach
Siebentes bis zehntes Bändchen
Fortsetzung der drei Musketiere
Nach dem Französischen von August Zoller
Verlag der Frankh’schen Buchhandlung. Stuttgart. 1845.
I. Mazarin und Madame Henriette
Der Kardinal stand auf, um die Königin Henriette zu empfangen. Er begegnete ihr mitten in der Galerie vor seinem Kabinett.
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