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Dracula (1958)

Dracula (1958)

Auf der Suche nach seinem vermissten Freund Jonathan Harker wird der Vampirjäger Dr. Van Helsing zum Schloss von Graf Dracula geführt. Dort findet er einen untoten Harker in Draculas Gruft und erfährt, dass der Graf es nun auf Harkers kränkelnde Verlobte Lucy Holmwood abgesehen hat. Mit der Hilfe von Lucys Bruder Arthur kämpft Van Helsing darum, Lucy zu beschützen und dem parasitären Schrecken von Graf Dracula ein Ende zu setzen.

Nachdem sich der Kutscher geweigert hat, sich dem Schloss Dracula zu nähern, legt der angesehene Gelehrte Jonathan Harker die letzten Kilometer seines Weges im Jahr 1885 zu Fuß zurück – ein Vorhaben, das unweigerlich ins Verderben führt (dies wird durch das Lesen seiner Tagebucheinträge erzählt). Beim Betreten der düsteren, gotischen Residenz, die überraschend gut beleuchtet ist, wird er in einem prunkvollen Saal mit einer anständigen Mahlzeit empfangen. Doch sein Gastgeber bleibt unsichtbar. Stattdessen wird er von einer geisterhaften Frau überrascht, die ihm unheilvolle Bitten und Warnungen zuflüstert: »Er hält mich gefangen! Bitte hilf mir zu entkommen!«

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Die Legende von Gogmagog’s Leap

Die Legende von Gogmagog’s Leap
Zwischen Mythos, Geschichte und Landschaft

Plymouth Hoe, eine weitläufige Grünfläche mit Blick auf den Ärmelkanal, ist nicht nur aufgrund seiner strategischen Lage und Nähe zur Festung von Plymouth von Bedeutung. Der Ort birgt auch eine jahrhundertealte Legende, die tief in der englischen Mythologie verwurzelt ist: die Geschichte von Gogmagog, dem Anführer einer urzeitlichen Riesenrasse.

Noch im 17. Jahrhundert berichteten Zeitgenossen, dass bei Ausgrabungen für die Zitadelle riesige Kieferknochen und Zähne gefunden wurden – Relikte, die man damals dem sagenhaften Riesen zuschrieb. So wurde ein Mythos, der vermutlich auf vorchristliche Erzählungen zurückgeht, durch diese Funde erneut belebt.

Die Legende beginnt mit der Landung von Brutus von Troja und seinem Gefährten Corineus an der Küste von Plymouth. Der Sage nach gehörten beide zu einem Volk trojanischer Flüchtlinge, das nach dem Untergang Trojas in der Fremde ein neues Heimatland suchte.

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Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 8

William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000

Kapitel 8

Der Erklärer bei der Arbeit

Das Triclinium, oder das Speisezimmer, im Haus von Tiburos war eine einzigartige Einrichtung. Es war ein kleiner, quadratischer Raum mit gefliestem Boden sowie Marmorwänden und -decke. Alles daran war streng schlicht gehalten, ohne jeglichen Versuch einer Dekoration. Es gab keine Fenster, nur einen Eingang, und absolut keine Möbel mit Ausnahme von drei luxuriösen Stühlen, die im Zentrum des Bodens dreieckig platziert waren.

In die Fliesen, nahe bei den drei Stühlen, war ein bronzenes Gitter eingesetzt. Die Erfahrungen des Nachmittags hatten Lumley darauf vorbereitet, eine herzhafte Mahlzeit zu genießen, aber die Aussicht war gelinde gesagt entmutigend.

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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 62

Der Pferdehirt von Dierberg, an dem der Tod vorbeigegangen ist

Im Dorf Dierberg bei Lindow geht die Sage von einem Pferdehirten, der sich zu Lichtmess sehen lässt.
Dies verhält sich so: Ein alter Pferdehirt, der in seinem früheren Leben nicht viel getaugt hatte, weidete einst einige Pferde.

Da er durch die Hitze des Tages sehr erschöpft war, legte er sich unter einer hohen Eiche nieder und schlief ein. Als er wieder aufwachte und die Pferde heim trieb, wunderten sich alle Leute, dass die Pferde ohne Hirten kamen. Als er nach Hause kam, sah ihn seine Frau nicht. Sie wunderte sich auch, dass der Hund, der sonst nie von seinem Herrn wich, ohne ihn kam.
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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 9 – 4. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 9
Die Lady mit dem Kanarien-Brillant
4. Kapitel
Der Schreibtisch Sherlock Holmes’

»Du hast also mein Signal verstanden, Harry?«, fragte Sherlock Holmes, während er der Lady die Treppe voranleuchtete und der junge Taxon an seiner Seite schritt. »Die zerbrochene Fensterscheibe …«

»Das konnte kein Zufall sein«, antwortete Harry Taxon, »denn Mr. Sherlock Holmes zerbricht in der Nacht zwischen ein und zwei Uhr keine Fensterscheibe aus Versehen.«

»Sehr richtig, Harry. Ich gebe dir für diese Beobachtung eine gute Note. Und jetzt, Harry, begib dich auf dein Zimmer und verwandle dich sofort in einen waschechten Strolch. Über deine Lumpen wirf einen anständigen Mantel und setze einen Weiterlesen