Sitting Bull – Band 2
Sitting Bull, der Letzte der Sioux
Auf zur Eroberung des Goldtals
1. Kapitel
Ein waghalsiges Unterfangen
Felsen mit seltsamen Formen ragten über der Ebene auf, auf die die Mittagssonne ihre brennenden Strahlen sandte und die sich, so weit das Auge reichte, gleichmäßig grau erstreckte, unterbrochen hier und da von langen Reihen aus Birken. Von den Bergen und ihren felsigen Ausläufern kamen kleine Flüsse oder Bäche herab, die sich in der Ferne im Sand verloren und nur durch die Weidengruppen erkennbar waren, die an ihren Ufern wuchsen. Ganz am Fuße dieser Berge hielt sich eine kleine Anzahl Pferde in einer Geländeunterbrechung versteckt.
An ihrem eigenartigen Zaumzeug und ihrer Ruhe konnte man indianische Rösser erkennen, jene schnellen Mustangs, die, ebenso vorsichtig wie ihre Herren, ihre Anwesenheit niemals durch das leiseste Wiehern verrieten. Ein einzelner Krieger bewachte die angebundenen Pferde, unbeweglich wie eine Marmorstatue, während seine Gefährten im Schatten der umliegenden Büsche lagen Weiterlesen
Metamorphose des Phantoms in der Belle Époque
Vom Logenbesetzer zum Weltverschwörer
Die Metamorphose des Phantoms in der Belle Époque
Eine vergleichende Untersuchung zur literarischen Kontinuität von Gaston Lerouxs Le Fantôme de l’Opéra und Souvestre/Allains Fantômas
Die französische Kriminalliteratur und der Fortsetzungsroman der Belle Époque brachten zwei überlebensgroße Gestalten hervor, die das kollektive Imaginäre des 20. Jahrhunderts tief geprägt haben: Erik, das tragische, orgelspielende Phantom der Oper (Gaston Leroux, 1910), und Fantômas, den Meister des Schreckens (Pierre Souvestre und Marcel Allain, 1911).
Auf den ersten Blick trennen diese beiden Figuren Welten – auf der einen Seite das spätromantische Gothic-Melodram, auf der anderen der nihilistische, moderne Action-Thriller. Betrachtet man sie jedoch durch die Prismen der Wissenschaft und Lehre von der Dichtkunst, der Psychoanalyse, der Raumsemantik und der Medienarchäologie, offenbaren sich verblüffende Analogien.
Es lässt sich die These aufstellen, dass Fantômas die folgerichtig modernisierte Emanzipation des Phantoms der Oper ist – Weiterlesen
Die Geschichte des Toten
Willard E. Hawkins
Die Geschichte des Toten
Die merkwürdige Erzählung, die hier folgt, wurde im Nachlass des verstorbenen Dr. John Pedric gefunden, einem parapsychologischen Forscher und Autor okkulter Werke. Sie weist Anzeichen dafür auf, dass sie durch mediales Schreiben empfangen wurde, wie es auch bei mehreren seiner Veröffentlichungen der Fall war. Leider gibt es keine Aufzeichnungen, die diese Annahme bestätigen, und keines der von ihm bei seinen Forschungsarbeiten eingesetzten Medien oder Assistenten weiß etwas darüber. Möglicherweise – denn dem Doktor wurde nachgesagt, er besitze selbst einige mediale Fähigkeiten – ist sie von ihm selbst empfangen worden. Jedenfalls macht das Fehlen von Daten den Bericht als Dokument für die Society for Psychical Research wertlos. Er wird wegen des ihm innewohnenden Interesses oder der Bedeutung veröffentlicht, die er besitzen mag. In Bezug auf die erwähnten Namen sei hinzugefügt, dass sie durch die Aufzeichnungen des Kriegsministeriums nicht bestätigt werden. Es ließe sich jedoch geltend machen, dass entweder vom Doktor oder von der kommunizierenden Entität absichtlich fiktive Namen eingesetzt wurden.
I.
20 Jahre Geisterspiegel.de – Das große Jubiläums-Gewinnspiel!
20 Jahre Geisterspiegel.de – Das große Jubiläums-Gewinnspiel!
Kaum zu glauben, aber wahr: Seit nunmehr zwei Jahrzehnten blättern wir gemeinsam im Geisterspiegel! 20 Jahre voller Grusel, dunkler Fantasy, packender Thriller und unheimlicher Geschichten und vieles mehr liegen hinter uns.
Dieses unheimlich schöne Jubiläum möchten wir gebührend mit euch feiern. Und was wäre eine echte Jubiläumsparty ohne Geschenke für unsere treuen Fans der Dunkelheit? Genau deshalb laden wir euch zu unserem großen Jubiläums-Gewinnspiel ein!
Das gibt es zu gewinnen:
Freut euch auf
• 1x Greenville 1989 – das Kommunikationsspiel in der Mystery-Welt
• 1x Geister-Schocker Spezial mit 3 Hörspielen
Weiterlesen
Zwanzig Jahre zwischen den Welten
Zwanzig Jahre zwischen den Welten
Es gibt Daten, die zunächst unscheinbar wirken. Der 5. Juni 2006 war so ein Tag. Kein Feiertag, kein Paukenschlag in den Abendnachrichten. Und doch wurde an diesem Tag ein digitales Fenster geöffnet, durch das seit nunmehr zwanzig Jahren Gespenster flüstern, Helden stolpern, Schatten lachen und Geschichten atmen: Geisterspiegel ging online.
Was damals begann, war mehr als der Start einer weiteren Website. Es war ein Versprechen – vielleicht kein bewusst formuliertes –, das sich bis heute einlöst: Geschichten eine Bühne zu geben, unabhängig von Marktlogik, Verkaufszahlen oder kurzlebigen Moden. In einer Zeit, in der das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, Blogs boomten und soziale Netzwerke ihre ersten Schritte machten, setzte Geisterspiegel auf Inhalte statt Effekte. Auf Worte statt Werbebanner. Auf Atmosphäre statt Aufmerksamkeitsökonomie.

Neueste Kommentare