Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl – 1. Kapitel
Heinrich Döring
Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl
Verlag C. F. Schmidt, Leipzig, ca. 1840
Ich, Rübezahl, hab’
jederzeit an Possen und Schwänken mich erfreut.
Stets lass’ ich meinem Humor den Zügel,
kurzum, ich bin im Geisterreich
das ungefähr, was, Menschen, unter euch
der kluge Schalksnarr Eulenspiegel.
S. G. Bürde
Turnier- und Ritterbuch – Teil 5.2
Heinrich Döring
Turnier- und Ritterbuch
Verlag von E. F. Schmidt, Leipzig
Sitten und Gebräuche des Rittertums im Mittelalter
Fünftes Kapitel
2. Die Wasser-, Feuer- und Kreuzprobe
Wer irgendeiner Schuld verdächtig, wurde meistens in Gegenwart eines Priesters entweder in ein fließendes Wasser geworfen oder musste seine Arme in siedendes Wasser stecken. Zog er sie verletzt empor oder sank er unter, so wurde er für schuldig erklärt. Auf ähnliche Weise musste bei der Feuerprobe, die schon unter den Griechen und Römern bekannt war, der Verdächtige ein glühendes Eisen Weiterlesen
Turnier- und Ritterbuch – Teil 5.1
Heinrich Döring
Turnier- und Ritterbuch
Verlag von E. F. Schmidt, Leipzig
Sitten und Gebräuche des Rittertums im Mittelalter
Fünftes Kapitel
Die Gottesurteile
Allgemein verbreitet war im Mittelalter der Glaube, dass der allmächtige und allwissende Gott in Fällen, wo kein menschlicher Beweis hin oder wieder möglich sei, die Wahrheit durch Wunder ans Licht ziehen müsse. Daher herrschte besonders unter den Deutschen die Sitte, dass Beklagte, deren Schuld oder Unschuld auf gewöhnliche Weiterlesen
Turnier- und Ritterbuch – Teil 4
Heinrich Döring
Turnier- und Ritterbuch
Verlag von E. F. Schmidt, Leipzig
Sitten und Gebräuche des Rittertums im Mittelalter
Viertes Kapitel
Die Turniere
Es war der deutsche Kaiser Heinrich I., dem sein Zeitalter den Beinamen des Vogelstellers gab, der seine Ritter veranlasste, sich in Frieden durch allerhand Übungen zum Kampf vorzubereiten. So entstanden die unter dem Namen der Turniere bekannten Kampfspiele des Mittelalters. Reiterübungen waren anfangs die einzigen, die bei Weiterlesen
Turnier- und Ritterbuch – Teil 3
Heinrich Döring
Turnier- und Ritterbuch
Verlag von E. F. Schmidt, Leipzig
Sitten und Gebräuche des Rittertums im Mittelalter
Drittes Kapitel
Die Ritterwürde
Hatte der Knappe seine Zeit gedient, hatte er sieben Jahre hindurch seinem Herrn alle oben erwähnten Dienste treu und redlich geleistet und in allen einem Ritter unentbehrlichen Eigenschaften einen so hohen Grad von Vollkommenheit erreicht, dass sein Meister völlig mit ihm zufrieden war, so durfte er endlich auf den Eintritt in Weiterlesen
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