Die Blume der Prärie – Die Erzählung des Häuptlings
Gabriel Ferry
Die Blume der Prärie
oder die deutschen Kolonisten an den Ufern des Colorado
Grimme und Leipzig, Druck und Verlag des Verlags-Comptoirs, 1852
Achtes Kapitel
Die Erzählung des Häuptlings
Die ersten Strahlen der Morgensonne säumten bereits die Gipfel der Guadeloupe Mountains und purpurne Wölkchen segelten wie Feenschiffe über den tiefblauen Himmel, als die Jäger das einsame Blockhaus wieder erreicht hatten.
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Die Plauderstube – Das alte Schloss
Das alte Schloss
Eines Abends hatte sich eine zahlreiche Gesellschaft in dem gemütlichen Landhaus meines Vaters versammelt, um die Weihnachtsfeier mit uns zu begehen. Mein Onkel, welcher sich gerade in sehr heiterer Stimmung befand, erzählte viel von seinen Feldzügen in Spanien und sagte, nachdem er längere Zeit gesprochen, dass er uns eine Geistergeschichte zum Besten geben wolle, wie wir gewiss noch nie eine gehört hätten. Wir alle nahmen daraufhin Platz an dem großen Kamin, der von einer so hellen Flamme beleuchtet wurde, dass wir mit einem Gefühl der Sicherheit in die dunklen Ecken des Gemaches blicken Weiterlesen
Die Sternkammer – Band 3 – Kapitel 6
William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 3
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854
Sechstes Kapitel
Von der Wette zwischen dem Grafen von Gondomar und dem Marquis von Buckingham
Bei einem Bankett in Whitehall, welches alle vorzüglichsten Herren und Damen des Hofes besuchten, wurde eine Wette zwischen dem Grafen von Gondomar und dem Marquis von Buckingham angestellt, deren Entscheidung man dem König überließ.
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Deutsche Märchen und Sagen 106
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
140. Wagen mit Katzen bespannt
Anno 1633 wurde zu Strasburg ein Junge aus Molzheim, nicht mehr als sechzehn Jahr alt, zum Tode verurteilt, weil er ein erwiesener Teufelskünstler war. Sein Lehrer in der Zauberkunst war ein Jesuit aus Molzheim gewesen, der nebst ihm noch viele andere Jungen verleitet hatte. Der Teufel war einmal zu ihm in die Schule gekommen in Gestalt eines ansehnlichen schwarzen Mannes und hatte ihm Geld verehrt. Dieser Junge konnte sich in allerlei Gestalten verwandeln; so hatte er einmal in Gestalt eines Raben sich einer Kuh auf den Rücken gesetzt und sie Weiterlesen
Aus dem Wigwam – Issaquena
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol
Issaquena
in fremder Indianerstamm hatte die Gegend, wo sich nun die Issaquena- Wasserfälle befinden, einst mit Krieg überzogen und ein junges, schönes Mädchen, die Tochter des erschlagenen Häuptlings, bis an den jähen Abhang hart verfolgt. Hier verschwand sie plötzlich. die beutesüchtigen Wilden erblickten zum ersten Mal die schneeweiße Strömung, die tief zu ihren Füßen in dem düsteren Abgrund rauschte. Mit dem Ruf Der Große Geist hat die Frau in eine Wassersäule verwandelt kehrten sie um und erzählten die wunderbare Mär den ihren. Seitdem bekam dass Flüsslein den Namen Issaquena. Es ist der des geretteten Mädchens, das sich in einer tiefen Schlucht hinter dem Strom verborgen hatte.
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