Archiv

Ein Captain geht für immer von Bord

In memoriam Sir Patrick Stewart
Ein Captain geht für immer von Bord

Erinnern wir uns:
Auf dem Zenit seiner Laufbahn an Bord der USS ENTERPRISE NCC-1701-D galt Captain Jean-Luc Picard als Inbegriff von Reife, Prinzipientreue und diplomatischer Weitsicht – ein Profil, das er sich jedoch erst über viele Jahre erarbeiten musste. In seiner Jugend war sein Werdegang sowohl privat als auch innerhalb der Sternenflotte von beachtlicher Unbeschwertheit und ausgeprägtem Wagemut gezeichnet. Schon der Eintritt in die Organisation erfolgte über Umwege: Nachdem er den ersten Zulassungstest für die Akademie nicht bestanden hatte, unternahm er einen zweiten Versuch und meisterte die Hürde erfolgreich. Als Johnny Picard die Sternenflottenakademie 2327 abschloss – unter anderem als erster Absolvent seines Jahrgangs, der im April 2323 den prestigeträchtigen Marathonlauf auf Danula II für sich entschied –, wies er noch kaum Ähnlichkeit mit jener Führungspersönlichkeit auf, die später das Flaggschiff der Föderation leiten sollte. Im Rückblick charakterisierte er sich selbst als hochmütigen, ungestümen jungen Offizier, dem es an Besonnenheit fehlte und dessen Selbstbewusstsein sein Urteilsvermögen trübte.

Weiterlesen →

Secret Service Band 4 – Kapitel 12

Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 4
Old and Young King Brady Detectives
Der geniale Bluff der Bradys
Oder: Ihre Verfolgungsjagd zur Rettung einer Erbin
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective

Kapitel 12
Ein missglückter Betrugsversuch

»Alles klar, Vater!«, antwortete Myndert und verschwand.

Die Mienen der Betrüger hellten sich auf. Die Aussichten besserten sich zusehends, und es schien sicher, dass sie die 60 000 Dollar doch noch erhalten würden. Allerdings hätten sie sich im Zweifelsfall auch mit 30 000 Dollar begnügt, anstatt gänzlich leer Weiterlesen →

Der Welt-Detektiv – Band 14 – 4. Kapitel

Der Welt-Detektiv Nr. 14
Opir, das Gespenst der Nacht
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
4. Kapitel
Das Mitternachtsgespenst

Sherlock Holmes machte eine missmutige Miene. »Du hast Wheeler nicht verfolgen können, Jonny?«

»Ich habe mir die größte Mühe gegeben«, erwiderte Jonny, »zuerst ging auch alles gut, dann aber verschwand der Kerl wie ein Phantom im Dunkel. Der Kuckuck mag wissen, wie er das Kunststück fertigbrachte.«

Sherlock Holmes starrte vor sich hin.

»Ich bin überzeugt, dass Opir irgendwo in der Nähe lauert und nur einen günstigen Augenblick abpasst, in dem er den Überfall auf die Bank ausführen kann. Für diese Nacht wird er kaum einen Anschlag auf das Gebäude planen. Trotzdem wollen wir aber die Weiterlesen →

Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 24. Kapitel

Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902

Vierundzwanzigstes Kapitel

Literarische Arbeiten

Zu jener Zeit unternahm Will auch seine ersten literarischen Versuche. Wie der Leser gesehen hat, war die Zahl seiner Schultage nicht groß, und noch immer konnte er, wie er einst bei Unterzeichnung seines ersten Kontraktes gegenüber Herrn Majors gesagt hatte, eine Flinte besser handhaben als eine Feder. Das bewegte Leben in den Grenzgebieten ließ einem Mann nicht viel Zeit, sich eine gute Schulbildung anzueignen, und so ist es nicht verwunderlich, dass der erste Aufsatz, den Will veröffentlichte, eine beträchtliche Anzahl orthografischer Schnitzer und Interpunktionsfehler aufwies. Man machte ihn zwar auf diese Mängel aufmerksam, doch das Prärieleben Weiterlesen →

Der Tyrann von Nottingham – Kapitel 2

Robin Hood
Der Tyrann von Nottingham
Wie Robin Hood den grausamen Normannen Oswald de Burgh gefangen nahm – und warum er ihn wieder freiließ

Kapitel 2: Der mysteriöse Bogenschütze

Richard Löwenherz, König von England, ahnte nicht das Geringste von den bevorstehenden Ereignissen. Er verließ London, um sich den Kreuzfahrern auf dem Weg ins Heilige Land anzuschließen, und übertrug die Verwaltung des Landes Prinz John und einigen Baronen. Der König hegte keinen Zweifel daran, dass während seiner Abwesenheit alles zum Besten stehen würde, denn er hatte Oswald de Burgh eine strenge Anweisung erteilt, die Forstgesetze abzumildern und die Bauern sowie das einfache Volk in Frieden zu lassen.

Dennoch unternahm Prinz John, sobald De Burgh ihm sein Leid geklagt hatte, Schritte zur Zerschlagung der Waldläufer von Sherwood – völlig ungeachtet des Wunsches seines königlichen Bruders. Oswald de Burgh kehrte mit eintausend Mann, die ihm Weiterlesen →