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Phänomene und Legenden

Hessische Sagen 25

Die zwei Brüder

In der alten Kirche zu Vöhl hingen zwei Schwerter, deren einem ein Stück fehlte. Dies sollen die Waffen gewesen sein, mit denen zwei Brüder oder Vetter vor Zeiten gegeneinander fochten, sodass der eine von des anderen Hand fiel, wie solches die Limburger unterm Jahr 1354 berichtet.
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Sagen- und Märchengestalten – Der Frauen Umzug

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Der Frauen Umzug

Auf Wolken thronte einst die Gattin Odins oder Wotans, die im weiten Himmelsraum wie über die Fülle des Erdbodens gebietende Frigga. Sie bewohnt den goldstrahlenden Palast, in den die Geister der Helden aufgenommen wurden, sobald ihr Leib dem Tod verfiel. Aus unerschöpflichen Quellen spendet die Hohe des Segens Überfluss. Unter ihrer Hand bedecken sich die Felder mit schweren Halmen, kleiden sich die Bäume in liebliches Weiterlesen →

Rübezahl – Der Berggeist lernt Menschen kennen

Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Der Berggeist lernt Menschen kennen

Jahrtausende hindurch hatte der mächtige Berggeist, den die Bewohner des Riesengebirges später spottend »Rübezahl« nann­ten, im Innern der Erde mit seinen Gnomen gewirtschaftet, hatte Paläste aus edlem Metall bauen und wieder zerstören lassen, wie es ihm Laune und Langeweile eingaben. Und nun lüstete es ihn, wieder einmal der Oberfläche der Erde einen Besuch zu machen und sich wie sterbliche Wesen am Sonnenschein, an klaren Sternennächten und frischer Luft zu ergötzen. Mit gewaltiger Kraft brach er die Pforte auf, die nach oben führt, und sah sich mitten im Riesengebirge. Das war sein irdisches Reich.
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Hessische Sagen 24

Die vermauerte Tür

Eine solche befindet sich in dem Speisesaal des freiherrlich Riedeselschen Schlosses Eisenbach und von ihr gibt es folgende Sage. Jedes Mal, wenn in dem Saal zwölf zu Tisch saßen, kam durch diese Tür, nie aber durch eine andere, der Dreizehnte dazu, sodass die schlimme Zahl voll wurde und einer aus der Gesellschaft binnen Jahresfrist sterben musste. Da hat man die Unglückstür zuletzt vermauert und seitdem wurde es anders, und wie oft auch noch zwölf Gäste sich zur Tafel setzten, erschien kein Dreizehnter mehr.
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Sagen- und Märchengestalten – Das wütende Heer

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Das wütende Heer

Nicht immer führte Wotan seine Schar zur fröhlichen Jagd. Oft galt es einen nächtlichen Zug gegen die toten Feinde zu führen, zu dem er die Schatten gefallener Krieger versammelte. Schon der Name bezeichnet den göttlichen Ursprung des Geisterzuges, es ist das wütende, das Wutes-, Wodes- oder Wuotesheer, verschieden von der wilden Jagd. In der weiten Ebene um Chalons in Frankreich, wo einst die mörderische Schlacht gegen die Weiterlesen →