Der Märkische Eulenspiegel 26
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert einen Kannengießer betrog
In Spandau lebte ein Kannengießer, der viel von Clauert gehört, ihn aber noch nie gesehen hatte. Deshalb hatte er sich oft gegenüber vielen Leuten verlauten lassen, dass er gern Clauerts Bekanntschaft machen möchte. Als Clauert nun eines Tages dorthin kam und den ganzen Tag lang viel Lächerliches tat, machte der Wirt ihn schließlich mit dem Wunsch des Kannengießers bekannt, ihn kennenlernen zu wollen.
Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 14
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 14
Über Muglugs
Jahrelang hatte Lumley die Schicksalsschläge ertragen, doch sie hatten ihn nicht abgehärtet. Die beiden Schläge, die er nun per Fernschreiber erhalten hatte, ließen ihn blass und besorgt zurück.
»Oh, ich würde das nicht so tragisch sehen«, sagte Tibilus tröstend.
»Sie wissen nicht, was die Wiederbeschaffung dieser Papiere für mich bedeuten kann«, erklärte Lumley. »Ich wurde aus meiner eigenen Zeit vertrieben, aus dem Jahr 1900 verjagt, von diesem Unbekannten, der niemand anderes als ein Detektiv ist. Sein richtiger Name ist Jasper Kinch, und seine Flucht und der Verlust dieser Truhe sind doppelt unglücklich. Mir wird in beide Richtungen der Boden unter den Füßen weggezogen. Mit den Papieren in meinem Besitz könnte ich Kinch wahrscheinlich meine Weiterlesen
Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 65

Das Bassewitzfest in Kyritz
Die Stadt Kyritz hatte in alten Zeiten viele Fehden mit den Rittern der benachbarten Länder. So lag sie auch einmal mit dem mecklenburgischen Ritter Kurt von Bassewitz im Streit, der im Jahr 1411 heranzog und sie hart belagerte. Die Kyritzer verteidigten sich jedoch tapfer und bewachten Tor und Mauern sorgfältig. So konnte er ihnen nichts anhaben, weshalb er überlegte, wie er die Stadt mit List nehmen könnte.
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Der Welt-Detektiv – Band 13 – 1. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 13
Die unsichtbare Geheimpost
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
1. Kapitel
Der rote Triangel
Miss Evelyne Condell war blass wie nie zuvor.
»Ich glaube, Sie haben Angst«, meinte George Buckin mit einem Lächeln. »Wie kann man nur so schrecklich furchtsam sein!«
Das junge Mädchen, das seit einem Vierteljahr als Sekretärin in Mr. Buckins Diensten stand, zitterte erregt.
»Sie sollten doch die Polizei verständigen!«, sagte sie. »Die Zeichen werden immer drohender und …«
WEEKLY GHOST STORY – Die Uhr
Das monotone Ticken der Uhr erfüllte ihn mit unbegründeter Wut.
Die Uhr
Von Arthur Styron
Mein ganzes Leben lang hatte ich eine tiefe und anhaltende Abneigung gegen Monotonie. Die unveränderliche und ermüdende Gleichförmigkeit des Lebens irritiert mich und erfüllt mich mit Depressionen. Ich fürchte und hasse alle Menschen, weil ich gezwungen bin, sie zu meiden, um dieser abscheulichen Mutter der Monotonie, der Gewohnheit, zu entgehen, die meine Nerven zerreißt und sie mir spöttisch ins Gesicht wirft. Jede Art von Regelmäßigkeit erfüllt mich mit Groll und ohnmächtiger Wut gegen den Lauf der Dinge. Das stetige Prasseln von Regentropfen treibt mich dazu, hysterisch und stammelnd mein Gesicht zwischen den Kissen oder unter einer Matratze zu vergraben – an jedem Ort, an dem das stetige Tropfen nicht zu hören ist. Das Geräusch von Trommelschlägen erfüllt mich mit einer solchen unkontrollierten Wut und Raserei, dass ich in meiner Verzweiflung laut schreie und Steine oder andere verfügbare Wurfgeschosse auf die Übeltäter werfe, die es wagen, mich zu provozieren. Ich kann, ich wage und ich will keine eintönige Gleichförmigkeit ertragen! Mein fantasievolles und aufgeregtes Temperament verlangt nach Abwechslung.
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