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Phänomene und Legenden

Sagen- und Märchengestalten – Der Adept zu Berlin – Teil 1

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Der Adept zu Berlin – Teil 1

Vielfache Streitigkeiten über den wirklichen Wert des Alchemistengoldes mussten notwendig der Entscheidung der juristischen Fakultäten anheimfallen. Diese zögerten nicht, den Stein der Weisen als zu Recht bestehend zu erklären. Mit nicht geringerer Sicherheit war ja das Wirken und Erscheinen der Höllengeister von ihnen bejaht worden, und aller Spuk, der aus dem eingebildeten Hexen- und Zauberwesen in die Welt gedrungen war, von ihnen Weiterlesen →

Rübezahl – Oberst von Riesenstein

Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Oberst von Riesenstein

In der Stadt Breslau wohnte eine Gräfin mit ihren Töchtern, zwei schönen jungen Damen. Seit Jahren leidend, fasste sie den Entschluss, die heilkräftigen Bäder von Karlsbad aufzusuchen. Das war den jungen Damen sehr lieb, denn so sehr die Mutter nach der Kur verlangte, so sehr freuten sie sich auf die Badegesellschaft und die vielen Lustbarkeiten, die man an solchem Orte antrifft. Die Gräfin nahm daher nach damaliger Sitte eine Postkutsche und stieg mit ihren Töchtern und einer Zofe ein. Der Johann musste neben dem Kutscher auf dem Bocke sitzen.

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Sagen- und Märchengestalten – Der Stein der Weisen – Teil 2

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Der Stein der Weisen – Teil 2

Früher noch als die Transmutationen in Koblenz fand eine ziemlich wunderbare Verwandlung in Österreich statt.

In dem Badeort Rodaun bei Wien erschien im Sommer des Jahres 1746 ein Fremder in dem Häuschen des Bademeisters, begehrte eine Kammer zu längerem Aufenthalt, um seine zerrüttete Gesundheit wiederherzustellen, und wurde freundlich aufgenommen. Es zeigte sich auch bald die Wirkung der stärkenden Quelle an dem neuen Weiterlesen →

Rübezahl – Die einträchtigen Brüder

Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Die einträchtigen Brüder

Kriegsvölker sind in aller Zeit nirgends gern gesehen worden, auch auf dem Riesengebirge nicht. Die wilden Horden nahmen den armen Leuten oft das Letzte und scheuten sich nicht vor Mord und Gewalttat. Einmal zog eine versprengte Schwadron Kroaten über die Berge. Da sahen sie auf der Höhe drei Bauden und beschlossen, dort haltzumachen. Die Gebäude gehörten drei Brüdern, die sich nach dem Tod der Eltern da angebaut hatten. Nur der älteste Sohn bewohnte das alte väterliche Haus, die jüngeren Geschwister hatten neue Häuser. Die Brüder lebten in großer Eintracht, halfen sich gegenseitig aus, und auch die Frauen lebten in gutem Einvernehmen. Ihr Ackerland war nicht sehr groß, auch nicht besonders ertragreich, aber die Brüder hatten ihr Auskommen, besonders, da auch jeder von ihnen ein Handwerk erlernt hatte.
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Schwäbische Sagen 9

Schwäbische-Sagen

Das Erdmännle in Mittelstadt
Eine mündliche Überlieferung aus Mittelstadt

Nach Mittelstadt am Neckar kam lange Zeit ein Erdmännle in ein Haus und tat mancherlei Arbeit für die Hausbewohner. Insbesondere backte es regelmäßig das Brot. Man brauchte nur abends das Mehl in die Backmulde zu schütten, so fand man Weiterlesen →