Catherine Parr Band 1 – Zweites Buch – Kapitel 3
Luise Mühlbach
Catherine Parr
Zweites Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851
III. Das Geständnis
Thomas Seymour kehrte zu Catharine zurück. Sie lag noch mit geschlossenen Augen, bleich, unbeweglich da.
Er blickte sie lange und unverwandt an, er trank in langen Zügen den Anblick dieses schönen und edlen Weibes, von der er sich in diesem Moment nicht entsann, dass sie eine Königin sei.
Er war endlich allein mit ihr! Endlich, nach zwei Jahren der Qual, der Resignation, der Verstellung hatte ihm Gott diese Stunde geschenkt, nach welcher er so lange sich gesehnt, die endlich seinen Tantalusqualen ein Ende machen sollte!
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Sagen der mittleren Werra 98
Der verfluchte Wald bei Wilhelmsthal
Zwischen Wilhelmsthal und Ruhla steht rechts und links vom Fahrweg ein Eichwald mit verdorrten Wipfeln. Die Sage erzählt darüber Folgendes:
Es soll einmal geschehen sein, dass sie in Eisenach einen Unschuldigen zum Strick verurteilten. Auf dem Weg zum Galgen beteuerte der Mann vor allen Leuten nochmals seine Unschuld. Als er jedoch sah, dass alles vergebens war, verfluchte er den Wald, aus dem das Holz für den Galgen eines Unschuldigen gezimmert worden war.
Seit jener Zeit verdorren hier die Wipfel des Waldes, weil das Galgenholz aus ihm genommen wurde.
Der Taubeneller Hans
Es kamen einmal zwei Studenten nach Taubenellen. Sie hatten schon viel vom Taubeneller Hans, einem gewaltigen Hexenmeister, gehört und wollten gern einen seiner Streiche miterleben. Man wies sie vom ehemaligen Jägerhaus in die Mühle, wo sie, ohne ihre Weiterlesen
Varney, der Vampir – Kapitel 48
Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest
Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.
Kapitel 48
Der Pfahl und die Leiche
Der Mob schien von Anfang an den Eindruck zu haben, dass vonseiten der militärischen Kräfte keine ernsthaften Konsequenzen zu erwarten seien. Es war nicht anzunehmen, dass die Soldaten, die in dieser Angelegenheit weder persönlichen Anstoß noch besondere Gefühle hegen konnten, sich einen schlechten Ruf einhandeln wollten, der ihnen für Jahre anhängen würde. Dies war kein politischer Aufruhr, bei dem unterschiedliche Meinungen zu erhitzten Gemütern führen könnten. Zwar hatten die zivilen Behörden um militärische Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 198
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
273. Karl lässt einen Brunnen graben
Nach der Eroberung von Goulette hatte Karls Heer großen Wasserbedarf. Da ließ Karl einen Brunnen graben. Die Soldaten gruben tief und fanden ein schönes Kreuz. Sie berichteten dem Kaiser davon, der kam hinzu und nahm das Kreuz mit großer Ehrerbietung aus dem Loch. Kaum hatte er es von der Stelle genommen, an der es gelegen hatte, da sprang ein klarer Quell hervor, und das ganze Lager labte sich daran. Das Kreuz sandte er seiner Kaiserin mit der Weisung, es als einen allerköstlichsten Schatz zu bewahren.
274. Karls Handzeichen
Kaiser Karl konnte, wie bekannt, nicht schreiben. Wenn er etwas unterzeichnen sollte, dann tauchte er seine Hand in Tinte, spreizte die Finger weit aus und schlug damit auf das Papier, sodass das Zeichen seiner Hand darauf zurückblieb. Darum nennt man eine Weiterlesen
Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 5
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 5
Die letzte Einwanderung
Für Lumley war der Flug zum Peristylum eine ganz bemerkenswerte Erfahrung. Die mächtigen Flügel des Meteor fächelten die Luft so geräuschlos wie die eines Vogels und trieben das Gefährt mit erstaunlicher Geschwindigkeit voran.
Der Muglug kümmerte sich um alle Betriebsbelange des Gefährts, sodass die Passagiere reichlich Gelegenheit hatten, zu plaudern und sich umzusehen.
Es war ein perfekter Tag. Die Sonnenstrahlen wurden durch eine milde Brise gedämpft und die Natur zeigte sich von ihrer besten Seite.
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