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Im Original Luise Muehlbach

Catherine Parr – Band 2 – Kapitel 3

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Band 2
Drittes Buch
Die Schleife der Königin
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

3. Prinzessin Elisabeth

Sie schritt gerade die Stufen der großen Freitreppe hinauf und begrüßte John Heywood mit einem freundlichen Lächeln.

»Mylady«, sagte er laut, »ich habe Euch im Namen Seiner Majestät Geheimes mitzuteilen!«

»Geheimnisse?«, wiederholte Katharina und hielt auf dem Plateau inne. »Nun denn, tretet zurück, meine Damen und Herren. Wir wollen den geheimnisvollen Boten des Königs empfangen.«

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Catherine Parr – Band 2 – Kapitel 2

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Band 2
Drittes Buch
Die Schleife der Königin
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

2. Der König amüsiert sich!

Weg mit den Sorgen und dem rachedurstigen Gedanken! Der König will für eine kurze Zeit vergessen, dass er König ist. Er will sich dieser Last entledigen, die seine Schultern bedrückt und ihn zu einem Zwitterwesen macht, das weder Gott noch Mensch ist. Er will einmal ganz Mensch sein, ein freier, glücklicher, genießender Mensch.

Aber ach, der König ist es nicht allein, der seine Schultern bedrückt! Da ist auch die Last des Fleisches, die den Menschen Weiterlesen

Catherine Parr – Band 2 – Kapitel 1

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Band 2
Drittes Buch
Die Schleife der Königin
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

1. Die Ankläger

Nachdem der König das Arbeitszimmer betreten hatte, folgten ihm Graf Douglas, Gardiner und Wriothesly. Sie warfen einander noch einen Blick des Einverständnisses zu.

Graf Douglas sagte mit diesem Blick: »Die Stunde ist gekommen! Haltet euch bereit!«
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Catherine Parr Band 1 – Zweites Buch – Kapitel 4

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Zweites Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

IV. Der König langweilt sich

König Heinrich war allein in seinem Arbeitszimmer. Er hatte einige Stunden damit verbracht, an diesem frommen Erbauungsbuch zu schreiben, das er seinen Untertanen statt der Bibel zur Lektüre empfehlen wollte, da er als Oberhaupt der Kirche die entsprechende Autorität besaß.

Doch der Oberpriester der englischen Kirche, der erhabene König von Gottes Gnaden, spürte, dass trotz dieser beiden großen und erhabenen Würden ein drittes Wesen in ihm wohnte: ein armes, schwächliches Menschenkind, das trotz der Erhabenheit des Priesters und der Größe des Königs Hunger und Langeweile, Ermattung und Überdruss empfinden konnte wie jeder andere Sterbliche auch.
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Catherine Parr Band 1 – Zweites Buch – Kapitel 3

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Zweites Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

III. Das Geständnis

Thomas Seymour kehrte zu Catharine zurück. Sie lag noch mit geschlossenen Augen, bleich, unbeweglich da.

Er blickte sie lange und unverwandt an, er trank in langen Zügen den Anblick dieses schönen und edlen Weibes, von der er sich in diesem Moment nicht entsann, dass sie eine Königin sei.

Er war endlich allein mit ihr! Endlich, nach zwei Jahren der Qual, der Resignation, der Ver­stellung hatte ihm Gott diese Stunde geschenkt, nach welcher er so lange sich gesehnt, die endlich seinen Tantalusqualen ein Ende machen sollte!
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