Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 63

Der Roland von Rheinsberg und die Remus-Insel
Im Boberow-Wald treibt noch heute Herr von Reisewitz sein Unwesen. Er hat schon so manchen in die Irre geführt, der sich nicht mehr zurechtfand, bis er plötzlich ein Lachen oder Händeklatschen hörte und sah, wo er hingeraten war.
Mit dem Herrn von Reisewitz soll es aber folgende Bewandtnis haben: Er lebte hier unter Prinz Heinrich und hatte alles zu arrangieren. Während Prinz Heinrich im Felde war, richtete er die Boberow-Cavel, die Fortsetzung des Schlossgartens, ein. Weil er beim Prinzen aber verleumdet wurde, machte dieser ihm deshalb Vorwürfe. Da vergiftete sich Herr von Reisewitz. Als Prinz Heinrich aus dem Krieg zurückkam, sah er, wie schön alles geworden war, und es tat ihm sehr leid. Seit dieser Zeit geht Herr von Reisewitz im Boberow-Wald um.
Al Capone – Band 25
Al Capone
Band 25
Ein Bankier wird gestohlen!
1. Kapitel
Die Entführung des Bankiers
Giacomo Florio hat soeben bei Al Capone angerufen, um ihm die erste Nachricht der neuen Sekretärin Shoemakers über Ed Weller mitzuteilen. Eveline Ahrens meldete sich am Apparat und Giacomo bat sie, ihrem Chef Folgendes auszurichten: »Miss Walsh hat herausgefunden, dass Ed Weller heute Nachmittag vom Untersuchungsgefängnis zum Gebäude des Chicago Herald gebracht wird, um einen Lokaltermin mit Rekonstruktion des Mordes abzuhalten, wegen dem ihn die Polizei verfolgt und das Gericht angeklagt hat. Der Termin ist für 16:30 Uhr angesetzt. Es ist anzunehmen, dass dieser Weller schon um vier Uhr aus dem Gefängnis abgeholt werden wird.«
Neuerscheinung Das Schiff der verlorenen Kinder von Boris Koch

Geschichten von verlorenen Seelen auf ihrem ungewissen Weg erzählen von Mut und Zusammenhalt inmitten unermesslicher Gefahr. Während die Schatten der Vergangenheit und die Schrecken der Gegenwart sie heimsuchen, müssen Leö und Felix nicht nur gegen die äußeren Monster bestehen, sondern auch gegen die, die in ihren eigenen Herzen wohnen. Nur durch die Kraft der Gemeinschaft und den unbeugsamen Willen, sich nicht dem Dunkel zu ergeben, können sie die Freiheit erreichen, nach der sie sich sehnen.
Boris Koch
Das Schiff der verlorenen Kinder
Fantasy, gebundener Roman, Heyne, München, Veröffentlichung: 29. Oktober 2025, 544 Seiten, 24,00 EUR, ISBN 9783453275102
Klappentext
Als die Brüder Leo und Felix nach einem Streit mit ihren Eltern aus der Welt gerissen werden, finden sie sich plötzlich allein auf einem gewaltigen Schiff in tiefster Nacht wieder. Die verwinkelten Korridore scheinen verlassen, doch schon bald müssen sie feststellen, dass grausame Monster das Schiff beherrschen und Hunderte Kinder und Jugendliche versklavt haben. Und immer noch wissen Leo und Weiterlesen
Die Gespenster – Vierter Teil – 31. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Einundreißigste Erzählung
Ein Hospitalit zu Greenwich
Im Arbeitshaus zu Greenwich in England verfiel am 9. August des Jahres 1798 eine 60-jährige Frau in einen scheinbar toten Zustand. Ihre Leblosigkeit war so anhaltend, dass man sie am nächsten Sonntag zu begraben gedachte. Schon war ihr Sarg angefertigt; schon verschloss diese enge Behausung die vermeinte Leiche; schon hatte man die Unglückliche als wirkliche Leiche in das Behältnis getragen, in welchem die Leichen bis zum Begräbnis zu stehen pflegen. Aber am Sonntag früh kam der Arzt des Arbeitshauses, um sie Weiterlesen
Der Hasenwirt
Der Hasenhirt
Aus: Von Hollas Rocken, Eberhard König, 1925
Der König von Portugal war der Meinung, dass seine schöne Tochter sauer und holzig werden würde, wenn sie nicht bald unter die Haube käme, und dass sie dann keiner mehr möchte. »Desto besser!«, rief das hübsche Kind stolz. »Kann denn unsereins, wenn es nur leidlich gerade gewachsen ist und kein garstiges Gesicht hat, nie leben, wie es ihm gefällt? Was frage ich nach den Mannsleuten! Ich will mein eigen sein und bleiben! Wenn sie doch wüssten, wie dumm ich all ihr Getue finde. Hat das unnütze Volk auf Gottes Welt denn nichts Besseres zu tun, als vor uns ein Männchen zu machen? Ich kann bald keine Person mit Hosen und Haaren im Gesicht mehr sehen.«
Das war sehr kräftig gesprochen und der gute König hätte es endlich einsehen müssen: Bei der ist nichts zu hoffen! Aber er konnte sich einfach nicht damit abfinden, dass er nie und nimmer ein Strampelchen von Enkelkind auf seinen Knien reiten lassen würde. Ach, und wer sollte dereinst sein Reich erben?
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