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Slaterman

Slatermans Westernkurier 06/2020

Auf ein Wort, Stranger, ein Leben im Fort ist ein Leben in der Hölle, stimmt das?

Ein Soldat an der Frontier verbrachte für gewöhnlich die eine Hälfte des Jahres auf Feldzügen gegen die Indianer, die übrige Zeit hielt er sich im Fort auf.

Doch nur manch einer war froh, wenn er nach Wochen oder Monaten im Feld wieder in seine Bleibe zurückkehrte. Viele sehnten beim Anblick der Palisaden einen Angriff der Indianer wieder herbei, und selbst erfahrene Soldaten meldeten sich oft als Begleitung oder Kurier, obwohl sie diese Aufgabe durch Weiterlesen

Marshal Crown – Band 40

Zwei Kugeln für den Frieden

Es war kalt und es regnete, als sich an diesem späten Novembernachmittag fünf Reiter von Süden her der kleinen Postkutschenstation am Trinity River näherten.
Genauer gesagt regnete es schon den ganzen Tag, zwar nicht besonders stark, aber dafür stetig. Das ganze Land glich inzwischen einer einzigen großen Wasserpfütze.
Die Männer hatten sich deshalb weit im Sattel vorgebeugt, ihre Ölmäntel bis zum Hals zugeknöpft und die Hüte tief in die Gesichter gezogen. Aber ausweichen konnten sie dem Regen trotzdem nicht, sie ritten genau gegen den Wind.
Die Reiter lenkten ihre Pferde durch den knöcheltiefen Morast des Overland Trails bis zu einem überdachten Unterstand seitlich des Stationsgebäudes. Dort stiegen sie aus den Sätteln und schlangen die Zügel ihrer Pferde Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 05/2020

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch die schwarze Mary?

Eine Zeitlang, so schien es jedenfalls, war der Westen der ideale Ort für eine Frau, um sich selbst zu verwirklichen. Fast alle Berichte, die den Frauen im Osten zu Ohren kamen, schilderten die Siedlungen im Grenzland als zwanglos, hilfsbereit, tolerant und erstaunlich frei. Die Menschen des Westens wurden, und das völlig zu Recht, als ausgeprägte Individualisten geschildert, was darauf schließen ließ, dass sie keinem Neuankömmling, selbst einer Frau nicht, das begehrte Recht verweigern würden, in Frieden das zu tun, was ihm gefiel. Die Folge war, dass der Westen ein wahres Heer nonkonformistischer Frauen anzog.

Außenseiterinnen, Einzelgängerinnen, Abenteuerinnen, Exzentrikerinnen.

Mary Fields, der diese Kolumne gewidmet ist, war eine von ihnen.
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Slatermans Westernkurier 04/2020

Auf ein Wort, Stranger,
Mahlzeiten, Mädchen und Moneten ist heute unser Thema.

In den Anfängen des Eisenbahnverkehrs hatten die Züge in Richtung des Westens Amerikas selbst bis weit in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts hinein oft nur zehn Minuten Aufenthalt und auch das nur auf den größeren Bahnhöfen.

Das waren genau sechshundert Sekunden, die den Reisenden verblieben, um sich nach stundenlanger Fahrt aus den überfüllten Abteilen zu quälen, den Bahnsteig entlang zu hasten, sich in der Schlange der Wartenden einzureihen, um in der Bahnhofsgaststätte etwas zu trinken oder ein Sandwich zu kaufen und danach wieder zurück zum Zug zu laufen, dessen Lokführer sich keinen Deut um verspätete Fahrgäste kümmerte, sondern Weiterlesen

Marshal Crown – Band 39

Fünf gegen Texas

In Te­xas ist der Teu­fel los.

Ob­wohl der Krieg ge­gen Me­xi­ko be­reits mehr als zwei Jahr­zehn­te zu­rück­liegt, ha­ben ei­ni­ge fa­na­ti­sche Ha­zi­en­de­ros die Nie­der­la­ge im­mer noch nicht ver­wun­den. Mit Geld und Be­zie­hun­gen pla­nen sie eine Re­vol­te, die ih­nen ihre ver­lo­ren ge­gan­ge­nen Pri­vi­le­gi­en und Län­de­rei­en zu­rück­brin­gen soll.

Waf­fen­trans­por­te und Nach­schub­de­pots wer­den über­fal­len, Ar­mee­of­fi­zie­re ge­tö­tet.

Als US-Mar­shal Jim Crown Wind von der Sa­che be­kommt, ist es be­reits fünf vor zwölf und in Te­xas bren­nen schon die Lun­ten.
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