Archiv

Mythen & Wirklichkeiten

Daniel Morgan

Charles H. L. Jonston
Namhafte Grenzbewohner und Helden der Grenze
Boston L. C. Page & Company 1913

Daniel Morgan
Der berühmte Schütze und seine Abenteuer mit dem indianischen Bären

Daniel Morgan war ein berühmter Scharfschütze aus Virginia. Als junger Mann meldete er sich im Französischen und Indianerkrieg an und trat in die Armee unter Colonel St. Clair ein, der, wie man sich sicher erinnert, von Little Turtle und Blue Jacket in der Schlacht am Wabash River so deutlich geschlagen worden war. Die Tapferkeit von St. Clair kam manchmal einer Überstürzung gleich. Seine Feinde haben ihn sogar der Unbesonnenheit bezichtigt. Weiterlesen

Elbsagen 38

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

38. Der Totenkopf zu Batzdorf

Auf dem Rittergut Batzdorf, welches auf steiler Höhe zwischen Siebeneichen und Scharfenberg liegt, sieht man in dem sogenannten Kornhaus, einem Wirtschaftsgebäude, einen verwitterten, an eine Kette angeschlossenen Totenkopf in einer schrankartigen Vertiefung stehen, von dem folgende schaurige Geschichte erzählt wird.

Es versah im dortigen Rittergut einst ein Ochsenjunge einige Zeit die Stelle eines Küchengehilfen und zeigte sich Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Ni-Ni-Wah

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Ni-Ni-Wah

m romantischen Ufer des Peoriasees, ungefähr an derselben Stelle, wo heute die gleichnamige Stadt steht, dehnte sich früher ein großes Indianerdorf aus, das lange Zeit als die Hauptniederlassung des kriegerischen Stammes der Peorier galt. Auf der anderen Seite des Sees wohnten die blutdurstigen Mackinah, die mit den Peoriern in beständigem Kampf und Streit lebten.

Nun traf es sich einst, dass der Sohn Pu-ah-nahs, des Peorier-Häuptlings, auf der Jagd die schöne Ni-Ni-Wah, die Tochter des Mackinah-Häuptlings, sah und ihre Liebe gewann. Seit jener Begegnung besuchten sie sich so häufig, wie es die wachsamen Augen der verfeindeten Rothäute zuließen, doch es dauerte nicht lange, so wurde den Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 41

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Hexe wird bestraft

Ein Bauer in Steinfurt hatte ein wunderschönes Füllen, das seine Augenweide war. Allein das Tierchen bekam eine Unkunft an sich und ging ihm drauf, ehe er es sich versah. Allen Leuten und auch ihm selbst kam es vor, als wäre demselben etwas von einem böser Menschen angetan worden. Da wurde ihm denn ein überhäupter Mann verraten im Fuldischen, zu dem reiste er, um zu erfahren, was es wäre.

Als er diesem sein Anliegen vorgebracht hatte, erhielt er auch die gewünschte Zusage, doch sollte er bis Tags Weiterlesen

Der Konstanzer Hans Teil 14

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Vierzehntes Kapitel

Hans kommt in neue Verlegenheiten. Er trennt sich von der Schleiferbärbel.

Die große Gefahr, welcher Hans soeben entgangen war, machte ihn sehr bedenklich. Er hatte wenig Lust, sein Gaunerleben fortzusetzen. Aber kaum hatte er die Freiheit eine Zeitlang wieder genossen, so kehrte auch der alte böse Geist in seine Seele zurück. Neue Einbrüche und Diebstähle wurde ausgeführt, bei denen er übrigens mit Weiterlesen