Hessische Sagen 16
Der Sterbenden Fluch
Zwischen Lütter und Schmalnau im Riedergrund stand vor Zeiten ein Hochgericht, jetzt sieht man jede Nacht dort einen Wagen, der von zwölf bis eins umfährt und dann verschwindet. Darin sitzt ein Herr von Weihers.
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Sagen- und Märchengestalten – Der Teufel in der Schöpfung
Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Der Teufel in der Schöpfung
Der Schöpfungstrieb ist göttlicher Natur. Er ist der lebendige Odem Gottes, den Gebilden seiner Hand eingehaucht im Frühlingsglanz der neu erblühten Welt, er ist der wunderbare Ring, welcher den ewigen Kreislauf zusammenhält von Jahrtausend zu Jahrtausend. Alle Schöpfungsgeschichten aber, wie mannigfach die Überlieferungen der verschiedenen Völkerstämme auch darüber lauten mögen, fallen dennoch in ihren Grundzügen in eins zusammen.
In der nordischen Sage entstehen zuerst Götter und Riesen. Beide vereint schaffen Menschen aus dem Holz zweier Bäume, Weiterlesen
Hessische Sagen 15
Das jammernde Irrlicht
Ein Jägerbursche sah jeden Abend, wenn er nach Hause ging, ein Irrlicht, das folgte ihm auf seinem ganzen Weg und flehte mit jammernder Stimme um Erbarmung, weil er zu seiner Erlösung ausersehen sei. Aber der Jäger war ein rauer Geselle und achtete Weiterlesen
Sagen- und Märchengestalten – Der Teufel
Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Der Teufel
Unter all den wunderbaren Gebilden, welche die Fantasie erschuf, um den unermesslich weiten Raum, der Himmel und Erde voneinander scheidet, zu bevölkern, nimmt der Teufel unstreitig den ersten Rang ein.
Eine Geschichte des Teufels wird notwendigerweise auch ein Abriss von der Kulturgeschichte der Menschheit sein. Von allen märchenhaften Gestalten, wie sie im Glauben des Volkes Wurzel fassten, ist keine so mannigfach ausgeschmückt worden, keine so eigentümlichen Wandlungen unterworfen gewesen, als diejenige des bösen Geistes, welche uns wie in einem Zauberspiegel die geistige Entwicklung der Völker mit allen ihren Licht- und Schattenseiten Weiterlesen
Hessische Sagen 14
Zwetschenheinrich
Am Rhein bei Gernsheim liegt eine Mühle, die hat zwölf Gänge. Als diese gebaut wurde und das erste Stockwerk fertig war, ging dem Müller das Geld aus. Als der Mann nun so traurig an den Mauern herumschlich und nicht wusste, wie er sich helfen solle, stand plötzlich der Zwetschenheinrich (Teufel) vor ihm und sprach: »Verschreib mir was, dann geb ich dir augenblicklich einen Mehlsack voll Geld.«
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