Nick Carter – Das Entführungssyndikat – Kapitel 10
Nick Carter
Das Entführungssyndikat
oder: Nick Carter gegen das Syndikat
Kapitel 10
Wie Nick Carter es wiedergutmachen konnte
Zehn Uhr.
Ein langer Speisesaal in einem Haus in Westchester. Geschlossene Fensterläden und zugezogene Vorhänge. Öllampen in Bronzebügeln an den getäfelten Wänden. In der Mitte des Raumes ein langer, mit dunklem Tuch bedeckter Tisch, an dem zehn Männer und eine Frau saßen. Alle bis auf einen waren maskiert.
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Schauernovellen – Ritter und Nonne Teil 3
Ferdinand Kleophas
Schauernovellen Band 1
Verlag Franz Peter, Leipzig 1843
Ritter und Nonne
oder
Liebe und Verbrechen im Kloster
Die Burg war verschlossen, die Zugbrücke hochgezogen, das Gitter herabgelassen und doch hatte ihm noch vor einigen Tagen ein Bauer versichert, es stehe Tür und Angel auf, so wie man beim Begräbnis des gnädigen Fräulein alles offen gelassen habe. Verwundert schlug der Mönch den Weg zu einem ihm bekannten Hinterpförtchen ein und fand dasselbe unverschlossen. Er trat in den Burghof. Seine Tritte hallten und es wurde dem festen Mann fast unheimlich zumute, als er sich der Kapelle näherte und in derselben das Geräusch seiner Tritte sich noch mehrte.
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Das Gastmahl des Doktor Bertrand
Charles Collins
Das Gastmahl des Doktor Bertrand
Kleines Roman-Magazin. Berlin,1867-4.
Aus den frühesten Tagen meiner Kindheit, so weit nur die Erinnerungen zurückreichen bis zu jener Grenze des Bewusstseins und der Dämmerung des traumartigen Pflanzenlebens, entsinne ich mich eines vergilbten Manuskripts, das mein Vater sorgfältig aufbewahrte und in das er mir niemals einen Blick gestattete. Nur so viel teilte er mir mit, dass es ihm einige Jahre vor meiner Geburt von einem französischen Emigranten übergeben worden war und dass es den authentischen Bericht einer Begebenheit enthalte, die sich wenige Jahre vor der französischen Revolution zugetragen habe und die man ohne genaue Kenntnis und Erwägung der in Frankreich zu jener Zeit herrschenden Sittenverderbnis in das Reich der Fabel zu verweisen geneigt sei.
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Eine Räuberfamilie – Elftes Kapitel
Emilie Heinrichs
Eine Räuberfamilie
Erzählung der Neuzeit nach wahren Tatsachen
Verlag von A. Sacco Nachfolger, Berlin, 1867
Elftes Kapitel
San Gennaro
Bei den Ruinen von Pompeji harrte Georg in einsamer Mitternacht, vergebens bemüht, seine Angst abzuschütteln. In geringer Entfernung hielt der Baron mit dem kleinen Wagen hinter einem dichten Gebüsch, das ihn vollständig verbarg.
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Elbsagen 73
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
74. Der Teufel und der Tartarenkönig
Anfang des 16. Jahrhunderts lebte in Magdeburg ein reicher Bürger und Ratmann, namens Melchior Teufel, der aber für seine Zeit sehr wenig fromm war und in seinem Umgang sich gar nicht wählerisch zeigte, denn er ging nicht bloß mit Leuten aus allerlei Ständen und verdächtigen Herkommens um, sondern er rühmte sich geradezu, dass er gar keinen Glauben habe. Sein bester Freund war der Häuptling einer Zigeuner- oder Tartarenbande, die Weiterlesen

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