Schwäbische Sagen 60
Zweites Buch
Geschichtliche Sagen
Gründung der Burg Hohenrechberg
In der letzten Hälfte des 7. Jahrhunderts, als die christlichen Sendboten Gallus, Kolumban, Bonifaz und andere das Evangelium in Schwaben verkündeten, wohnte auf der Teck noch ein mächtiger Heidenfürst, der seinen Götzen opferte und alle verfolgte, die von denselben abgefallen und zum Christentum übergetreten waren. Da entschloss sich der schwäbische Herzog Rumelius, der schon Weiterlesen
Interessante Abenteuer unter den Indianern 76
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Indianischer Pfeifentanz
Diese Zeremonie scheint den Assiniboine eigentümlich zu sein. Ein kleines Feuer wird mitten auf einem hart getretenen Pflaster vor dem Dorf angemacht, und um dasselbe versammeln sich die Tänzer, meistens junge Männer, auf einer auf den Boden ausgebreiteten Büffelhaut sitzend. Der Vorsitzer ist ein Häuptling, auch zuweilen ein Medizinmann, welcher sich mit einer langen Pfeife in der Hand an das Feuer setzt und mit einem Eifer und einer Weiterlesen
Sammlung bergmännischer Sagen Teil 22
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 25. Blatt
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871
Eulenspiegel erhält durch List ein Mittagessen und noch Geld dazu.
ls sich nun Eulenspiegel aus Nürnberg weggemacht hatte, und gar nichts hatte mitnehmen können, so kam er des anderen Tages gegen Mittag zu Erlangen hungrig und durstig an. Er kehrte zufällig in einem Wirtshaus ein, wo eine lustige Wirtin mit Namen Königin war. Diese nahm Eulenspiegel sehr freundlich auf, denn sie merkte an seiner sonderbaren Kleidung, dass er ein abenteuerlicher Gast sein müsse. Die Wirtin fragte ihn, ob er bei Tafel mit den anderen Gästen essen oder sich nur für einige Pfennige geben lassen wolle.
Eulenspiegel antwortete: »Ich bin ein armer Handwerksgeselle. Ich bitte Euch daher, schenkt mir etwas aus gutem Weiterlesen
Bau und Einrichtung von Burgen im Mittelalter – Teil IV
Kriegerisches Leben in der Burg
Kommandant
Hatte der Besitzer einer Burg in derselben zugleich seinen Wohnsitz, so ist es selbstverständlich, dass er darin den Oberbefehl führte, wobei ihm gewöhnlich ein Burgvogt zur Seite stand. Zur Leitung der Verteidigung bedurfte es damals keiner besonderen Kriegskenntnis; die persönliche Tapferkeit entschied das meiste.
Wohnten in einer Burg mehrere Glieder eines und desselben Adelsgeschlechts, so führte das Haupt der Adelsfamilie den Befehl. Es kam nämlich häufig vor, dass die Stammburg in gemeinschaftlichen Besitz verblieb, besonders wenn ihr Name zugleich Stammesname geworden und keine der sich abzweigenden Linien geneigt war, einen anderen Namen und damit auch wohl ein geändertes Wappen anzunehmen. Nur die Ländereien und Weiterlesen

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