Archiv

Mythen & Wirklichkeiten

Aus dem Wigwam – Die Seelenwanderung der Makah

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Die Seelenwanderung der Makah

ie Makah glauben, da alle Bäume, Fische, Vögel und sonstigen Tiere früher Indianer waren, die wegen ihres schlechten Lebenswandels diese Gestalten annehmen mussten. Die älteren Indianer sollen nämlich wie erzählt wird, solch schlechte und verdorbene Menschen gewesen sein, dass zuletzt zwei

Männer, Brüder der Sonne und des Mondes, auf die Erde kamen und die Verwandlungen vornahmen. Jene Männer hießen Hohuapbess, d. h. Leute, welche die Dinge verändern.

Der Seehund war einst ein berüchtigter Dieb, weshalb seine Arme gekürzt und seine Beine so fest an den Körper Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 47

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

VII.

Werwolf, Zauberer, Teufel, Irrlichter, Seelen

Werwolf in Grünberg

Die bösen Menschen, welche sich in Werwölfe verbellen, sollen dies damit fertigbringen, dass sie einen Gürtel um sich schnallen, den ihnen der Teufel gegeben hat. In ihrem Ansehen unterscheiden sie sich von natürlichen Wölfen Weiterlesen

Der Konstanzer Hans Teil 22

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Zweiundwanzigstes Kapitel

Hans’ freies Leben neigt sich dem Ende zu.

Während sich Hans im Schwarzwald herumtrieb, traf er den Gauner Menrad Wahler, der seine Hilfe zur Herbeischaffung der nötigen Bedürfnisse zur bevorstehenden Hochzeit in Anspruch nahm. Wenn nun auch der erste Versuch misslang, so wusste Hans gleich den Vorschlag zu einem zweiten zu machen. Nun machte er so Weiterlesen

Elbsagen 46

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

46. Der Meißner auf dem Glücksrad

Zwölf Landsknechte kamen aus dem Krieg und hatten wenig vor sich gebracht. Da sie nun traurig und kleinmütig im Land umherstrichen und nicht wussten, was sie morgen zu beißen hatten, begegnete ihnen ein Grauröcklein.

Das tat seinen Gruß und fragte: »Woher des Weges und wohin?«

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Aus dem Wigwam – Der Stammvater der Makah zu Niah Bay

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Stammvater der Makah zu Niah Bay

ie Nittinat griffen eines Tages mit großer Macht die Makah an, trieben sie aus all ihren Dörfern und zwangen sie, sich in ihre Festungswerke auf den Flatteryfelsen zurückzuziehen. Diaht, welcher damals ein junger, tapferer Mann von großem Einfluss war, wagte sich späterhin allein zurück und baute sich am Bach bei dem Niah-Dorf eine Hütte. Bald folgte ihm sein Bruder Obii nebst einer großen Anzahl kriegstüchtiger Freunde. Als nun die Ozette auf den Flatteryfelsen sahen, wie gut es den Fremden erging, griffen sie dieselben eines Tages an; aber Diaht schlug sie dermaßen, dass sie demütig um Frieden baten, den er ihnen auch unter der Bedingung gewährte, dass sie ihm die Tochter des Ozettehäuptlings zur Frau gäben.

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