Sammlung bergmännischer Sagen Teil 34
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
Interessante Abenteuer unter den Indianern 88
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Indianische Reitkunst
Catlin gibt erstaunliche Berichte von der Geschicklichkeit, mit welcher die Comanchen des nördlichen Texas ihre Pferde handhaben.
Die Comanchen haben, wie die nördlichen Stämme viele Spiele und scheinen dieselben bei gutem Wetter fortwährend mehr oder weniger auf den Prärien hinter ihren Dörfern und nahe bei denselben auszuüben.
Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 10
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Die Spinnerin auf der Altenburg bei Sichenhausen
In Kaulstos war ein armer Mann, ich hab ihn noch recht gut gekannt. Man hieß ihn nur den Katzenhannes, der ging nach Seemen zu einem Juden und wollte ihn um Frist bitten, weil er kein Geld zum Bezahlen hatte. Also schlug er den gewöhnlichen Weg dahin über die Altenburg ein. Hart vor dem Seemerwald sah er eine ihm unbekannte uralte Spinnerin sitzen, die trällerte Wolle auf einem hübschen braunen Rädchen. Vor ihr lag ein Knottentuch mit Frucht, als wäre die gewaschen und sollte in der Sonne getrocknet werden. Die Alte hatte eine Weiterlesen
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 40. Blatt
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871
Eulenspiegel reist nach Hamburg und Bremen und begeht allerlei Schalkheit.
a Eulenspiegel weiterreisen musste, kam er nach Herford in Westphalen. Als er nun Hunger, aber kein Geld hatte, dachte er: Du musst doch etwas zu essen haben, denn der Hunger kneift. Mit diesen Gedanken ging er durch den Fleischscharren. Hier sprach ein Metzger zu ihm, er solle sich ein gutes Stück Braten mitnehmen. Eulenspiegel nahm den Braten, den ihm der Metzger anbot und ging damit fort. Der Metzger rief ihm nach, er müsse ihm erst das Fleisch bezahlen.
Eulenspiegel antwortete: »Davon habt Ihr mir vorher nichts gesagt, sondern nur, ich solle mir das Fleisch Weiterlesen
Mordmonomanie und Anthropophagie der Waldenser
Mordmonomanie und Anthropophagie der Waldenser
Aus: Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten. Nach dem Französischen des Calmeil. Bearbeitet von Dr. Rudolf Leubuscher. Halle. 1848
Bald nach Jeanne d’Arc glaubte man im Waldenserland eine Menschenklasse zu entdecken, welche die Teufel anbetete und sich von menschlichem Fleisch nährte.
Besonders in der Umgebung von Bern und Lausanne sollten die Zauberer hausen. Sie aßen ihre eignen Kinder, und dreizehn Opfer sollten innerhalb einer kurzen Zeit verschwunden und von ihnen verschlungen worden sein.
Neueste Kommentare