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Das Phänomen der Irminsul

Das Phänomen der Irminsul
Weltenachse und historisches Rätsel

Bei Recherchen zum Sachsenkönig Wittekind stieß ich auf dieses interessante Phänomen, ging der Sache nach und fand einige sachdienliche Hinweise, die in diesem Beitrag Erwähnung finden sollen.
Abseits der urbanen Zentren und der im Aufstieg begriffenen christlichen Sakralarchitektur des frühmittelalterlichen Kontinentaleuropas existierte im achten Jahrhundert ein monumentales Zeugnis heidnischer Religiosität, das sich jeder klassischen Kategorisierung entzieht. Die altsächsischen Stämme verehrten mit der sogenannten Irminsul ein freistehendes, mächtiges Holzmonument, das ihnen nicht bloß als sakraler Bezugspunkt, sondern als kosmisches Zentrum und metaphysischer Angelpunkt des gesamten Firmaments galt. Für das expandierende Frankenreich unter König Karl dem Großen stellte dieses Kultobjekt hingegen das gravierendste Sinnbild eines unnachgiebigen, heidnisch motivierten Widerstandswillens dar – ein spirituelles Bollwerk, dessen Tilgung sowohl aus militärstrategischer als auch aus universaltheologischer Notwendigkeit geboten schien.

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Jim Jackson – Eine höllische Verfolgungsjagd

Jim Jackson
Detektivgeschichten
Eine höllische Verfolgungsjagd

Eine Eigenschaft besaß Jim Jackson vor allen anderen: Tatkraft. Nichts vermochte diese Ausnahmenatur zu entmutigen. Rückschläge und Misserfolge spornten ihn erst recht an, anstatt ihn zu brechen, und der üble Streich, den Nottingham ihm soeben gespielt hatte, ließ ihn keineswegs den Kampf aufgeben, sondern steigerte nur seinen Ehrgeiz, den Mörder von Mister Preakin festzunehmen.

Der berühmte Ermittler musste unwillkürlich die Raffinesse dieses Verbrechers bewundern: Dieser hatte ein Appartement direkt neben Jacksons Hotelzimmer gemietet. Ein von ihm geschaffener Geheimgang ermöglichte es ihm, das Splendid Hotel unbemerkt vom Personal zu verlassen und seine kühnen Raubzüge zu begehen, ohne dass auch nur der geringste Verdacht auf ihn fiel.

Monsieur Monin, der Chef der Sûreté, bedauerte zutiefst, Jim Jackson nicht geglaubt zu haben. Er ließ umgehend einen Haftbefehl Weiterlesen →

Kopmann to Bergen – Kapitel 5

Heinrich Smith
Kopmann to Bergen
Eine Erzählung aus dem Seemannsleben
Verlag Otto Spamer, Leipzig, 1902

Kapitel 5
Der Angriff der Seeräuber

Es gab ein leises Geflüster und ein geschäftiges Zusammenstecken der Köpfe – sowohl in der Stadt Bergen selbst als auch am Vågen auf und ab. Manche hätten nur zu gern mit einem Verrat etwas Geld verdient, doch sie wussten nichts. Andere ergriffen aus natürlichem Mitleid Partei für den Unglücklichen und erkundigten sich nach den genauen Umständen. So erfuhr man nicht nur die bloße Tatsache, sondern auch den Namen des Betroffenen: Es handelte sich um denselben jungen Seefahrer, der sich auf dem Garper der armen norwegischen Frau angenommen und ihr die Fische für die Mittagssuppe gekauft hatte.

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Die Hexen von Lancashire Band 1 – Erstes Buch – Kapitel 3.1

Die Hexen von Lancashire
Erster Band
Ein Roman aus dem Pendle-Wald von William Harrison Ainsworth
Leipzig, 1849

Erstes Buch
Alizon Device
Drittes Kapitel, Teil 1
Die Asshetons

Zwischen Sir Ralph Assheton von der Abtei und den Einwohnern von Whalley, von denen viele seine Pächter waren – denn er besaß das Gut gemeinsam mit John Braddyll von Portsfield –, bestand das allerbeste Einvernehmen. Der würdige Ritter war zwar etwas streng in seinem Benehmen und nicht ohne einen Anflug von Puritanismus, doch zeigte er sich freisinnig genug, um die Meinungen anderer zu dulden. Da er überdies in seinen eigenen religiösen Ansichten aufrichtig war, konnte niemand in dieser Weiterlesen →

Das Flüstern eines Toten – 1. Kapitel

Perley Poore Sheehan
Das Flüstern des Toten
Originaltitel: Dead Men Talk
1. Kapitel: Der Schläfer stirbt

Im Zellentrakt des Polizeireviers – und selbst im ewigen Getöse New Yorks – war es vergleichsweise ruhig geworden. Doch Slade Wyath konnte nicht schlafen. Er fand keine Ruhe. Auf dem schmalen Pritschengestell wälzte er sich hin und her wie ein frisch gefangener Barsch auf einer heißen Sandbank.

Er musste hier raus!, hämmerte es immer wieder in seinem Kopf; er musste hier raus! Aber wie?

Für das Nachtgericht war es zu spät. Ohnehin hatte er weder Geld noch eine Verteidigung. Man würde ihn für ein höheres Gericht dabehalten und dann wegsperren. Er würde das nicht ertragen. Er musste einfach …

Er stützte sich auf einen bloßen Arm und blickte sich um. Hätte ihn jemand beobachten können, hätte das fleckige Licht, das Weiterlesen →