Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 70

Die Schlangen von Bernau
Auf der Feldmark der Stadt Bernau findet man, so weit man das Läuten der Bürgerglocke hören kann, weder Schlangen noch Nattern. Als Grund dafür gibt man Folgendes an: Als vor alters jene Bürgerglocke gegossen wurde, spendeten die Leute nach damaligem Brauch allerlei Wertgegenstände dazu, wie Gold, Silber, Erz und Ähnliches. Da kam auch eine alte Frau herbei und sagte, sie habe zwar nichts von Geldwert, das sie für die Glocke stiften könne, wolle aber dennoch etwas dazugeben, was man nicht verachten solle. Damit ließ sie eine lebendige Schlange und eine Natter mit in den Guss hineinlaufen – mit dem Bemerken, dass sich danach die Schlangen und Nattern verlieren würden, die damals in der Gegend so häufig waren. Und so geschah es auch, sobald man mit der neuen Glocke zum ersten Mal zu läuten anfing.
Der Welt-Detektiv – Band 14 – 3. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 14
Opir, das Gespenst der Nacht
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
3. Kapitel
Ein neuer Schurkenstreich
Genau vier Wochen später wurde Mr. Crox, dem Vorsteher der Bank von Northfield, ein Herr gemeldet, der ihn in einer dringenden Angelegenheit zu sprechen wünschte.
»Sein Name?«
»Er will nur Ihnen seinen Namen nennen!«
Er zog die Stirn in Falten. Es waren unsichere Zeiten in Arizona, und Leuten gegenüber, die man nicht kannte, war immer Vorsicht geboten. So zog er den Revolver aus dem Schreibtischfach und legte ihn neben sich. Erst dann gab er dem Clerk einen Wink, den Weiterlesen
Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 3 – Kapitel 1
Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 3
Chinesische Götzendienerei
Kapitel 1
Der Drohbrief
An Mister John Donnell, Esq.
Regent’s Park, Albany Street 24
Hiermit werden Sie dringlichst aufgefordert, heute Abend an einem Ort im Primrose Park, den Ihnen unser Bote mitteilen wird, die Summe von 500 000 Pfund Sterling zu hinterlegen. Die Person, die Sie mit dieser Aufgabe betrauen, muss uns bekannt sein; sie wird am Eingang des Parks auf einen unserer Vertrauensmänner treffen, der ihr den genauen Ort für die Geldübergabe nennen wird.
Machen Sie sich nicht die Mühe, unseren Boten durch die Polizei festnehmen zu lassen; das wäre töricht und vergeblich. Wir Weiterlesen
Felsenherz der Trapper – Teil 03.6
Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 3
Der Kundschafter von Fort Kavett
6. Kapitel
Der Kampf im Canyon
Vier Stunden später verließen vier Reiter und ein auf ein fünftes Pferd gefesselter Indianer das Lager Kapitän Tobblers. Zwei der Reiter waren Soldaten des Freiwilligenkorps, die beiden anderen waren Jonny Einaug und Klapperschlangen-Tom.
Die Soldaten hatten den Apachenhäuptling zwischen sich, dessen Mustang an die Pferde seiner Wächter durch Lassos angebunden war.
Die Schwarzmäntel – Band 1 – Kapitel 4
Paul Féval
Die Schwarzmäntel
Originaltitel: Les Habits Noirs
Band 1
Kapitel 4
Pot au lait
Das Schweigen wurde schließlich von Julie, der Neugierigen, gebrochen. Schon eine Kleinigkeit genügt, um bei solchen ehrgeizigen Geistern Argwohn und Fantasie zu wecken: Kaum haben sie sich ein Tuch umgeworfen oder ein Halstuch umgelegt, schon reisen sie ins Land der Träume und bauen gedanklich bereits das oberste Stockwerk ihres Luftschlosses.
»Was hast du mir denn zu sagen, André?«, fragte sie.
»Gar nicht viel, mein Schatz«, antwortete der junge Ziseleur, »außer dass ich in einer merkwürdigen Gemütsverfassung bin. Und Weiterlesen

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