Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 46
Am letzten Tag des Dezembers verließen uns unsere verbliebenen indianischen Jäger mit dem Versprechen, in wenigen Tagen zurückzukehren. Doch sie kehrten nie wieder zurück und der Tag verlief wie jeder andere.
So endete das Jahr 1833, doch es soll still in Vergessenheit geraten, zusammen mit den Tausenden, die vor ihm vergangen sind und ihm noch folgen werden. Seine Hoffnungen, seine Ängste und seine Erwartungen können niemanden mehr begeistern oder aufwühlen. Seine Gefahren und Entbehrungen sind bereits halb vergessen und selbst die schweren Enttäuschungen, die es hervorgerufen hat, haben ihre Fähigkeit verloren, noch zu beunruhigen. Nun gut! Mit all seinen Unvollkommenheiten möge es in die dunkle Leere der vergangenen Ewigkeit hinabsteigen. Wir, älter, wenn auch nicht weiser, werden wieder mit eifriger Neugier auf die Ereignisse blicken, die noch im Schoß eines anderen Jahres schlummern. Mit Wünschen, die sich wahrscheinlich als vergeblich erweisen werden. Mit Hoffnungen, die vielleicht dazu bestimmt sind, enttäuscht zu werden. Und mit Erwartungen, die zweifellos zum Scheitern verurteilt sind. Aber trotz ihrer Schwäche und Ungewissheit werden sie alle mit Zuneigung gehegt, vielleicht sogar mit Torheit.
Das neue Jahr wurde mit Festessen und Fröhlichkeit eingeläutet: mit getrocknetem Büffelfleisch und Wild, Kuchen und Kaffee. Menschen, die ständig an bessere Kost gewöhnt sind, mag diese Auswahl als eher mager erscheinen – geschweige denn als Weiterlesen
Mörder und Gespenster – Band 1 – 5. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Werwolf
Kapitel 5
Während der Werwolf mit seiner leichten Beute eilig nach Hause trabte, setzte der Metzger seinen Weg ins Kloster über Stein und Stock fort. Es war noch nicht die gewohnte Stunde, als er dort anlangte; er hatte den Weg zurückgelegt, ohne sich Zeit zu lassen. Er musste den Pförtner wecken und tat dies mit so ungestümer Hast, dass dieser sich vom Lager aufraffte, in der Meinung, das Kloster stehe in Flammen. Er entsetzte sich, als er den todbleichen Mann vor sich stehen sah, der kaum sein »Gelobt sei Jesus Christus!« hervorzubringen vermochte.
Der Metzger betrat die Zelle des Pförtners und musste sich einige stärkende Tropfen erbitten, um seine Schwäche zu überwinden, Weiterlesen
Secret Service Band 3 – Kapitel 13
Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 3
Old and Young King Brady Detectives
The Bradys after a million
Oder: Ihre Verfolgungsjagd zur Rettung einer Erbin
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective
Wer kennt ihn nicht, den berühmten Detektiv Old King Brady, der mehr Rätsel gelöst hat als jeder andere Detektiv, von dem man je gehört hat.
In der Reihe der Geschichten, die in SECRET SERVICE veröffentlicht werden, wird ihm ein junger Mann zur Seite stehen, der als Young King Brady bekannt ist und dessen einziges Lebensziel darin besteht, Old King Brady darin zu übertreffen, gefährliche Fälle aufzuklären und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Wie gut ihm dies gelingt, wird in den folgenden, im SECRET SERVICE veröffentlichten Geschichten ausführlich geschildert.
Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 9 – 3. Kapitel
Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 9
Die Lady mit dem Kanarien-Brillant
3. Kapitel
Eine zerbrochene Fensterscheibe
»Hat jemand nach mir gefragt, Mrs. Bonnet?«
Mit diesen Worten betrat Sherlock Holmes sein Haus in der Baker Street, als er um l0 Uhr abends in dasselbe zurückkehrte.
»Ein Herr hat einige Male nach Ihnen gefragt«, gab die würdige Hausdame zur Antwort, »und auf Ihrem Schreibtisch liegen einige Briefe.«
»Sind dieselben durch einen Boten oder mit der Post gekommen?«
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 22
Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
10. Der Mord in der Burgkapelle
Unter den schauerlichen Geschichten der Gröditzburg nimmt der Mord in der Burgkapelle eine hervorragende Stelle ein.
Als vor vielen hundert Jahren eine Burgherrin Witwe geworden war und nur ein einziges Töchterchen, also keinen männlichen Erben, besaß, drängten sich viele Ritter heran und warben um sie. Von allen Freiern bevorzugte sie den Ritter Georg von Waldeichen und wählte ihn zum Gemahl. Nach Jahresfrist schenkte sie Weiterlesen
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